Arzneigruppe des Monats: Nosoden (Mikroben) & Pilze

Zwischen Wachstum und Vergänglichkeit

Alphabetische Übersicht aller Titel

Agaricus, Amanita panth., Anthracinum, Aspergillus, Bacillinum, Bovist, Calculus renalis, Candida, Carcinosinum, Cordyceps, Cyclosporinum, Darmnosoden, Diphtherinum, Fusarium, Gyromitra, HIV-Nosode, Luesinum, Lyssinum, Malaria, Medorrhinum, Morbillinum, Nectria dit., Penicillium, Pertussinum, Pestinum, Phallus impud., Piptoporus bet., Polyporus, Psorinum, Pyrogenium, Scarlatinum, Secale, Syphilinum, Szirrhinum, Tuberculinum, Ustilago, Vaccininum u. a.

Kürzere Tage, längere und kältere Nächte und zunehmend feucht-nebliges Zwielicht - der Sommer ist vorüber! Das letzte Aufleuchten bunter Blätter-Farben und der modrige Geruch des Herbstes kündigen den nahenden Winter an und verweisen auf Untergang, Verwesung und Tod. Eine Zeit des Übergangs, der Zwischenwelten, des metabolischen Abbaus - Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens und seiner Schönheit, doch zugleich auch Verheißung auf eine (spätere) Wiederkehr.

Bei diesem permanenten Entstehen und Vergehen von allem Lebendigen sind, insbesondere im Übergang in andere Daseinsformen, die allerkleinsten und doch überlebensfähigsten Wesen unseres Planeten maßgeblich und ganz unmittelbar beteiligt: Viren, Bakterien, größere Mikroben und - gerade im Herbst besonders sichtbar - das sehr eigentümliche Reich der Pilze. Diese oft winzigen Lebewesen vollziehen die Zersetzung des Gewesenen (Ver-wesung) und stehen somit im Kreislauf der Natur nicht nur für Krankheit und Leid, sondern auch für die Unendlichkeit des Metabolismus, als eine Grundvoraussetzung des Lebens - Werden und Vergehen - Vergehen und Werden...

PILZE

Unter diesen für den Kreislauf des Lebens so wichtigen Lebewesen nehmen die Pilze eine ganz besondere Stellung ein. Ähnlich dem feucht-kühlen Herbst als "Übergangs-" und "Wechseljahreszeit" gehören auch die Pilze weder zu den Pflanzen, noch zu den Tieren, sondern bilden eine eigene, oft verborgene "Zwischenwelt". Aus ihrer reichen Vielfalt haben wir einen großen Teil erst in den letzten Jahrzehnten als homöopathische Arzneien kennengelernt. 

Wenn man an Pilze denkt, kommen einem meist nur die Fruchtkörper mit ihren verschiedenartigen Hüten in den Sinn. Dabei handelt er sich jedoch nur um einen kleinen Teil des gesamten Organismus. Der weit größere Teil liegt für unsere Augen verborgen im Waldboden. Dort erstreckt sich ein gewaltiges Netzwerk aus Pilzfäden. Und dort finden wir - ebenfalls unsichtbar - auch eine Vielzahl an Mikroben, Bakterien und anderen Kleinstlebewesen, die untereinander und zusammen mit den größeren Lebewesen, wie Bäumen und Waldtieren einen riesigen Symbiose-Verbund bilden, ohne den es das "Ökosystem Wald" nicht geben würde. Sie sind am Aufbau des Systems und an der Verwesung gleichermaßen beteiligt.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass auch die homöopathischen Arzneien dieser Familien mit Zwielicht, mit dem Verborgenen, dem Unsichtbaren, aber auch mit Vernetzung und Symbiose zu tun haben. Pilzarzneien thematisieren zwischenmenschliche Beziehungen, vor allem (vermeintlich) parasitäre Beziehungen mit einseitigen Abhängigkeiten. Betrachtet man jedoch die symbiotische Beziehung in der Natur, sollte man die starren "Bilder", die wir von Täter und Opfer haben, sicher einmal mehr hinterfragen...

Gerade bei der Täter-Opfer-Frage liegt viel im Dunkeln, im Verborgenen - ein weiteres Schwerpunktthema der Pilzarzneien. Unsichtbar für das menschliche Auge spannen die Pilzfäden im Boden ein Netz, das sich zum Teil über mehrere Hektar Waldboden erstreckt. Einige Pilzarten sind zudem giftig und die Gifte enthalten z. B. bei Agaricus muscarius bewusstseinserweiternde Substanzen, die als Rauschmittel eingesetzt werden. Viele Patienten, die einen Pilz als homöopathisches Mittel benötigen, kommen deshalb nicht nur mit ihren Schattenseiten in Kontakt, vielmehr sind sie häufig medial veranlagt und sehen oder fühlen mehr als andere Menschen. Oft werden sie für diese Gabe verlacht, da Übersinnliches in unserer modernen Welt kaum noch Raum hat. Da sie zugleich sehr naturverbunden und den hohen Ansprüchen sowie der Geschwindigkeit unserer Leistungsgesellschaft kaum gewachsen sind, wird gerade Agaricus häufig mit den typischen Symptomen, wie Ticks, Sprachstörungen, albernem Verhalten oder Aufmerksamkeitsstörungen auffällig.

Eine (Rück)Besinnung auf das Wesentliche - das für die Augen unsichtbar ist und mit dem Herzen gesehen werden kann - ist sowohl für diese Patienten ein heilsamer Weg als auch wünschenswert für unsere Gesellschaft...

NOSODEN

"Wer möchte, dass die Welt bleibt wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt" (U-Bahn-Spruch) 

Nosoden (Arzneien aus Krankheitsprodukten) werden in der Homöopathie konstitutionell, miasmatisch oder als Zwischenmittel eingesetzt. Ihre Arzneimittelbilder sind durch die Erreger und Auswirkungen ihrer Krankheit gekennzeichnet und durch die Zeitumstände, als sie erstmals epidemisch in Erscheinung traten. Unter einer Vielzahl bekannter Nosoden sind die sogenannten Erbnosoden eng mit den bekannten Miasmen verbunden. Sie stammen von den Krankheitsprodukten (Gewebe und Erreger) der prototypischen miasmatischen Krankheit ab: 

  • PSORA: Psorinum aus Krätze. Die Psora (Krätze-Miasma) gilt als Urübel allen Siechtums. Ihre Nosode Psorinum ist von Hautirritationen geprägt. Der Patient kann den Eindruck mangelnder Hygiene erwecken und fühlt sich verzweifelt, hoffnungslos, sündig und schuldig. 
  • SYKOSE: Medorrhinum aus Gonorrhoe. Bei Medorrhinum steht die horizontale Spaltung zwischen zuviel und zuwenig im Vordergrund. So gibt es den hypertonen (hypertrophen) oder hypotonen Exzess.
  • SYPHILINIE: Luesinum aus Syphilis. Wie gehen wir mit Destruktivität um? Der Syphilitiker stellt sich über andere, um sich vor Angriffen zu schützen. Voller Sehnsucht nach Wahrheit empfindet er das Leben dennoch als furchtbar und sinnlos. Heilung geschieht, wenn der Syphilitiker Kontakt zu seiner Gefühlsebene bekommt.
  • TUBERKULINIE: Tuberculinum aus Tuberkulose. Tuberkuliniker sind geprägt von Rastlosigkeit, der Angst vor Langeweile, der Sorge, etwas zu verpassen, dem Gefühl, die Zeit gegen sich zu haben. Für Tuberculinum ist das Leben zu kurz, um es in öden Routinen versanden zu lassen. Es möchte anders sein als die anderen, anders als die fade Norm.
  • CARCINOGENIE: Carcinosinum aus Karzinomen

Carcinosinum ist in den Rubriken "Beschwerden durch" stark vertreten. Der Mensch verausgabt sich für andere und übergeht dabei ihre eigenen Bedürfnisse. Eine Carcinosinum-Kernverletzung besteht darin, nicht gesehen zu werden.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Nosoden, die von Homöopathen anhand der Ähnlichkeitsbeziehung zur Symptomatik, aber auch unter Beachtung des beim Patienten vorherrschenden Miasmas, oftmals als Zwischenmittel verabreicht werden, um die hereditäre und systemische Basis der Krankheit schon an ihrer Wurzel tiefgreifend zu behandeln. Alle Nosoden haben auch ein eigenes geprüftes Arzneimittelbild. Sie sollten daher nicht schematisch, sondern immer nach Ähnlichkeit gegenüber dem Zustand des Patienten verschrieben werden. Nosoden wie Lyssinum (Tollwut), Scarlatinum (Scharlach) oder die HIV-Nosode sind oftmals noch wenig bekannt und/oder wurden erst in jüngerer Zeit erforscht.

Nosoden-Patienten sind Sankaran zufolge vom Gefühl geprägt, dass "etwas mit ihnen nicht stimmt". Die passenden Nosoden können dazu beitragen, diese tiefe Unstimmigkeit mit sich selbst zu heilen.

Mit Hans-Jürgen Achtzehn, Dr. Peter Patzak, Michael Antoni, Heidi Baatz, Jürgen Becker (†), Carmen Böhm, Jens Brambach, Witold Ehrler, Gabriela Eichhorn, Janne Ellenberger, Dr. Norbert Enders (†), Ralf Engelmann, Stephanie Engert, Raphael Galen, Dr. Jutta Gnaiger-Rathmanner, Dr. Friedrich P. Graf, Martina Große, Dr. Klaus Roman Hör, Dr. Ulrich Koch, Andreas Krüger, Arne Krüger, Falk Kuhfuhs, Dr. Beate Latour, Elke Martin, Ulrike Müller, Clementina Rabuffetti, Marion Rausch, Sara Riedel, Marco Riefer, Ravi Roy, Elaine Schlecht, Irmgard Schmitz (†), Roxana Tomic, Ewald Stöteler, Petra Thiele, Stefan Trittmann, Frans Vermeulen, Eckart von Seherr-Thohs (†), Irene Witzel u. v. m.

In unserer Vortrags- und Seminarauswahl des Monats haben wir Vorträge zu einzelnen Pilzen und Nosoden, aber auch Überblicksreferate und umfassende Seminare (Beispielsweise Frans Vermeulen, Homöopathische Sonntage, Carmen Böhm)



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Arzneigruppe des Monats: Nosoden (Mikroben) & Pilze

Zwischen Wachstum und Vergänglichkeit

Alphabetische Übersicht aller Titel

Agaricus, Amanita panth., Anthracinum, Aspergillus, Bacillinum, Bovist, Calculus renalis, Candida, Carcinosinum, Cordyceps, Cyclosporinum, Darmnosoden, Diphtherinum, Fusarium, Gyromitra, HIV-Nosode, Luesinum, Lyssinum, Malaria, Medorrhinum, Morbillinum, Nectria dit., Penicillium, Pertussinum, Pestinum, Phallus impud., Piptoporus bet., Polyporus, Psorinum, Pyrogenium, Scarlatinum, Secale, Syphilinum, Szirrhinum, Tuberculinum, Ustilago, Vaccininum u. a.

Kürzere Tage, längere und kältere Nächte und zunehmend feucht-nebliges Zwielicht - der Sommer ist vorüber! Das letzte Aufleuchten bunter Blätter-Farben und der modrige Geruch des Herbstes kündigen den nahenden Winter an und verweisen auf Untergang, Verwesung und Tod. Eine Zeit des Übergangs, der Zwischenwelten, des metabolischen Abbaus - Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens und seiner Schönheit, doch zugleich auch Verheißung auf eine (spätere) Wiederkehr.

Bei diesem permanenten Entstehen und Vergehen von allem Lebendigen sind, insbesondere im Übergang in andere Daseinsformen, die allerkleinsten und doch überlebensfähigsten Wesen unseres Planeten maßgeblich und ganz unmittelbar beteiligt: Viren, Bakterien, größere Mikroben und - gerade im Herbst besonders sichtbar - das sehr eigentümliche Reich der Pilze. Diese oft winzigen Lebewesen vollziehen die Zersetzung des Gewesenen (Ver-wesung) und stehen somit im Kreislauf der Natur nicht nur für Krankheit und Leid, sondern auch für die Unendlichkeit des Metabolismus, als eine Grundvoraussetzung des Lebens - Werden und Vergehen - Vergehen und Werden...

PILZE

Unter diesen für den Kreislauf des Lebens so wichtigen Lebewesen nehmen die Pilze eine ganz besondere Stellung ein. Ähnlich dem feucht-kühlen Herbst als "Übergangs-" und "Wechseljahreszeit" gehören auch die Pilze weder zu den Pflanzen, noch zu den Tieren, sondern bilden eine eigene, oft verborgene "Zwischenwelt". Aus ihrer reichen Vielfalt haben wir einen großen Teil erst in den letzten Jahrzehnten als homöopathische Arzneien kennengelernt. 

Wenn man an Pilze denkt, kommen einem meist nur die Fruchtkörper mit ihren verschiedenartigen Hüten in den Sinn. Dabei handelt er sich jedoch nur um einen kleinen Teil des gesamten Organismus. Der weit größere Teil liegt für unsere Augen verborgen im Waldboden. Dort erstreckt sich ein gewaltiges Netzwerk aus Pilzfäden. Und dort finden wir - ebenfalls unsichtbar - auch eine Vielzahl an Mikroben, Bakterien und anderen Kleinstlebewesen, die untereinander und zusammen mit den größeren Lebewesen, wie Bäumen und Waldtieren einen riesigen Symbiose-Verbund bilden, ohne den es das "Ökosystem Wald" nicht geben würde. Sie sind am Aufbau des Systems und an der Verwesung gleichermaßen beteiligt.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass auch die homöopathischen Arzneien dieser Familien mit Zwielicht, mit dem Verborgenen, dem Unsichtbaren, aber auch mit Vernetzung und Symbiose zu tun haben. Pilzarzneien thematisieren zwischenmenschliche Beziehungen, vor allem (vermeintlich) parasitäre Beziehungen mit einseitigen Abhängigkeiten. Betrachtet man jedoch die symbiotische Beziehung in der Natur, sollte man die starren "Bilder", die wir von Täter und Opfer haben, sicher einmal mehr hinterfragen...

Gerade bei der Täter-Opfer-Frage liegt viel im Dunkeln, im Verborgenen - ein weiteres Schwerpunktthema der Pilzarzneien. Unsichtbar für das menschliche Auge spannen die Pilzfäden im Boden ein Netz, das sich zum Teil über mehrere Hektar Waldboden erstreckt. Einige Pilzarten sind zudem giftig und die Gifte enthalten z. B. bei Agaricus muscarius bewusstseinserweiternde Substanzen, die als Rauschmittel eingesetzt werden. Viele Patienten, die einen Pilz als homöopathisches Mittel benötigen, kommen deshalb nicht nur mit ihren Schattenseiten in Kontakt, vielmehr sind sie häufig medial veranlagt und sehen oder fühlen mehr als andere Menschen. Oft werden sie für diese Gabe verlacht, da Übersinnliches in unserer modernen Welt kaum noch Raum hat. Da sie zugleich sehr naturverbunden und den hohen Ansprüchen sowie der Geschwindigkeit unserer Leistungsgesellschaft kaum gewachsen sind, wird gerade Agaricus häufig mit den typischen Symptomen, wie Ticks, Sprachstörungen, albernem Verhalten oder Aufmerksamkeitsstörungen auffällig.

Eine (Rück)Besinnung auf das Wesentliche - das für die Augen unsichtbar ist und mit dem Herzen gesehen werden kann - ist sowohl für diese Patienten ein heilsamer Weg als auch wünschenswert für unsere Gesellschaft...

NOSODEN

"Wer möchte, dass die Welt bleibt wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt" (U-Bahn-Spruch) 

Nosoden (Arzneien aus Krankheitsprodukten) werden in der Homöopathie konstitutionell, miasmatisch oder als Zwischenmittel eingesetzt. Ihre Arzneimittelbilder sind durch die Erreger und Auswirkungen ihrer Krankheit gekennzeichnet und durch die Zeitumstände, als sie erstmals epidemisch in Erscheinung traten. Unter einer Vielzahl bekannter Nosoden sind die sogenannten Erbnosoden eng mit den bekannten Miasmen verbunden. Sie stammen von den Krankheitsprodukten (Gewebe und Erreger) der prototypischen miasmatischen Krankheit ab: 

  • PSORA: Psorinum aus Krätze. Die Psora (Krätze-Miasma) gilt als Urübel allen Siechtums. Ihre Nosode Psorinum ist von Hautirritationen geprägt. Der Patient kann den Eindruck mangelnder Hygiene erwecken und fühlt sich verzweifelt, hoffnungslos, sündig und schuldig. 
  • SYKOSE: Medorrhinum aus Gonorrhoe. Bei Medorrhinum steht die horizontale Spaltung zwischen zuviel und zuwenig im Vordergrund. So gibt es den hypertonen (hypertrophen) oder hypotonen Exzess.
  • SYPHILINIE: Luesinum aus Syphilis. Wie gehen wir mit Destruktivität um? Der Syphilitiker stellt sich über andere, um sich vor Angriffen zu schützen. Voller Sehnsucht nach Wahrheit empfindet er das Leben dennoch als furchtbar und sinnlos. Heilung geschieht, wenn der Syphilitiker Kontakt zu seiner Gefühlsebene bekommt.
  • TUBERKULINIE: Tuberculinum aus Tuberkulose. Tuberkuliniker sind geprägt von Rastlosigkeit, der Angst vor Langeweile, der Sorge, etwas zu verpassen, dem Gefühl, die Zeit gegen sich zu haben. Für Tuberculinum ist das Leben zu kurz, um es in öden Routinen versanden zu lassen. Es möchte anders sein als die anderen, anders als die fade Norm.
  • CARCINOGENIE: Carcinosinum aus Karzinomen

Carcinosinum ist in den Rubriken "Beschwerden durch" stark vertreten. Der Mensch verausgabt sich für andere und übergeht dabei ihre eigenen Bedürfnisse. Eine Carcinosinum-Kernverletzung besteht darin, nicht gesehen zu werden.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Nosoden, die von Homöopathen anhand der Ähnlichkeitsbeziehung zur Symptomatik, aber auch unter Beachtung des beim Patienten vorherrschenden Miasmas, oftmals als Zwischenmittel verabreicht werden, um die hereditäre und systemische Basis der Krankheit schon an ihrer Wurzel tiefgreifend zu behandeln. Alle Nosoden haben auch ein eigenes geprüftes Arzneimittelbild. Sie sollten daher nicht schematisch, sondern immer nach Ähnlichkeit gegenüber dem Zustand des Patienten verschrieben werden. Nosoden wie Lyssinum (Tollwut), Scarlatinum (Scharlach) oder die HIV-Nosode sind oftmals noch wenig bekannt und/oder wurden erst in jüngerer Zeit erforscht.

Nosoden-Patienten sind Sankaran zufolge vom Gefühl geprägt, dass "etwas mit ihnen nicht stimmt". Die passenden Nosoden können dazu beitragen, diese tiefe Unstimmigkeit mit sich selbst zu heilen.

Mit Hans-Jürgen Achtzehn, Dr. Peter Patzak, Michael Antoni, Heidi Baatz, Jürgen Becker (†), Carmen Böhm, Jens Brambach, Witold Ehrler, Gabriela Eichhorn, Janne Ellenberger, Dr. Norbert Enders (†), Ralf Engelmann, Stephanie Engert, Raphael Galen, Dr. Jutta Gnaiger-Rathmanner, Dr. Friedrich P. Graf, Martina Große, Dr. Klaus Roman Hör, Dr. Ulrich Koch, Andreas Krüger, Arne Krüger, Falk Kuhfuhs, Dr. Beate Latour, Elke Martin, Ulrike Müller, Clementina Rabuffetti, Marion Rausch, Sara Riedel, Marco Riefer, Ravi Roy, Elaine Schlecht, Irmgard Schmitz (†), Roxana Tomic, Ewald Stöteler, Petra Thiele, Stefan Trittmann, Frans Vermeulen, Eckart von Seherr-Thohs (†), Irene Witzel u. v. m.

In unserer Vortrags- und Seminarauswahl des Monats haben wir Vorträge zu einzelnen Pilzen und Nosoden, aber auch Überblicksreferate und umfassende Seminare (Beispielsweise Frans Vermeulen, Homöopathische Sonntage, Carmen Böhm)

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Chronische Krankheiten, Erreger und Homöopathie. Kampf gegen Mikroben oder Stärkung des Milieus? Ein notwendiger Paradigmenwechsel in der Medizin
GS-212
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"Wir erleben mit Corona das Spiegelbild der Vernachlässigung des Immunsystems" Schon lange vor der Corona-Pandemie beherrschte ein Paradigma die akademische Medizin, das seit nunmehr 2 Jahren das gesamte menschliche Leben weltweit dominiert: Viren (und mikrobielle Erreger im Allgemeinen) seien die zentrale Ursache akuter Krankheiten und somit auch therapeutisch entscheidend....
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Klimakterische Vielfalt II. Arzneidifferenzierung und Strukturähnlichkeit. Hypertonie, Hysterektomie, Postmenopause, Inkontinenz, Gewichtszunahme, Schlafprobleme u. a.
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Klimakterische Vielfalt II. Arzneidifferenzierung und Strukturähnlichkeit. Hypertonie, Hysterektomie, Postmenopause, Inkontinenz, Gewichtszunahme, Schlafprobleme u. a.
Mit mehreren Stadien und jeweils unterschiedlichen Beschwerden bildet das Klimakterium eine komplexe Thematik. Die mit der Menopause einhergehenden Veränderungen, insbesondere der ovarial bedingten reduzierten Hormonproduktion , zeigen sich in vielfältigen Kombinationen charakteristischer Symptome . Schwerpunkthemen dieses zweiten Teils häufiger klimakterischer Beschwerden...
ab 89,00 € * 99,00 € (Regulärer Preis)
KS-1662
Carcinosinum und Orgasmusprobleme bei Frauen. Sich gehen lassen, um zu kommen!
HT-6308
Carcinosinum und Orgasmusprobleme bei Frauen. Sich gehen lassen, um zu kommen!
In ihrem wiederum sehr offenherzigen und freimütigen Vortrag (vgl. Phosphor : HT-577 ) widmet sich Jennifer Dahlenburg einem häufigen Anliegen von Frauen: Orgasmusprobleme . Carcinosin hat sich dabei als eine mögliche Arznei erwiesen, um zu einer erfüllteren Sexualität zu finden. Das Carcinosin-Grundproblem ist das Gefühl, allein durch Pflichterfüllung (und Selbstverzicht)...
5,90 € * 7,90 € (Regulärer Preis)
HT-6308
Vom Mangel zum Tanz der Gegensätze. Psorinum und Positronium
HT-6303
Vom Mangel zum Tanz der Gegensätze. Psorinum und Positronium
"Was mache ich mit der Meinung meines Gegenübers?" Diese gerade während der Corona-Pandemie zentrale Frage betrachtet Berit Julie Friz in ihrem Vortrag aus der Perspektive zweier Arzneien, die durch Mangelempfinden , innere Gegensätzlichkeit und Spaltungstendenz gekennzeichnet sind. Innere und äußere Spaltungen von Menschen werden in einer Zeit des vorgegebenen Mangels und...
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Klimakterische Vielfalt I. Arzneidifferenzierung und Strukturähnlichkeit. Hitze, Flushes, Labilität, Libidoverlust, Dyspareunie, Osteoporose u. a. Beschwerden
KS-1661
Klimakterische Vielfalt I. Arzneidifferenzierung und Strukturähnlichkeit. Hitze, Flushes, Labilität, Libidoverlust, Dyspareunie, Osteoporose u. a. Beschwerden
"Klimax (Höhepunkt): Auflehnung gegen den Abstieg" Obgleich das Klimakterium eine natürliche Umstellungsphase im Leben jeder Frau ist, so sind die "Wechseljahre" und das mit ihnen einhergehende Ende der Fruchtbarkeit (Menopause) nicht nur mit massiven Umstellungen der Hormonproduktion (v. a. Östrogen) verbunden, sondern bisweilen auch mit heftigen emotionalen Prozessen - und...
ab 119,00 € * 129,00 € (Regulärer Preis)
KS-1661
Hormonregulation. Die homöopathische Behandlung hormoneller Störungen. Nosoden, Sarkoden u. a. Arzneigruppen
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Hormonregulation. Die homöopathische Behandlung hormoneller Störungen. Nosoden, Sarkoden u. a. Arzneigruppen
Als regulatives System , das mittels verschiedener biochemischer Botenstoffe sowohl auf einzelne Zielorgane als auch auf den Gesamtorganismus einwirkt, entspricht das Endokrinum am deutlichsten der ganzheitlichen (holistischen) Struktur von Lebewesen. Für die ähnlich, nämlich ebenfalls ganzheitlich regulierende Wirkweise der Homöopathie ist dieses System daher besonders gut...
ab 89,00 € * 109,00 € (Regulärer Preis)
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Der Pilzweg II: Bovista. Um das Ich zu überwinden, muss man es erst haben.
HT-617
Der Pilzweg II: Bovista. Um das Ich zu überwinden, muss man es erst haben.
Andreas Krüger leitet den zweiten Tag dieser 61. Homöopathietage mit Bemerkungen zum verbreiteten Vorwurf ein, Homöopathie wirke lediglich als Placebo - gewissermaßen wie heiße Luft . In seinem zweiten Pilzvortrag dieses Wochenendes geht es dann ebenfalls um "heiße Luft": Bovista , der Riesenbovist , ist ein sehr eigentümlicher Pilz. Durch seine enorme Größe und die weiße...
6,90 € * 8,90 € (Regulärer Preis)
HT-617
Tuberculinum aviare & Gallus gallus. Das Huhn - im Gefängnis des Herzens.
HT-615
Tuberculinum aviare & Gallus gallus. Das Huhn - im Gefängnis des Herzens.
Dem Haushuhn (Gallus gallus) kommt heutzutage meist nur ein geringer "Wert" zu - ein lebenslang, oft in Massentierhaltung eingesperrtes "Nutztier". Vor langer Zeit war Gallus mal ein freier Vogel , wurde auch vom Mensch verehrt und gut behandelt. In evolutionären Urzeiten entstammt er sogar einem Dinosaurier - dem mächtigen Tyrannosaurus Rex ! Merkmale dieser bislang...
6,90 € * 8,90 € (Regulärer Preis)
HT-615
Der Pilzweg I: Agaricus. Sei gewahr, dass du ungetrennt bist!
HT-612
Der Pilzweg I: Agaricus. Sei gewahr, dass du ungetrennt bist!
Der Fliegenpilz gilt als magisches Tor in die Welt der Feen und Zwerge, Hobbits und Elfen. Agaricus muscarius , die homöopathische Entsprechung, ist auch eine häufige Arznei für Menschen, die unter einer besonderen Feinsinnigkeit leiden und meist schon als Kind Zugang zur magischen Welt hatten. In diesem ersten Pilz-Vortrag der 61. Berliner Homöopathietage stellt Andreas...
6,90 € * 8,90 € (Regulärer Preis)
HT-612
Medorrhinum. Leben in Extremen - zwischen Hedonismus und Unterdrückung
SO-278
Medorrhinum. Leben in Extremen - zwischen Hedonismus und Unterdrückung
"Die Lösung von Medorrhinum ist nicht die Welle, sondern die Stille danach" (Jens Brambach) Im gängigen Bild erscheint Medorrhinum meist laut, bunt und peinlich - ein Mensch, der sein Leben in vollen Zügen lebt, liebt und genießt, ein Hedonist auf ganzer Linie. Doch wäre die sykotische Nosode der doppelgestaltigen Tripper-Gonokokke kein großes Polychrest, gäbe es nicht auch...
19,00 € * 24,00 € (Regulärer Preis)
SO-278
Psorinum. Wenn's mich denn zu Tode juckt oder: Mein Gott, warum hast du mich verlassen?
HT-597
Psorinum. Wenn's mich denn zu Tode juckt oder: Mein Gott, warum hast du mich verlassen?
"Psorinum ist das Prinzip Hoffnung in der Homöopathie" Psorinum rettete ihm in den verzweifeltsten und dunkelsten Situationen wiederholt das Leben, bekennt Andreas Krüger einleitend zu seinem Vortrag über diese grundlegende Nosode . Solche Situationen können beispielsweise sein: Depression , Burn-out , Angst-Störungen , unerträgliche chronische Schmerzen oder unstillbarer...
6,90 € * 8,90 € (Regulärer Preis)
HT-597
Candida albicans. Der ungebetene Gast
HT-594
Candida albicans. Der ungebetene Gast
"Du bist nichts, Du hast nichts, Du hast keine Wahl" Candida albicans ist ein parasitärer Hefepilz , der bislang vor allem im Gebiet der Hygiene und Infektionsmedizin bekannt war. Am liebsten lässt er sich auf der feuchten Schleimhaut (Mund: Soor) und im Bindegewebe von Warmblütlern nieder. Wie ein ungebetener Gast ernährt er sich dann von der (überflüssigen) Substanz seines...
5,90 € * 7,90 € (Regulärer Preis)
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Luesinum. Wahnsinn, Destruktion und die Rache der Indianer
HT-591
Luesinum. Wahnsinn, Destruktion und die Rache der Indianer
"Es hat doch eh alles keinen Zweck" Luesinum - ein Mittel unserer Zeit ? Im einleitenden Vortrag zu den 59. Berliner Homöopathietagen beleuchtet Arne Krüger die Syphilis-Nosode und stellt zunächst die zugrundeliegende Krankheit vor. Sie kann, bis hin zum möglichen tödlichen Ende vier verschiedene Stadien durchlaufen, mit einer langsamen, aber kontinuierlichen Zerstörung von...
6,90 € * 8,90 € (Regulärer Preis)
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Alice im Wunderland. Eine Untersuchung aus homöopathisch-psychodynamischer Perspektive
BA-2191
Alice im Wunderland. Eine Untersuchung aus homöopathisch-psychodynamischer Perspektive
"Noch einmal Kind sein können, an einem schönen Sommertag..." (Lewis Carroll) Dr. Dieter Elendts Seminar ist eine phantasievolle homöopathische Exkursion ins Wunderland von Alice . Gesucht wird dort nach begründbaren Arzneien für Alice (und andere Figuren) dieser "wahn"witzigen Erzählung sowie für Lewis Carroll , ihren geistigen Vater und Autor . Ähnlich wie Michael Endes...
49,00 € * 59,00 € (Regulärer Preis)
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Autoimmunerkrankungen. Miasmatische Hintergründe und homöopathische Behandlung
KS-2186
Autoimmunerkrankungen. Miasmatische Hintergründe und homöopathische Behandlung
"Über Krankheiten zu reden bedeutet, über Ätiologie zu reden." Autoimmunerkrankungen wie Morbus Bechterew, Diabetes, Hashimoto Thyreoiditis, Multiple Sklerose oder Polyneuropathien sind eine ganz eigentümliche Gruppe systemisch generalisierter, schwerer chronischer Krankheiten, bei denen selbstzerstörerische Kräfte wirken, mit der Folge möglicher dauerhafter Schädigungen ....
ab 59,00 € * 69,00 € (Regulärer Preis)
KS-2186
Wer einmal lügt... Lügen und Lügner aus homöopathischer Sicht. Thuja, Morphinum, Veratrum album, Cannabis, Lac caninum
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Wer einmal lügt... Lügen und Lügner aus homöopathischer Sicht. Thuja, Morphinum, Veratrum album, Cannabis, Lac caninum
"Wir können uns das Leben schönlügen" (Ulrike Müller) Jeder Mensch lügt mal mehr, mal weniger oft. Wenn das vom Freund liebevoll gekochte Essen oder der neue Pullover der Freundin nicht den eigenen Geschmack trifft, helfen kleine "Notlügen" , den anderen nicht zu verletzen . Wer stets die Wahrheit sagt, ist kaum gesellschaftsfähig. Manche Menschen erfinden jedoch andauernd...
19,00 € * 24,00 € (Regulärer Preis)
SO-271
Homöopathie und adjuvante Verfahren bei Krebspatienten. Die homöopathische Behandlung von Krebs und anderen schweren Pathologien
AC-2184
Homöopathie und adjuvante Verfahren bei Krebspatienten. Die homöopathische Behandlung von Krebs und anderen schweren Pathologien
CD-Ausverkauf! CD-Version jetzt mit über 30% Rabatt! (Unter "Medium" auswählbar, nur solange Vorrat reicht! Als Download weiterhin erhältlich.) In seinem Beitrag zum Karlsruher Seminar berichtet Eckart von Seherr-Thohs über Erfahrungen mit Krebspatienten, die zugleich konventionell und homöopathisch behandelt werden, oftmals in fortgeschrittenen (metastasierten)...
ab 19,00 € * 32,00 € (Regulärer Preis)
AC-2184
Der Weg des Pilzes. Eine homöopathisch-schamanische Reise. Agaricus, Bovista, Psilocybe, Candida
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Der Weg des Pilzes. Eine homöopathisch-schamanische Reise. Agaricus, Bovista, Psilocybe, Candida
"Pilze zeigen keine andere Welt, sondern die ganze Welt" (Andreas Krüger) Vom Ethnopharmakologen und Bewusstseinsforscher Terence McKenna stammt die Hypothese, dass zahllos wiederholter Pilzgenuss unserer hominiden Vorfahren einen entscheidenden Einfluss bei der geistig-seelischen Entwicklung zum wissenden Menschen (Homo sapiens) hatte. Von ihm stammt auch der schöne Satz:...
49,00 € * 57,00 € (Regulärer Preis)
LH-218
Agaricus - Der Fliegenpilz. Mittler zwischen den Welten
BO-9101
Agaricus - Der Fliegenpilz. Mittler zwischen den Welten
Zwerge, Gnome, Drolliges und Tollpatschiges gehören ebenso in das Arzneibild von Agaricus wie Drogen, Rausch und fulminante, berserkerhafte Wutausbrüche . Viele Mythen ranken sich um den Fliegenpilz, der in den schamanischen Riten der nordischen Völker als Mittler zwischen den Welten gilt und zur Sphäre von Hexen und Magie gehört. Silvester und Fasching sind Feste, an denen...
ab 34,00 € * 39,00 € (Regulärer Preis)
BO-9101