Vorworte und Anmerkungen zum Gebrauch
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Vorwort von Dr. Norbert Enders
Vorwort und Einleitung des Autors
von Dr. Norbert Enders
Es bedarf gro�en Mutes, mich trotz meiner Einstellung zu Repertorien f�r die Vorrede zu einem solchen zu gewinnen. Martin Bomhardt hatte nicht nur diesen Mut, sondern auch eine �berzeugende Liebensw�rdigkeit, der nur abtr�glich zu widerstehen ist.
Symptomenverzeichnisse geh�ren zum R�stzeug, wenn ich in die hom�opathische Heilkunst hineinwachsen m�chte. Solange die Repertorien dazu dienen, mit simplen Mosaiksteinchen an der Erschaffung eines bildhaften Mosaiks teilzuhaben, macht ihre Erarbeitung Sinn.
Sie sind nur Wegweiser in unserer Unschl�ssigkeit, in unserer Unkenntnis auf dem Wege zum Meister. Keinesfalls d�rfen wir auf halbem Weg stehenbleiben und sie zur Grundlage unseres Kunstwerkes werden lassen, indem wir die Arznei und den Menschen in Symptome zerpfl�cken. Sie sind Teil unserer Methode, unserer Technik, sie sind unser Basiswerkzeug.
Es w�re weder der Hom�opathie, noch dem Patienten, noch unserem hom�opathischen Werdegang dienlich, sich den Menschen als Summe von Rubriken einzuverleiben. Das w�re ein allzu hybrides Abstraktionsunterfangen.
Denn wenn ich Dinge abstrahiere, nehme ich etwas vom Ganzen weg, um es verstehen zu k�nnen. Das ist zwar �blich und gut so, aber nur solange ich mir der Abstraktion bewu�t bleibe. Geht mein Bewu�tsein dar�ber abhanden, verliere ich das Erleben dessen, was ich bereits wei�. Und je mehr Wissen wir ansammeln, umso mehr geht das Erleben verloren. Erleben fordert die gesamte Pers�nlichkeit in jeder Schicht. Begegnung mit dem Patienten ist Erleben seiner schicksalshaften Person und nicht ihre Zerst�ckelung in Symptome. Ich beschneide folglich meine Wahrnehmung und meine Erlebnism�glichkeit.
Die Nutzung eines Repertoriums begrenze ich dadurch, da� ich es erstens als hervorragendes Lernbuch benutze, um die Reichhaltigkeit der St�rungen, Symptome und Ph�nomene zu studieren. Zum zweiten weisen die kleinen Rubriken Arzneien auf, die leicht zu merken sind. Und drittens lasse ich mich bei Ungewi�heit gern durch die Rubriken leiten, um eventuell die Idee einer Arznei zu erhaschen, die sich in mir nicht formen wollte oder nur noch fremd ist. Alle bekannten Repertorien wie Dorcsi, Boericke, Kent, Synthesis, Barthel & Klunker nehme ich daf�r zu Hilfe.
Nun wird sich auch das vorliegende �Symbolische Repertorium�, in dem ich schon in der alten Form des gehefteten Skripts lustvoll bl�tterte, zu meinen Standardwerken gesellen. Gr�nde hierf�r liegen klar auf der Hand: Zum einen nimmt der Suchbegriff, das �Symbol�, im alphabetischen Verzeichnis die Vorrangstellung ein, was dieses moderne Repertorium deutlich von den klassischen unterscheidet. Andererseits bietet die F�lle der hochwertigen Gem�tssymptome reichhaltige Anregungen.
Die hervorragendste Brandmarke dieses Buches ist allerdings die Einbeziehung von Gro�rubriken, die � bisher einzigartig � Themata eines Menschen in verschiedenen Stadien seines Lebensweges, symbolische �Zuf�lle� und mystische Affinit�ten zu bestimmten Vorlieben oder Abneigungen einbeziehen.
Die puritanischen Klassiker unter den Hom�opathen erkennen ein Symptom ausschlie�lich an, wenn es krankhafter Natur ist. Hierzu wird jedoch ein pers�nliches Wertungssystem zur Voraussetzung, das Urteile �ber Krankhaftigkeit zul��t. Aber eigentlich sollten Hom�opathen nicht urteilen, sondern annehmen, wie die Dinge eben sind. Denn des einen �bel ist des anderen Heil! So meine ich, geh�rt die Vorliebe f�r gelb, f�r Wagner und f�r st�rmisches Wetter zusammen zur gleichen Ph�nomenologie wie der gichtige Schmerz eines Sykotikers. Wer erlaubt uns zu behaupten, das eine sei krank, das andere gesund?
Das Sichtbare, H�rbare und Begreifbare ist nur Ausdruck des Unsichtbaren, Unh�rbaren und Unbegreiflichen. Letztere sind nur denkbar in ihrer existentiellen Gegebenheit, aber werden fa�bar in ihrem mystischem Verh�ltnis zu ersterem. Der Mensch � und insbesondere der Hom�opath � empf�ngt mit jeder Begegnung eine ganze Welt, die er zu meistern hat. Demnach m�ssen wir versuchen, hinter die Sicht sehen zu lernen, hinter das Geh�rte h�ren zu lernen, hinter das Fa�bare begreifen zu lernen.
Geben wir der unsichtbaren Welt den Blick zur�ck, geben wir der unh�rbaren Welt das Geh�r zur�ck und geben wir der unbegreiflichen Welt das Fa�bare zur�ck. Das wird uns erheben, das wird uns zermalmen, das wird uns formen � Gl�ck auf f�r Bomhardt�s wagemutiges Buch!
Norbert Enders Iba / Zambales
(Philippinen)
im Januar 2000
Man suche nur nichts hinter den Ph�nomenen � sie selbst sind die Lehre.
(Johann Wolfgang von Goethe)
... wo es doch schon so viele und sehr gute Repertorien gibt? Jedes Repertorium, das auf dem inflation�ren Markt hom�opathischer Literatur neu erscheint, sollte sich dieser Frage stellen. Ich m�chte daher einleitend Absicht und Zielsetzung, Sinn und Zweck, aber auch die Grenzen dieses Repertoriums erl�utern. Dar�ber hinaus m�chte ich einige Hinweise geben zum Inhalt und zur Struktur des Buches und zu den Neuerungen im Vergleich zur letzten (zweiten) Auflage.
Das klassische Verst�ndnis von �hnlichkeit
Als die Reise ins All der Hom�opathie durch Meister Hahnemann�s Experiment mit der Chinarinde gez�ndet wurde, erschaute er bei diesem fast unmerklichen und doch im Grunde furiosen Start in seiner n�chternen und bescheidenen Art zun�chst �nur� eine geeignete M�glichkeit, Arzneien in ihrer Wirkung gezielter zu erforschen und gab uns mit der Arzneimittelpr�fung, mit dem Erlebnis der Arznei an uns selbst, die Methode dazu an die Hand. Und die �zuf�llige� �bereinstimmung zwischen seiner Malaria-Kenntnis und seinem Erleben der Chinawirkung lie� ihn erstmals das �Similia Similibus Currentur� erahnen, die fundamentale Entsprechung zwischen einem individuellen Zustand von (Ver)-Stimmung eines kranken Menschen und (Wieder-Ein)Stimmung durch das spezifische Wirkungsmuster der Arznei. Auf den n�chsten Etappen der Reise folgte die Erkenntnis, da� Arzneien nicht nur lokal und symptomatisch, sondern systemisch und energetisch auf den gesamten Organismus, auf die Lebenskraft, auf die Einheit von Seele und K�rper wirken. Das bei dieser ersten Reiseetappe gefundene �hnlichkeitsprinzip schien zun�chst nur im Bereich der therapeutischen Medizin anwendbar zu sein, im Feld von Gesundheit, Krankheit und Heilung. Es blieb damit zun�chst weitgehend auf k�rperlich-pathologische Erscheinungen, Gem�tssymptome und das Allgemeinbefinden des Menschen beschr�nkt. Dies spiegelt sich nach wie vor im Inhalt und Aufbau aller klassischen Repertorien.
Doch in den 200 Jahren seit diesem Start hat sich immer wieder gezeigt, da� das Gesetz der �hnlichkeitswirkung nicht nur das Verh�ltnis von Arznei und gesunden oder kranken Lebewesen betrifft, sondern da� es sich um ein universelles Weltprinzip handelt, das auf alle nur denkbaren Gebiete �bertragbar ist. ��hnlichkeitsbeziehungen� k�nnen �berall entdeckt werden und � zumeist ohne dies explizit auszudr�cken � arbeiten alle gro�en Wissenschaften mit diesen, dann meist als �Analogien� bezeichneten Zusammenh�ngen. Die Hom�opathie ist daher im Grunde nicht nur eine Heilmethode, sondern eine Philosophie, eine M�glichkeit, die Welt zu verstehen und der Satz ��hnliches heilt �hnliches� l��t sich erweitern auf ��hnliches wirkt auf �hnliches�.
Im Paragraph 6 des Organon forderte Hahnemann uns auf, �Zuf�lle� als Teil der Ph�nomene zu beachten, die f�r das Verst�ndnis der Krankheit und die Auffindung der �hnlichen Arznei im individuellen Fall hinweisend sein k�nnen. Dieser Hinweis, die Einbeziehung von �Zuf�llen�, wurde bislang jedoch meist v�llig �bersehen.
Was sind Zuf�lle? Die meisten Menschen sprechen von �Zufall�, wenn sie von einem Ereignis �berrascht werden, das in einer Situation nicht zu erwarten war und doch zu dieser Situation eine unerkl�rliche Beziehung hat. Doch weil diese Beziehung unerkl�rlich ist, wird das Ereignis als �zuf�llig� im Sinne von bedeutungslos abgetan. Doch wer genauer hinblickt, begegnet st�ndig solchen Zuf�llen und nicht nur Hahnemann, sondern viele philosophische, religi�se und spirituelle Lehrer behaupten, da� Zuf�lle eine Bedeutung haben und da� ihre Bedeutung in unmittelbarer Beziehung zur Situation dessen steht, der diesen Zufall erlebt. Zufall ist das, was uns zuf�llt. Die Schwierigkeit liegt in unserem gewohnheitsm��igen Bestreben, f�r alles Erkl�rungen finden zu wollen. Der Zufall ist nicht erkl�rbar, er ist lediglich erkennbar. Doch Hahnemann hat uns stets gemahnt, nicht nach Erkl�rungen zu suchen, sondern nur nach Erkennung und damit die Grundhaltung des Hom�opathen beschrieben, die nicht kausal erkl�rend oder wertend sein soll, sondern wahrnehmend und beschreibend, eben rein ph�nomenologisch. Mit seiner Einbeziehung von �Zuf�llen� hat er uns aufgefordert, ALLE Ph�nomene in Beziehung zum betroffenen Menschen ernst zu nehmen.
Mit dem Modell der �morphogenetischen Felder� von Rupert Sheldrake(1) und in anderen Arbeiten �hnlicher Thematik der j�ngeren Zeit, ist die Bedeutung von �Zuf�llen� noch deutlicher geworden, doch es bleibt darin ein Rest von �(Un)Glauben� im Sinne von Unbeweisbarkeit. Dethlefsen(2) hat mit seiner bahnbrechenden Arbeit zum �senkrechten Weltbild� den universellen Zusammenhang zwischen Zuf�llen (Synchronizit�t) und dem �hnlichkeitsprinzip aufgegriffen und erl�utern dort die Bedeutung von vertikalen Analogien, von �hnlichkeitsmustern zwischen Begriffen, Dingen oder Situationen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben und daher nicht leicht erkennbar und nachvollziehbar sind. In �Krankheit als Weg� von Dethlefsen/Dahlke(3) ist dieses Weltbild auf Krankheitsprozesse �bertragen. Darin wird wiederum sehr nachvollziehbar dargestellt, da� Krankheiten meist schon in ihrer Symptomatik das vorhandene seelische Problem anzeigen und bestimmte k�rperliche Symptome eben auch nicht rein �zuf�llig� sind, sondern das Problem oft unmittelbar symbolisieren (beispielsweise �Nase voll� bei Schnupfen).
Boll und die zuf�lligen Ph�nomene
Auf diesem Hintergrund und mit der Bereitschaft, Zuf�lle ernst nehmen zu wollen, haben sich einige Hom�opathen vor �ber 15 Jahren, erstmals im kleinen s�ddeutschen Ort Boll, auf den Weg gemacht, Zusammenh�nge zwischen Arzneimitteln und Menschen zu entdecken, die �ber k�rperlich-organische oder psychopathologische Erscheinungen hinausgehen. Es zeigte sich bald, da� die gefundenen �Zuf�lle� nicht nur als �au�erorganische� Ph�nomene zur Arzneimittelfindung dienen k�nnen, sondern es insbesondere auch dem Patienten (und Therapeuten) erm�glichen, die Krankheit besser zu verstehen und den Krankheitsproze� nicht als lediglich unangenehm, zuf�llig und �berfl�ssig, sondern als hilfreich, notwendig und sinnvoll anzunehmen und in ihm das zu finden, was im Leben mangelt und zu l�sen, was unfrei und ungl�cklich macht.
Mit dem Mittel der �Gruppenpr�fung�, die in Boll dann regelm��ig durchgef�hrt wurde und in der intensiven Besch�ftigung mit dem Wesen und Auspr�gungsfeld von Arzneien, zeigten sich �berraschend viele �hnlichkeitsbeziehungen, die bislang v�llig im Verborgenen lagen. Beziehungen beispielsweise zu den Eigenschaften der Arzneisubstanz selbst und ihrer Verwendung in der Welt (Signatur), zu Archetypen, Traumfiguren, M�rchen und alten Legenden, zu Berufen und Lieblingsbesch�ftigungen, zu Orten und geschichtlichen Situation, zu Tieren und Pflanzen, zu Farben, Musik, Spielfilmen und vielem mehr. Und es zeigte sich, da� viele dieser als Symbole in Erscheinung tretenden �hnlichkeiten uns � oft direkter als organische Symptome � helfen k�nnen, das Thema und Problem, aber auch die positiven Seiten, die Chancen, Kr�fte und M�glichkeiten von Arznei- und Krankheitszust�nden zu verstehen und damit L�sungen zu finden. Besonders neuartig war dabei, Arzneiwesen nicht nur unter dem Aspekt von Pathologie und St�rung zu betrachten, sondern � im erl�sten, geheilten Zustand � als Kraftquelle. So zeigt Silicea im kranken Zustand K�lte und Starre, im erl�sten Zustand jedoch Klarheit und Struktur und Sulfur birgt einerseits Egoismus und faule(nde) Unordnung, andererseits feurige Kreativit�t und menschliche Verbindung.
Viele der anf�nglich noch unsicheren Erkenntisse fanden ihre Best�tigung durch h�ufige und manchmal schon unglaublich exakte Wiederholung bei Patienten, ihren Tr�umen, ihrem Lieblingsm�rchen, -tier, -pflanze, -musik usw. Inzwischen hat sich diese Forschung ausgebreitet in viele andere Orte und wird erg�nzt und best�tigt durch neuere Erkenntnisse von Hom�opathen anderer Herkunft (Vithoulkas, Sankaran, Scholten, Vakhil uvm.). Damit wird die Zuverl�ssigkeit dieser Erkenntnisse zunehmend sicherer.
Die Entstehung des Symbolischen Repertoriums
Als ich vor �ber 10 Jahren mit meiner Ausbildung in Hom�opathie begann, war dieser Weg schon ein gutes St�ck gegangen worden und ich war als Novize begeistert und fasziniert vom Reichtum, von der F�lle und vor allem der unendlichen Weite dieser Erkenntnisse. Und mit jeder Arzneimittelpr�fung, mit jedem geheilten Patienten und seiner individuellen Geschichte, seinen individuellen Ph�nomenen, kamen neue Erkenntnisse hinzu oder alte wurden best�tigt.
Doch jeder Anf�nger der Hom�opathie wei�, wie schwer es zun�chst ist, die F�lle von Ph�nomenen zu verarbeiten, zu lernen, den �berblick zu behalten und gleichzeitig die Ph�nomene zu verbinden und darin die Essenz zu erkennen. Weil ich stets ein besonderes Faible f�r effektive Wissenssammlungen (Datenbanken) hatte und ich mich in meiner vorhom�opathischen Zeit einige Zeit mit Informatik besch�ftigt hatte, kam mir bald die Idee, das noch verstreut liegende Wissen zu sammeln, zu ordnen und strukturierend aufzuarbeiten und damit �bersichtlich und allgemein zug�nglich verf�gbar zu machen.
Ich begann damit, die vielen Seminare, Vortr�ge und Artikel aus Boll und anderen Orten, sowie meine Unterrichtsprotokolle aus der Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin (einem der Hauptorte dieser Richtung und meine pers�nliche Heimat) auszuwerten und in Form von Rubriken anzuordnen. Die weitere Geschichte meiner Sammlung m�chte ich hier nicht ausf�hrlich darstellen, da ich dies in der �Symbolischen Materia Medica� getan habe, die 1999 (3. Auflage) neu erschienen ist. Das jetzt vorliegende Repertorium umfa�t den derzeitigen Stand der Sammlung.
Zusammenfassend m�chte ich die einleitende Frage so beantworten: die Notwendigkeit und der Sinn dieses Repertoriums besteht darin, eben genau die �zuf�lligen� Ph�nomene nachschlagbar zu machen, die in den klassischen Repertorien nicht oder (im Bereich Gem�t) oft zu undifferenziert enthalten sind. Es ist das erste und bislang einzige Repertorium, das dieses neue Wissen sammelt und damit f�r die Arzneifindung gezielt verf�gbar macht.
Schwerpunkte des Symbolischen Repertoriums
Aus diesem Anspruch heraus ergeben sich drei Schwerpunkte des Buchs, die alle unter dem Prinzip �Symbolische �hnlichkeit zum Problem des Patienten� stehen.
Der erste Schwerpunkt umfa�t die unmittelbare Symbolik, in Form von Rubriken zu einzelnen Bereichen wie Berufen, M�rchen, Musik oder Sportarten. Die Quellen sind hier �ber 530 Artikel, B�cher und Vortr�ge zu Arzneimittelbildern und -pr�fungen, die bislang ausgewertet und eingearbeitet wurden.
Der zweite Schwerpunkt �Gem�t� soll die seelische Struktur des Patienten, so umfassend und differenziert und doch so einfach wie m�glich, darstellen und dabei sowohl Problemeigenschaften, als auch positive Qualit�ten umfassen. Neben den erw�hnten Einzelquellen wurden deshalb hier als Quellen auch Rubriken und Mittel der klassischen Repertorien benutzt, um einerseits das bew�hrte Wissen vollauf zu w�rdigen und andererseits eine m�glichst umfassende und vollst�ndige Beschreibung zu erm�glichen. Als Hauptquellen dienten mir hier, neben dem alten Kentschen Repertorium und anderen bekannten Werken, insbesondere das hervorragende und sich ebenfalls st�ndig in Ver�nderung und Erweiterung befindliche Synthesis-Repertorium von Schroyens. Doch auch wenn das Symbolische Repertorium viele Eintragungen in den Bereichen Gem�t, Tr�ume und Allgemeines von den Klassikern bezieht, so ist es mir doch wichtig zu betonen, da� es die klassischen Repertorien nicht ersetzen will und stets nur in Erg�nzung dieser verwendet werden sollte. Dies aus mehreren Gr�nden: Erstens ist der Schwerpunkt der Zielsetzung ein anderer und damit die Inhalte selbst. Zweitens enthalten viele Rubriken im Symbolischen Repertorium nur einen Teil der dort verzeichneten Arzneimittel. Es empfiehlt sich daher sehr � soweit vorhanden � vergleichsweise die sehr umfangreichen Synthesis-Rubriken einzusehen. Dort finden sich oft zus�tzlich viele kleinere Mittel. Drittens wurden nicht alle Rubriken aus den klassischen Repertorien eingebunden. So habe ich auf verschiedene Modalit�tsrubriken (Tageszeiten) und andere Unterrubriken, die f�r die Zielsetzung des Buchs nicht so relevant sind, verzichtet.
An dieser Stelle auch ein Wort zum kleinen Kapitel �K�rper�. Im Unterschied zur differenzierten Darstellung von Lokalsymptomen in den nach Kent aufgebauten Repertorien hat mein Kapitel �K�rper� prim�r wiederum das Ziel, die Symbolik k�rperlicher Erscheinungen zu verdeutlichen und umfa�t daher vor allem Rubriken, die symbolische Bedeutung haben k�nnen oder k�nnten. Daneben sind noch Rubriken mit klinischen Begriffen enthalten, die als Hauptindikationen hilfreiche Hinweise auf bew�hrte Indikationen geben sollen. Es ist daher �berhaupt nicht dazu gedacht und geeignet, Lokalsymptome zu repertorisieren. Noch einmal m�chte ich das Synthesis als das beste Repertorium f�r diesen Zweck empfehlen.
Viele LeserInnen kennen bereits die erste oder zweite Auflage des Symbolischen Repertorium oder die Symbolische Materia Medica. Ich m�chte daher noch kurz erl�utern, was sich in den letzten 5 Jahren seit der zweiten Auflage (1995) � �ber die gro�e Zahl zus�tzlich ausgewerteter Quellen, neuer Rubriken und neuer Arzneimitteleintragungen hinaus � ver�ndert hat. Um einerseits den enormen Zuwachs (etwa doppelte Zahl von Rubriken und vierfache Zahl von Arzneieintragungen) �bersichtlich zu halten, andererseits der Tatsache gerecht zu werden, da� die meisten Hom�opathen an die ausgereifte Darstellungsform der klassischen Repertorien gewohnt sind, habe ich mich erstmals in dieser neuen Auflage im Layout und Aufbau ganz am Synthesis orientiert, das auch gestalterisch vorbildhaft ist. Ich bin sicher, da� dies ein �bersichtliches Arbeiten und ein schnelles Auffinden von Rubriken und Mitteln erm�glicht. Im Unterschied zur letzten Auflage ist dabei auch v�llig neu, da� Rubriken Unterrubriken enthalten k�nnen und darin dem genialen Kentschen Ordnungsmuster folgen.
V�llig �berarbeitet wurde des weiteren das Namens- und Stichwortverzeichnis, das Register des Buchs. Der Sinn des Registers besteht darin, Fundstellen und Rubriken zu einzelnen Begriffen und Namen in verschiedenen Kapiteln zu finden, ohne lange suchen zu m�ssen. Bis auf unwichtige F�llw�rter habe ich daher alle ca. 16000 Begriffe und Namen, die im Repertorium vorkommen, aufgef�hrt.
Einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit habe ich auf die Vernetzung von Rubriken durch viele neue Querverweise gelegt. Die �hnlichkeit von Rubriken selbst � sowohl innerhalb eines Kapitels, als auch zwischen verschiedenen Kapiteln � bringt das Prinzip vertikaler und horizontaler Analogien sehr direkt zum Ausdruck: dasselbe Thema findet sich in ganz verschiedenen Lebensfeldern und Bereichen wieder.
�berarbeitet wurden bei vielen Eintragungen auch die Wertigkeiten. Zumeist konnten alte Eintragungen aufgewertet werden, nachdem sie wiederholt best�tigt wurden. Bei den Rubriken, die mit dem Synthesis abgeglichen wurden, habe ich in der Regel die Wertigkeiten des Synthesis �bernommen.
Die nat�rliche Begrenzung der Verl��lichkeit
Es ist mir wichtig, noch darauf hinzuweisen, da� dieses Repertorium � wie jedes andere � Beschr�nkungen im Hinblick auf die Zuverl�ssigkeit unterliegt. Sie bezieht sich insbesondere auf:
die Unvollst�ndigkeit von Rubriken im Hinblick auf die enthaltenen Arzneimitteln.
m�glicherweise unzutreffend eingetragene Arzneimittel (insbesondere einwertige Arzneien)
die Wertigkeiten: sie sollten lediglich als Anhaltspunkte dienen im Hinblick auf die Bew�hrtheit bzw. Wichtigkeit des Mittels in der Rubrik, wie sie sich in Pr�fungen und/oder Patientenerfahrungen gezeigt hat.
Diese Einschr�nkungen gilt es in der Arbeit mit dem Repertorium zu beachten. Denn � wie schon Dr. Enders in seinem Vorwort sehr treffend bemerkte: ein Repertorium soll nur Anregung sein und niemals das Instrument der Entscheidung f�r ein Arzneimittel � und das nicht nur wegen seiner relativen Unverl��lichkeit. Ich appelliere daher an jeden Benutzer, die Eintragungen lediglich als Einzelhinweise im Rahmen des Gesamtbildes der Krankheit (�� 6,7 Organon) und nicht als alleinige Wegweiser zu bestimmten Mitteln zu verwenden � alles andere w�re keine echte und verantwortungsvolle Hom�opathie.
Noch etwas m�chte ich sagen, was besonders f�r dieses Buch und seine Inhalte gilt: �ber die Gefahr von spekulativen Inhalten bin ich mir bewu�t und versuche sie zu vermeiden, indem ich nur mehrfach bew�hrte Ph�nomene in die Sammlung aufnehme und nur solche, die f�r mich nachvollziehbar und plausibel sind. So befinden sich derzeit noch eine Zahl unver�ffentlichter Eintragungen im Hintergrund der Sammlung, die auf weitere Best�tigung warten. Ich nehme zwar neue Ideen stets offen und gerne zur Kenntnis, kann sie aber nicht immer sofort und ungepr�ft in das Buch einf�gen, sonst w�rde der Vetrauensw�rdigkeit seiner Inhalte Abbruch getan. Ich bitte hier um Verst�ndnis.
Zukunftsaussichten � Bitte um Unterst�tzung
Das Symbolische Repertorium ist auch in dieser schon umfangreichen Fassung kein Endwerk. Wie jedes andere gute Repertorium spiegelt es nur den derzeitigen Stand der Arbeit und des Wissens und mu� daher stets offen bleiben f�r Fortentwicklung, offen f�r Erg�nzung, aber auch offen f�r �berpr�fung, Revidierung und Streichung.
Wie soll die begonnene Arbeit weitergehen? Die Erarbeitung dieser Sammlung ist in den Jahren ihres Entstehens, nicht zuletzt auch durch die wohlwollende Aufnahme durch so viele Hom�opathen, zu einer Lebensaufgabe f�r mich geworden. Sie begleitet meine praktische Arbeit mit Patienten und meine Unterrichtst�tigkeit. Die kommenden Jahre, so Gott sie mir gew�hrt, stehen weiterhin unter der Aufgabe, die Sammlung zu erg�nzen, zu erweitern, zu vervollst�ndigen und ihre Inhalte zu �berpr�fen und miteinander zu verbinden. Au�erdem besteht Bedarf an einer internationalen (englischsprachigen) Version, die bereits in Vorbereitung ist.
Zum Gl�ck ist die Hom�opathie selbst ein so lebendiges Wesen, da� eine Stagnation praktisch unm�glich ist, bedingt durch Pr�fungen neuer Arzneimittel, durch Nachpr�fungen schon bekannter und durch ganz neue Perspektiven, wie die Arbeiten von Becker und Erler (C4-Hom�opathie) oder von Seghal, Scholten, Sankaran, Vithoulkas und anderen Vordenkern. Es ist mir ein Herzenswunsch, diese verschiedenen Ans�tze zu integrieren und unter dem gemeinsamen Hauptthema ��hnlichkeitsph�nomene� zusammenzubringen. Hier ist noch unendlich viel Arbeit zu tun, die ich nicht alleine tun kann.
Hier bin ich ganz besonders auf Ihre Mithilfe und Mitarbeit angewiesen. Ich m�chte daher einige Bereiche herausstellen, die besonders erg�nzungs- oder �berarbeitungsbed�rftig sind und wo ich Ihre Unterst�tzung besonders ben�tige:
D�nn best�ckt sind bislang noch einige Kapitel wie �Edelsteine�, �Bildende Kunst�, �Bachbl�ten� und �Tarot�. Ebenfalls noch d�rftigen Inhalts sind die Kapitel�I-Ging� und �Chinesische Medizin� aus Mangel an Material, obwohl die Verbindung Chinesische Medizin und �stliche Philosophie mit der westlichen Hom�opathie sehr fruchtbar sein k�nnte. Auch hier bitte ich um Material und Ideen. Kenner und Liebhaber dieser Themen m�chten mir bitte ihr Wissen zur Verf�gung stellen.
Auch ganz neue Felder sind denkbar, seien es Runen, Briefmarken oder Autotypen � alles Unterscheidbare kann �hnlichkeit ausdr�cken.
Integration von interessanten neuen und alten Perspektiven wie C4-Hom�opathie, Seghal-Methode, Vakhilsche Farben-, Mond- und Zungenlehre, Arneimittelfamilien (Sankaran, Scholten) und anderen Richtungen.
Die Zusammenstellung der Sammlung kann ich zwar in eigener Arbeit bewerkstelligen, die inhaltliche Aufforstung ist jedoch nur als Gemeinschaftsprojekt aller interessierten Hom�opathen denkbar. Ich bitte Sie daher herzlich um Ihre weitere Mitarbeit � einiges Material wurde mir bereits zugesandt und integriert. An dieser Stelle mein ganz besonderer Dank f�r alle Zusendungen, seien es Listen, telefonische Hinweise, Emails oder Briefe. Ich nehme dies alles gerne auf, auch wenn ich � aus den genannten Gr�nden - am Ende nicht jeden Hinweis gleich ins Buch �bernehmen kann. Eine weitere Bitte, liebe LeserIn: tragen Sie alles Ihnen wichtige in Ihrem eigenen Repertorium nach und teilen Sie mir Ihre Nachtr�ge und Erfahrungen von Zeit zu Zeit oder vor Herausgabe der n�chsten Auflage mit!
Ich m�chte ganz herzlichen Dank sagen den Menschen, die meine Arbeit mit Material und Zuspruch immer wieder unterst�tzt haben, besonders meinem Lehrer und Vorreiter Andreas Kr�ger und meinen anderen Lehrern J�rgen Becker, Gerhardus Lang, Hans-J�rgen Achtzehn, Christine Hug, Wolfgang Schmelzer, Sonja Hiemer, Rajan Sankaran, George Vithoulkas, Alfons Geukens, Henny Heudens, Norbert Enders, Willibald Gawlik und vielen anderen, die ich hier nicht einzeln nennen kann. Von allen konnte ich lernen und alle haben auch diese Sammlung ged�ngt. Heimat und innere Wachstumsquelle dieser Sammlung ist die Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin � auch wenn anderenorts ebenfalls sehr wertvolle Arbeit in derselben Richtung gemacht wird. Hier danke ich besonders allen Sch�lerInnen und MitarbeiterInnen f�r ihre dauerhafte und kritische Mitwirkung. Ein sehr herzliches Dankesch�n auch Herrn Dr. Enders, f�r seine einleitenden Worte. Nicht zuletzt gilt mein Dank Ihnen, den alten und neuen BenutzerInnen der Symbolischen Materia Medica und des Repertoriums, ohne deren R�ckmeldung und Beharrlichkeit diese neue Auflage nicht entstanden w�re.
Dieses Buch steht im Spannungsfeld zwischen Spekulation, subjektivem Empfinden, un�berpr�fbaren esoterischen Ideen einerseits und objektiven, nachpr�fbaren, konkreten Symptomen andererseits. Ich bin mir der darin liegenden Gefahren von T�uschungen, Verwirrungen, Abwegen und falschen Zusammenh�ngen bewu�t und m�chte doch keinesfalls auf dieses Wissen � oder wer m�chte, auf diesen Glauben verzichten. Denn am Ende ist nur eine Frage wichtig: Bew�hrt sich dieses Wissen in der hom�opathischen Arbeit? Hilft es, den Patienten zu erkennen und zu verstehen? Und zum Gl�ck k�nnen wir heute, nach einigen Jahren Erfahrung, deutlich best�tigen, da� die Beachtung von �Zuf�llen� und symbolischen Ph�nomenen sehr hilfreich f�r Mittelfindung und Verst�ndnis des Patienten sein kann. Und so bin ich nach wie vor der Ansicht, da� jede Verst�ndigungs und Verst�ndnism�glichkeit, die in der Begegnung mit dem Patienten zu ihm hin f�hrt und nicht von ihm weg, ihre Berechtigung hat. M�ge dieses Buch denen hilfreich und unterst�tzend sein, die �hnlich denken und sehen und m�ge es von denen geehrt werden, die eine andere Denkungsart haben. Jedem das Seine � jedem das �hnliche.
Ich hoffe, mit diesem Buch einen Beitrag leisten zu k�nnen zu einer modernen Hom�opathie, der Medizin f�r das neue Jahrtausend, die ihre klassischen Wurzeln ehrt und sich von ihnen n�hrt und doch offen ist f�r das Neue, f�r Fortschritt und Weiterentwicklung und damit ihrem Hauptziel immer besser und effektiver dienen kann: kranke Menschen gesund zu machen � seien es unsere Patienten oder wir selbst.
Berlin, im Januar 2000
Anschrift des Autors
Martin Bomhardt
Blissestra�e 63, 10713 Berlin
Tel. 030 / 8572 9674, Fax 030 / 8572 9675
Der Schwerpunkt des Repertoriums liegt in der Symbolik von Arzneimitteln. Was hei�t das? Symbole sind Analogien, mit denen komplexe Sachverhalte dargestellt werden k�nnen. �Richter� beispielsweise kann ein Symbol sein f�r Gerechtigkeit, Beurteilung, Staat, Ordnung, Macht, Strafe usw. Hom�opathisch hat sich dieses Symbol als passend zu Lycopodium und Arsen erwiesen und kann dort in Tr�umen, als Beruf oder als reales Ereignis (st�ndig in Rechtsstreitigkeiten verwickelt) wiedergefunden werden.
Der Gebrauch des Repertoriums soll es erm�glichen, ausgehend von �u�erungen oder Eigenschaften des Patienten Ideen f�r dabei in Frage kommende Mittel zu bekommen. So k���nnte man bei einem Jungen, der sich in seiner Freizeit viel mit Science Fiction (Kap. �Bet�tigung + Lebensstil�) besch�ftigt, an Tuberculinum oder Phosphor denken - nat�rlich immer vorausgesetzt, die anderen Symptome passen und das Mittel ist ihm insgesamt �hnlich. Oder ein Patient, der eine Arbeit �ber Franz von Assisi geschrieben hat (realer Fall!), k�nnte Causticum-verd�chtig sein (Kap. �Pers�nlichkeiten�).
Da es auch unter Hom�opathen manche Schmaldenker gibt, die lieber Kochbuchanweisungen befolgen, als sich mit dem Mosaik von Analogien auseinanderzusetzen, ist es mir wichtig noch einmal zu betonen, da� die Begrifflichkeiten zun�chst immer nur symbolische Bedeutung haben und nicht als absolutes Faktum anzusehen sind. So ist beispielsweise nicht jeder �Gebrauchtwarenh�ndler� (Kap. �Berufe�) ein Psorinum-Patient oder nicht jeder Mensch, der Scherenschnitte mag, ben�tigt deshalb Silicea (Kap. �Bet�tigung + Lebensstil�).
Das Repertorium ist in vier Bereiche aufgeteilt, die selbst wiederum aus verschiedenen Kapiteln bestehen. Die Anordnung ist im Grundaufbau dieselbe wie in der Symbolischen Materia Medica. Innerhalb jedes Kapitels sind die Eintragungen in Form von Rubriken alphabetisch aufgelistet. Alle Rubriken k�nnen selbst wieder Unterrubriken haben, die ebenfalls alphabetisch angeordnet sind.
Hier finden sich die zentralen Kapitel �Themen�, �Symbolik� und �Gem�t�.
Das Repertorium beginnt mit dem Kapitel Themen, in dem Rubriken zur Thematik des Mittels aufgef�hrt sind. Dieses Kapitel enth�lt die Essenzen und Ideen der Mittel sowie die Problemthemen, mit denen die Mittel zu tun haben. Die Formulierung erfolgt meist in substantivischer Form, da es um abstrakte Konzepte geht.
Das n�chste Kapitel beinhaltet die Symbolik und stellt Symbole dar, die sich als typisch f�r das Mittel und seine Thematik erwiesen haben � Symbole, die in Tr�umen oder realen Begegnungen bei Patienten oder Pr�fern h�ufig auffielen.
Danach folgt der umfangreichste Teil des Repertoriums, das Kapitel Gem�t, wo Rubriken zur Charakterstruktur und zu geistig-seelischen Verhaltens- und Erlebensaspekten, zum sozialen Kontakt und zur Sexualit�t aufgef�hrt sind. Hier finden sich auch all jene �Gef�hl-als-ob�-Symptome sowie T�uschungen (Wahnideen), die nicht lokalen K�rperempfindungen (siehe K�rper) entsprechen und allgemeiner Art sind. Die Begrifflichkeiten sind meist in einer Formulierung gehalten, die den Betroffenen direkt beschreibt, d.h. in Form von Adjektiven (Eigenschaften, z.B. �mi�trauisch� statt �Mi�trauen�) und Verben (Handlungen).
In alphabetischer Reihenfolge finden sich hier spezielle Kapitel zu bestimmten Analogiebereichen und erkl�ren sich zumeist selbst. Zu einigen wenigen Kapiteln m�chte ich dennoch Anmerkungen machen, um das Verst�ndnis zu erleichtern oder einem unsinnigen Gebrauch des Repertoriums vorzubeugen.
Im Kapitel K�rper sind haupts�chlich solche K�rpersymptome verzeichnet, die einen symbolischen Ausdruckscharakter haben oder eine unmittelbare Verbindung zur Thematik deutlich werden lassen sowie K�rperbefindlichkeiten, die einen deutlich psychosomatischen Charakter haben. Zus�tzlich sind die wichtigsten Mittel zu einigen Bew�hrten Indikationen angegeben. In den Rubriken sind jeweils nur die wichtigsten Mittel verzeichnet. F�r weitere Lokalsymptome und auch der Vollst�ndigkeit der Mittel halber sollte man immer das Kent�sche Repertorium bzw. seine Erweiterungen (Repertorium Generale, Synthesis) hinzuziehen. Au�erdem befinden sich hier Symptome zum Bereich Schlaf und zu anderen Allgemeinsymptomen auf organischer Ebene. Dasselbe gilt f�r die Kapitel Essen + Trinken, Modalit�ten sowie Verlangen + Abneigungen.
Das Kapitel Erscheinung + Kleidung beschreibt, in welcher Weise der Patient uns als Gegen�ber erscheint, wie wir ihn wahrnehmen k�nnen, wie er auf unsere Sinnesorgane wirkt, rein �u�erlich (Kleidung, Geruch, Physiognomie), wie auch in seinem Habitus und Verhalten in der Anamnese. Manchmal gibt es eine entsprechende Rubrik noch einmal im Kapitel Gem�t, die man hier zum Vergleich heranziehen kann. Beabsichtigt ist damit die (nat�rlich nicht immer m�gliche) Unterscheidung, ob jemand beispielsweise nur nach au�en hin arrogant wirkt oder tats�chlich eine arrogante Haltung hat.
Im Kapitel Kinder sind speziell auf Kinder bezogene Charakteristika und St�rungen verzeichnet. Auch hier ist ein Vergleich mit parallelen Rubriken in anderen Kapiteln (Gem�t, K�rper, Erscheinung + Kleidung) empfehlenswert.
Besonders hinweisen m�chte ich auf den reinen Symbolwert der Kapitel Landschaften + L�nder und Pers�nlichkeiten. Ich m�chte weder einem Volk, einem Land, noch einer Person zu nahe treten. Deshalb betone ich, da� in keinem Falle ein erw�hntes Land oder eine Person mit einem bestimmten Mittel identifizierbar oder mit bestimmten Eigenschaften von Mitteln gleichzusetzen ist. Die Eintragung bedeutet lediglich, da� eine Person oder ein Land wiederholt in Tr�umen, Assoziationen oder speziellen Interessen von Patienten oder Pr�fern eine Rolle spielte. Die Zuordnung der tats�chlichen privaten Person oder einer ganzen Volksgruppe zu einem Arzneimittel wird hier ausdr�cklich ausgeschlossen und ist rein fiktiv.
Dasselbe gilt im Prinzip auch f�r die Eintragungen unter Musik, Namen, Spielfilme, Literatur, Situationen + Historisches sowie Pflanzen und Tiere.
Der Abschnitt Redensarten gibt typische Ausdrucksweisen des Mitteltyps wieder oder Spr�che, die symbolisch das Mittel charakterisieren.
Das Kapitel Substanz schlie�lich zeichnet interessante und symbolhafte Aspekte der Substanz selbst auf und umfa�t damit die Signatur der Substanz sowie ihr Vorkommen und ihre Verwendung in der Welt.
Im Kapitel Empfinden des Behandlers finden sich Hinweise zu h�ufig auftretenden (emotionalen) Reaktionen des Behandlers im Kontakt mit dem Patienten und einige Anamnesefragen, die sich als geeignet erwiesen haben f�r die Differentialdiagnose. Im Abschnitt Erl�sung + Heilung sind m�gliche L�sungen der hom�opathischen Behandlung bzw. positive Qualit�ten der Arzneimittel als entwickelte und integrierte seelische Anteile verzeichnet.
Au�erdem finden sich in diesem Teil Bez�ge zu anderen Arzneimitteln (Vergleichsmittel, Komplement�rmittel, Antidote) und Zuordnungen zu den klassischen Miasmen + Diathesen.
Dieses Zusatzinstrument erm�glicht die Auffindung aller �berhaupt im Buch vorkommenden Begriffe und Eigennamen (ausgenommen F�llw�rter wie �und�, �ist�, �zu� und zu h�ufig vorkommende Begriffe wie �morgens�). Es sind jeweils alle Fundstellen aufgef�hrt, wo dieser Begriff vorkommt. Eine Schwierigkeit im Deutschen f�r die Erstellung und Benutzung eines brauchbaren Stichwortverzeichnisses sind die verschiedenen grammatikalischen Formen (Beugeformen, Plurale usw.) von Verben, Adjektiven oder Substantiven. Ich habe daher in m�hevoller Kleinarbeit alle in den Rubriken gebeugt vorkommenden Begriffe f�r das Stichwortverzeichnis in ihre grammatikalische Grundform zur�ckgef�hrt (Infinitiv bei Verben, m�nnlicher Singular bei Adjektiven und Substantiven). Der Leser m�ge dies beachten und bei bestimmten h�ufigen Flexionen (beispielsweise �getan�) auch unter der Stammform des Worts nachschlagen (�tun�).
Beispiele
Gegenst�nde gl�nzten und seien zu hell, Tg. � Gegenstand / gl�nzen / hell
Ohren werden abgeschnitten � Ohr / abschneiden
Symptome (Rubriken) wurden weitestgehend nach folgendem Schema formuliert: der f�r das Symptom charakteristische oder leitende (Symbol-)Begriff, der das Auff�llige, Sonderbare oder Ungew�hnliche markiert, steht am Anfang und bildet damit die alphabetische Position:
gro�e Beweglichkeit � Beweglichkeit, gro�e
Verlangen nach Anerkennung � Anerkennung, V.n.
Wahnidee, er sehe (ein) Messer � Messer, sieht, Tg.
Um Rubriken m�glichst leicht wiederfinden zu k�nnen und um verschieden formulierte, aber inhaltlich identische Rubriken zu vermeiden, sind manche Eintragungen etwas anders formuliert als in der Symbolischen Materia Medica. Die Formulierungsunterschiede betreffen aber zumeist nur die Wortstellung, nicht die Wortwahl.
Was die benutzten Vokabeln anbelangt, so orientiert sich die Formulierung m�glichst nahe an der in der Quelle ge�u�erten Begrifflichkeit (entsprechend der Forderung Hahnemanns, Aussagen in den �n�mlichen Worten des Patienten� aufzunehmen � eine sehr wichtige Forderung). Dabei soll es in diesem Repertorium keine Tabus geben und auch Fluchworte oder Slangausdr�cke verwendet werden, sofern die Ausdr�cke allgemein �blich und nicht verletzend f�r bestimmte Personen sind.
In der grammatikalischen Benutzung der m�nnlichen oder weiblichen Form wurde meist die m�nnliche Form als die k�rzere und gewohntere Form gew�hlt. Dies soll aber keinesfalls eine Diskriminierung der weiblichen Form bedeuten, sondern lediglich ein m�glichst einheitliches Lesebild bewirken.
Manche Rubriken verweisen direkt auf synonyme Rubriken, um Doppelteintragungen zu vermeiden und enthalten keine eigenen Mittel. Jedoch k�nnen einzelne Eintragungen in verschiedenen Kapiteln (bsp. in den Kapiteln Gem�t, Kinder, Themen) mehrmals vorhanden sein, wenn dies sinnvoll erscheint.
Neu in dieser Auflage des Repertoriums sind viele zus�tzliche Querverweise, die auf �hnliche Rubriken hinweisen, entweder im selben Kapitel, oder auch in anderen Kapiteln. Sinn und Ziel dieser Arbeit ist nicht nur, m�glichst viele Ideen und Anregungen zu bieten, welche anderen Rubriken zum Vergleich herangezogen werden k�nnen, sondern ein begriffliches Netzwerk zu schaffen, das dem Grundprinzip des �Analogon� � der �hnlichkeit unmittelbar Ausdruck verleiht und das Symbol in den Mittelpunkt stellt.
aSynonymrubrik (siehe Rubrik X)
FVergleichsrubrik
{Kap} Rubrik in anderem Kapitel (Abk�rzung des Kapitels)
Die Notierung der Arzneimittel erfolgt mittels der in Repertorien allgemein �blichen Weise durch Abk�rzungen der Arzneimittel. Sie sind im Abschnitt Arzneimittelverzeichnis (Seiten 25 ff.) aufgelistet. Dabei habe ich die Abk�rzungen ohne den sonst �blichen Abk�rzungspunkt notiert, da ich diesen f�r �berfl�ssig und eher st�rend halte.
Ma�stab f�r die Abk�rzung selbst ist das Synthesis, das den umfassendsten Bestand an Arzneimitteln enth�lt und auch darin als heutiger Standard gilt. Bei neuen Arzneien, die dort nicht enthalten sind, habe ich eine eigene Abk�rzung gew�hlt.
Die unterschiedliche Bewertung von Eintragungen erfolgt anhand der �blichen vierstufigen Einteilung. Prim�res Kriterium der damit einhergehenden Unterscheidung der Wichtigkeit von Symptomen ist weniger ihre Bew�hrtheit und H�ufigkeit in Pr�fungen, als mehr die Frage, wie wichtig das Ph�nomen ist im Gesamtzusammenhang des Arzneimittelbildes. Es mu� daher darauf hingewiesen werden, da� es sich bei den Bewertungen nicht um streng gefa�te Wertigkeiten (i.S. Kents) handelt. Wo Eintragungen aus den Standardrepertorien (Kent, Synthesis, Synthetisches Repertorium) �bernommen wurden, habe ich die Wertigkeit zumeist beibehalten, in seltenen F�llen verst�rkt, in keinem Falle vermindert. Ansonsten liegen den Bewertungen folgende Kriterien zugrunde:
� die Eintragung ist in Pr�fungen/an Patienten geh�uft aufgetreten und hat sich als entsprechend gesichert erwiesen (klassisches Kriterium)
Bsp.: Pflock, G.v. ist bei Anacardium h�ufig und gesichert
� und/oder sie erscheint als Symptom des betreffenden AMB besonders wichtig und zentral (nach Aussage der Quelle bzw. ansonsten eigener Einsch�tzung)
Bsp.: Enge, G.v. ist bei Lachesis sehr zentral
� und/oder sie erscheint als Symbol f�r das AMB besonders treffend und typisch (ebenfalls nach Aussage der Quelle bzw. eigener Einsch�tzung)
Bsp.: "Rundes" ist bei Calcium Carb. sehr treffend als Symbol
Die Wertigkeiten sind aus diesen Gr�nden und nach diesen Kriterien nicht fix und unver�nderbar. Ganz im Gegenteil ist sogar zu erwarten, da� es dort Ver�nderungen geben wird. Auch hier bin ich auf die Mithilfe und Erfahrung von Kollegen angewiesen und bitte um Hinweise.
1-wertig Normaldruck
Aus Gr�nden der Platzersparnis und �bersichtlichkeit werden bei bestimmten in der Hom�opathie st�ndig wiederkehrende Formulierungen Abk�rzungen verwendet. Einige davon sind in der Notierung hom�opathischer Schriften �blich und bekannt, ein paar weitere zus�tzliche sind leicht zu verstehen und zu erlernen:
A.g. Abneigung gegen
A.v. Angst vor
agg. schlechter durch (aggravates)
amel. besser durch (ameliorates)
e.g. empfindlich gegen
F.v. Folge von
f.z. f�hig zu
G.v. Gef�hl von (�als-ob�)
M.a. Mangel an
N.z. Neigung zu
Tg. T�uschung (Wahnidee)
uf.z. unf�hig zu
Uv. Unvertr�glichkeit
V.n. Verlangen nach
vs. versus (gegen�ber)
< schlechter durch
> besser durch
#> nicht besser durch
Zwar liegt nat�rlich jeder einzelnen Eintragung eine bestimmte identifizierbare Quelle zugrunde, doch wurde aus Platzgr�nden auf einzelne Quellenangaben bei den Mitteleintragungen verzichtet. Die verwendeten Quellen f�r verschiedene und f�r einzelne Arzneimittel finden Sie im Anhang im Quellenverzeichnis. Bei einzelnen Eintragungen gibt der Autor auch gerne Auskunft �ber verwendete Quellen.
Es gibt zwei gro�e Gruppen von Quellen. Die erste Gruppe umfa�t Allgemeine Quellen, d.h. Standardwerke und arzneimittel�bergreifende Literatur der alten und neueren Hom�opathie, d.h. Arzneimittellehren und Repertorien sowie einige andere Werke, aus denen Ph�nomene und Symptome zu vielen Mitteln entnommen sind.
Die zweite Gruppe von Quellen sind spezielle Quellen f�r jeweils ein bestimmtes Arzneimittel. Diese Quellen gehen auf Pr�fungsaufzeichnungen, Vortr�ge und Artikel zur�ck, die entweder in schriftlicher Form oder als Cassettenaufzeichnungen vorlagen. F�r Leser, die sich mit einem Arzneimittel intensiver auseinandersetzen m�chten, empfehle ich besonders die Cassettenvortr�ge und Artikel, f�r die ich im folgenden die Bezugsquellen nenne. In der Quellenangabe ist die Cassetten-Nummer meist mit angegeben.
Bezugsquellen f�r Vortr�ge/Artikel
1. Cassettenvortr�ge der Boller Hom�opathiewoche:
Die Eintragung der Cassette (Bestellnummer) besteht hier aus einer Typenkennzeichnung (AMB, AMP, MMS) und einer rein numerischen Bestellnummer. Bsp.: AMB 1 / 9612
Sie erhalten diese Cassetten bei:
Boller Hom�opathiewoche, Frau Evelyn Gerloch, Postfach 1107, 73087 Boll
2. Cassettenvortr�ge des Verlags Hom�opathie+Symbol:
Die Eintragung der Cassetten ist hier durch eine alphanumerische Bestellnummer gekennzeichnet: Bsp.: HF-9601
Diese Cassetten sind direkt �ber uns erh�ltlich (siehe auch Anhang)
3. "Hom�opathische Einblicke"
Heftnummer und Seite sind in der Quelle angegeben.
Verlag Medizinisches Forum, Hans-J�rgen Achtzehn
Mommsenstra�e 55, 10629 Berlin, Tel. 030 / 786 6022
(1) Sheldrake, Rupert: Das sch�pferische Universum.
(2) Dethlefsen, Thorwald: Schicksal als Chance. 1987.
(3) Dethlefsen, Thorwald; Dahlke, R�diger: Krankheit als Weg. 1992.