Arzneigruppen des Monats: Solanales & Gentianales

Von den Asteranae zu den Ordnungen der Solanales und Gentianales

Die ASTERANAE (Subklasse aller asternähnlichen Pflanzen) stellen als riesige, enorm vielgestaltige, farblich und formlich bunt diversifizierte Pflanzengruppe die jüngste und höchste Stufe der pflanzlichen Evolution dar. Ihr Reich umfassen den größten Teil aller BLÜTENPFLANZEN, die in mannigfaltigen blumigen Formen auch unsere Gärten zieren. Als oberste evolutionäre Pflanzengruppe stehen sie auch in Scholtens homöopathischem Pflanzensystem auf der höchsten Stufe. Mit ihren Kennziffern 6-6 repräsentieren sie in doppelter Weise die Lanthanidenserie des Periodensystems.

Charakteristisch für Menschen mit homöopathischen Arzneien aus der Asteranae-Gruppe sind proaktives (statt reaktives) Handeln, Eigeninitiative und Eigenverantwortung. Sie möchten der Welt etwas geben (und nicht - wie niedrigere Stufen - vor allem nehmen bzw. bekommen). So gestalten sie die Welt meist gerne aktiv und kreativ mit. Dabei sind sie nachdenklich, fähig zur Reflexion und projiezieren weniger, da sie erkennen, dass Probleme im Grunde von innen, unter eigener Beteiligung, und nicht von außen kommen. Insofern sind sie auch unabhängiger von den Meinungen anderer und gehen eigenverantwortlich und autonom (Lanthanide) ihren Weg, doch nicht selten verbunden mit einem Gefühl, ein Einzelgänger oder gar Außenseiter zu sein, der nicht in die normale Gesellschaft passt.

Die Asteranae unterteilen sich wiederum in mehrere große Superordnungen (Caryophyllidae 66.3, Ericidae 66.4, Lamiidae 66.5 und Campunualidae 66.6), die zumeist mehrere Ordnungen des Pflanzenreichs umfassen. Die LAMIIDAE (Lippenblüterähnliche = 66.5) können aus homöopathischer Sicht als eine Gruppe betrachtet werden, bei der die Themen, Merkmale und Konflikte der Lanthanide (66) mit denen der Silberserie (5) verschmelzen: Spirituelle Autonomie und Unabhängigkeit verbinden sich im Wunsch, das eigene kreative (künstlerische, wissenschaftliche etc.) Potenzial selbstreflexiv darzustellen (Silber).

Sie möchten (öffentlich) in Erscheinung treten und als etwas Besonderes, gar Großartiges anerkannt und womöglich gar berühmt zu werden. Die silberbetonte Lanthanidenqualität gibt ihnen zugleich die Fähigkeit, eigene Bedürfnisse, Verhaltensweisen und Wünsche zu reflektieren. Lamiidae haben also hohe Ziele und möchten in ihrer Autonomie etwas Sinnvolles erreichen. Entsprechend haben sie Abneigung gegen Unterordnung, Beherrschung, Befehle und Zwang von außen.

Innerhalb der Lamiidae (665) bilden die beiden Ordnungen SOLANALES (Nachtschattenartige = 665.7) und GENTIANALES (Enzianartige = 665.2) zwei wichtige große Pflanzengruppierungen.

Wir möchten sie als Schwerpunkt unserer arzneipflanzlichen Auswahl im Monat September hervorheben, anhand von Vorträgen und Seminaren zu ihren bekannten und weniger bekannten Arzneien.

 

SOLANALES (Nachtschattenartige, Lamiidae Gruppe 7 = 3-665.70.00)

Themen

  • Solanum bedeutet: Schlaf, Tod, Bewusstseinsveränderung
  • Nachtschatten kommt von Nachtschaden = Alptraum
  • Bedrohlichkeit von Nacht und Dunkelheit
  • erwartet viele Arten von Gefahren, die sie nicht sehen können, eine Bedrohung, die nicht zu bewältigen ist, mit der Empfindung, die Bedrohung komme aus der Außenwelt (Beispiel Stramonium: Vorstellung, in einer Wildnis zu leben, wo wilde Tiere jeden Moment angreifen könnten)
  • Dunkle Gefahr aber auch von innen: unbewusste Welt mit unvorstellbaren Bedrohungen.
  • Empfindung, die eigene innere Welt mit ihren Impulsen nicht kontrollieren zu können.
  • Merkmal „Flucht oder Kampf
  • große innere Anspannung, die niemals Ruhe oder Frieden zulässt
  • dadurch Stimulation des Sympathikus und Lähmung des Parasympathikus

 

 „Die Solanales sind gewissermaßen die letzte Episode, bevor man wirklich Mensch wird und nicht mehr Opfer seiner eigenen Instinkte ist.“

 

Geist

  • Schüchtern, ängstlich.
  • Wut, Aggression; treten, schlagen, stampfen, kreischen, schreien, in Anfällen, Wutanfällen.
  • Delirium, schrecklich; Wahnsinn, Manie; Psychose, dummes schräges Verhalten.
  • Kein Kontakt mit der Außenwelt.
  • Begehren Liebe, aber können diejenige, die sie lieben, nicht einmal berühren.
  • Festhalten, Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit.
  • Beschwerden durch Verzauberung, gewaltsamen Terror, Verfolgung, Mord, Leben und Tod, getötet, Schlangen, schwarz und weiß, hell und dunkel, schwache oder abwesende Eltern.
  • Empfindlich, < Licht, Lärm und Berührung.
  • Auffällig, zeigen, wer sie sind.
  • Kampf- oder Fluchtreaktion, << Bedrohung.
  • Angst, Panik, Schreck: dunkel; hell; Wasser; Tod; angegriffen, getötet werden, < Thriller, Horrorfilme, Hitchcock.
  • Wahn: in Tiere verwandelt werden; vom Teufel besessen, dunkle Augen.
  • Träume: Tod; Tötung; Albtraum; Wasser; ihr Baby in kaltes Wasser tauchen; sexuell.

 

Allgemeines

  • Empfindung: heftig, plötzlich; platzen, platzen, pochen; explosiv, pulsierend, schießend, krampfhaft, ruckartig.
  • Wetter: < kalter Wind.
  • Zeit: < 23 Uhr, < Vollmond; Flut.
  • Verlangen: Fast Food: Kartoffeln, Ketchup.
  • Lebensmittel: < Tabak.
  • Schlaf: schlaflos < Vollmond.

 

Körper

  • Fieber; Stau, rot, heiß, trocken, glühend.
  • Nervös: Schlaganfall; Epilepsie, Krampfanfälle; Krämpfe, Chorea, Rucken.
  • Lunge: Asthma.
  • Herzklopfen; Puls schnell.

 

SOLANACEAE (Nachtschattengewächse 3-665.71.00)

Essenz

  • plötzliche, heftige, oft gewalttätige Ursachen, Todesgefahr
  • Furcht, Flucht
  • plötzliche + heftige Symptome

 

Themen

  • Kontrolle der eigenen Instinkte (Massimo Mangialavori). Nachtschattendrogen wurden in alten Zeiten verwendet, um Hemmungen loszulassenaußer Kontrolle zu geraten.
  • Bei Kindern, die weniger kompensieren, kommt die Wildheit leichter spontan zum Vorschein.
  • Erwachsene sind kontrollierter und unterdrückter. Der Patient spricht davon, seinen Zorn und seine Wut unter Kontrolle halten zu müssen.
  • Archetypen wie Dunkelheit, Wasser und wilde Tiere sind bei Nachtschattenpatienten projektiv auffällig (in Träumen, Ängsten, Halluzinationen, Visionen, insb. im Fieber)
  • „dunkle Seite“ wird unterdrückt, um sich in die Gesellschaft eingliedern zu können
  • fühlen sich zurückgewiesen oder vernachlässigt und sind darüber ziemlich verärgert
  • Empfindung, ihre Empörung nicht vollständig zum Ausdruck bringen zu können, da sie sonst das bisschen Unterstützung verlieren, die sie zu erhalten glauben.
  • können sich also schüchtern oder kontrolliert präsentieren, sitzen aber oft auf der Büchse der Pandora.

 

Körper

  • Kongestionen
  • hämmernde Kopfschmerzen
  • Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen

 

Wirkrichtung

  • parasympatholytisch
  • ungebremstes sympathisches Nervensystem, Kampf-oder-Flucht-Reaktion, „Wildheit“, schamloser Ausdruck
  • Gewalttätig und Kontrollverlust bei Kindern.
  • Nachtschatten bei Erwachsenen: oft überkontrolliert
  • gewalttätige Vorgeschichte
  • hat gelernt, die eigenen Reaktionen zu unterdrücken und zu kontrollieren. Kann daher u. U. emotional kalt wirken (Belladonna)
  • nervöse Ticks, Impulskontrollprobleme, Wutausbrüche usw. (Vergeblicher Versuch ihres Systems, die Dinge unter Kontrolle zu halten.)
  • Bleibt im Kopf (Intellekt) stecken, um Emotionen zu vermeiden.
  • Fragt sich ständig, warum etwas in der Vergangenheit passiert ist, grübelt über die Vergangenheit nach
  • Vermeidet das direkte Erleben von Gefühlen.
  • Trennung/Spaltung zwischen der dunklen (unbewussten) und der bewussten Seite. Nützlich für Patienten, die Schwierigkeiten haben, ihre „dunkle Seite“ in ihr tägliches Leben zu integrieren.
  • dunkle Seite entspricht ihren Gefühlen und Bedürfnisse, die sie in der Vergangenheit unterdrücken mussten, aus Angst, verlassen zu werden.

 

Ängste

  • vor der Dunkelheit (der eigenen dunklen Seite)
  • vor Hunden oder Tieren
  • vor Wasser (Symbol der Bewusstlosigkeit)

 

Charakteristik

  • Schüchterne Kleinkinder (DD Calcarea): wütende Seite zeigt sich in (Wut)Anfällen, Krampfanfällen, Alpträumen.
  • Häufig Infektionen mit hohem Fieber (DD Asteraceae) und mit Delirium.
  • Schaut die anderen an, erkennt sie aber nicht, kein Kontakt zur Außenwelt.
  • Oder das Gegenteil: Anklammern (Stramonium) oder Heimweh (Capsicum), Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit.
  • Sehnsucht nach Licht (aber zugleich Photophobie!)

 

Sankarans System

  • EMPFINDUNG: Gewalt, plötzlich, Spalten, Platzen, Bloßstellung, krampfhaft, zuckend, schießend, Schlaganfall, heftiger Terror, verfolgt, Mord, Leben und Tod, getötet, Schlangen. Thema von Schwarz und Weiß, Hell und Dunkel.
  • PASSIVE REAKTION: Anästhetikum, Benommenheit, Mangel an Reizbarkeit, Trägheit, Feigheit
  • AKTIVE REAKTION: Akutes Senese, Eile, Kreischen, Aufschrecken im Schlaf, Auffahren im Schlaf, Krämpfe, Flucht, Panik, Wut, Kampf oder Fluchtreaktion
  • KOMPENSATION: Mut angesichts der Gefahr.

 

Merkmale von Nachtschattengewächsen
(die vorhanden sein sollten, um an eine Solanacee zu denken):

1. Heftigkeit oder Gewalttätigkeit (Violence)

Probleme werden versucht auf gewalttätige Weise zu lösen, was nicht funktioniert (-> dissozial)

2. Plötzlichkeit (Suddenness)

Umschlagen in einen heftigen Zustand auf wenig oder gar keinen Auslöser

=> kein Vertrauen in die Gesellschaft, was immer ich tue, ich kriege plötzlich solche Emotionen

muss immer auf der Hut sein, was jetzt wieder kommt

also keine Solanaceen bei sich langsam anbahnenden Beschwerden oder die er schon ahnt

3. Angst vor Dunkelheit (Darkness)

denn da kann man seine Sinne nicht einsetzen, um die Umgebung zu kontrollieren,

außerdem sind da unheimliche Instanzen besonders aktiv

4. Kongestion, Stauung (Congestion)

das kann alles Mögliche sein, starker Blutstau, Entzündung, Durchfall usw.

5. Bedrohungsgefühl (Persecution)

nicht nur durch reale Dinge, sondern auch dunkle Mächte; kein Urvertrauen in die Umgebung

6. Wasser: faszinierend oder bedrohlich (Water)

immer Angst vor dem Schwimmen, wenn Grund unsichtbar, dunkel, unerforscht; Haie faszinieren

7. Photophobie (Photophobia)

Empfindlich gegen Discoflimmern, Comicsequenzen; auch bei Hitzschlag und Sonnenstich

8. Eifersucht (Jealousy)

soweit die Substanzen Solanin enthalten

 

Folge von:

Oft Traumen, Psychotraumen, Unfälle, Trennung von den Eltern, Gewalt im Elternhaus, plötzliche Isolation, Waisenhaus, Schreck, Notsectio

 

Solanaceae-Pflanzen / Arzneien:

Belladonna, Capsicum, Dulcamara, Hyoscyamus, Mandragora, Solanum tuberosum (Kartoffel), Solanum lycopersicum (Tomate), Solanum nigrum, Stramonium, Tabacum

 

 

Gruppe 2 – GENTIANALES (Enzianartige, 3-665.20.00)

In Phase 2 (Code 20) besteht trotz hohen Grades an vorhandener Unabhängigkeit und Autonomie (Lanthanidenqualität 66) eine Sehnsucht nach Zugehörigkeit zur Gruppe, der noch nicht erfüllt ist. Phase 2 ist nicht draußen, aber auch „noch nicht drin“. Es ist noch keine selbstverständliche Anerkennung für das eigene Werk vorhanden, der Respekt wird noch verweigert.

Entsprechend haben Gentianales den starken Wunsch, respektierter, bekannter und bewunderter zu sein und als jemand geachtet zu werden, der etwas Besonderes (insbesondere im Bereich von Kultur und Wissenschaft = Silberserie 5) geleistet hat, doch besteht das Gefühl, (zu) viel dafür tun zu müssen, übermäßig hart arbeiten, sich ständig anstrengen zu müssen. So wird ihr Streben leicht zum Kampf und zum Krampf und umso schlimmer, wenn Projekte scheitern.

 

Geist

  • Wut, < Demütigung, Verhöhnung, Ärger.
  • Traurigkeit, < Scheitern in den eigenen Bemühungen.

 

Allgemeines

  • Empfindung: Krämpfe.
  • Wetter: < kalt; > warme Anwendungen.
  • Physisch: > doppelt biegen; > Druck.

 

Körper

  • Nervös: Krämpfe, Konvulsionen; Neuralgie.
  • Gliedmaßen: Ischias.

 

Gruppe 22 = GELSEMIACEAE (3-665.22.00)

Gelsemium ist das einzige bekannte Mittel der Familie, mit dem typischen Leitsymptom Lampenfieber, was auf den Wunsch hinweist, gesehen zu werden, auf der Bühne zu stehen, in einem künstlerischen oder wissenschaftlichen Projekt aufzutreten. Gelsemium möchte gerne etwas Besonderes, etwas Kulturelles erreichen, ist aber unsicher und hat zugleich große Angst, zu scheitern.

 

Gruppe 23 = GENTIANACEAE (3-665.23.00)

Innerhalb der Lamiidae repräsentieren die „bitteren“ Enziangewächse die Phase 3 (unklares Verhältnis zur Gruppe, nicht ganz draußen zu sein, aber auch nicht wirklich drin (Phase 4) und somit keine klare Stellung in der Gruppe zu haben.

Symbolsituation (Scholten): "Von den Schwiegereltern nicht akzeptiert"

  • eigene familiäre Bezugsgruppe (Eltern des Partners/Partnerin) verweigert die Zugehörigkeit.
  • Typische Situation: Konflikt mit den Schwiegereltern, sich von ihnen nicht akzeptiert fühlen
  • Gefühl der Spaltung und Verwirrung, Loyalitätskonflikte, Trennung von einer Seite ist nicht wirklich möglich.
  • Diese Doublebind-Situation ist typisch für Phase 3 (DD Mineralien Bor und Aluminium).
  • Hauptthema: Zerrissenheit zwischen zwei gleich wichtigen Parteien
  • Wut des Außenseiters, die aber nicht ausgedrückt werden darf, sondern unterdrückt werden muss.
  • Kann nicht für sich selbst einstehen
  • fürchtet Konflikte, da er dabei entweder die eigene Familie oder den Ehepartner verlieren könnte (der typischste Loyalitätskonflikt in familiär stark angebundenen Partnerschaften)
  • Probleme mit der Verdauung, Leber und Gallenblase
  • Gallenblasenkolik als typisches Symptom bei Gentianaceae.
  • Gleichzeitig Wunsch, man selbst zu sein (66), ein eigenes Leben führen und eigene Entscheidungen treffen zu können: den Lebenspartner selbst aussuchen, sich nicht an familiäre Einschränkungen und Wünsche anpassen (typischer Konflikt in Ländern wie Indien, wo Eltern und Schwiegereltern bei der Ehepartnerwahl entscheidend mitreden).
  • Der Lanthanide-Aspekt lässt sie an ihren Entscheidungen festhalten, auch wenn diese zu Konflikten führen.
  • Gefühl, nicht gut genug zu sein
  • Gefühl, dass etwas mit ihm selbst nicht stimmt
  • Gefühl, dass andere ihren Wert nicht sehen, was sie tun können.
  • Spaltung. Liebt den Partner, aber nicht seine Familie. Auch der Partner ist zerrissen. So haben sie das Gefühl, dass nur die Hälfte ihres Partners zu ihnen gehört.

 

Geist

  • Wut, aufgestaut, unterdrückt.
  • Beleidigung durch Menschen, die sie nicht so akzeptieren, wie sie sind.
  • Niedrige Selbsteinschätzung.
  • Gesellschaftlich unangepasst.
  • Geringes Selbstbewusstsein.
  • Wahn: Krankheit, Tod, Schmerz.

 

Allgemeines

  • Empfindung, geschreddert, zerfetzt, zerrissen zu sein,
  • Empfindung von Einschnürung, Enge, Band.
  • Verlangen: bitter, Suppe, sauer, Gemüse; Fleisch, heißes Wasser

 

Körper

Fieber, Rausch, Kopfschmerzen, Drücken, Magen: > Trinken; Aufstoßen, > Druck, Sitzen, > Stuhlgang, Abdomen: Hernie. Rektum: plötzlicher Drang. Gliedmaßen: Arthritis. Haut: Erhebungen.

 

Familienmitglieder (Spezies / Arzneien)

Gentiana lutea (Stadium 8)

Gentiana cruciata (Stadium 14)

 

Gruppe 24 = LOGANIACEAE (3-665.24.00)

  • Spannung zwischen dem Gefühl, die eigene Position (in der Gruppe, Gesellschaft, insbesondere höheren sozialen Schichten) erst noch erarbeiten zu müssen, doch andererseits ein Recht darauf zu haben.
  • ehrgeizig, will Großes erreichen
  • hohe Ziele in Musik, Literatur, Wissenschaft oder Politik
  • will als etwas Besonderes angesehen werden
  • bemüht sich auf spastische, krampfhafte (typisches Merkmal der strychninhaltigen Loganiaceen wie Nux vomica, Ignatia etc.)
  • versuchen, Misserfolg um jeden Preis zu verhindern
  • fühlt sich am Boden zerstört, wenn es schief geht
  • gibt sich selbst die Schuld, wenn ein Projekt scheitert, eine Beziehung zerbricht oder ein Angehöriger stirbt.
  • Empfindet das Scheitern als persönliches Versagen, als Unzulänglichkeit

 

Geist

  • Perfektionismus
  • extravagant
  • Konkurrenzfähig, kämpfend, widersprüchlich, < Widerspruch, gegensätzlich.
  • Beschwerden durch Versagen; Wut, Empörung, Demütigung, Ärger, Ermahnung, Entehrung, Trost, stille Trauer, Tod von Eltern, Kindern oder Angehörigen, Hiobsbotschaft.
  • Hart und verkrampft arbeiten, diszipliniert, gestresst, „als würden sie ständig auf Zehenspitzen laufen“
  • Raffiniert, intelligent, idealistisch, spirituell orientiert.
  • Autonomie als hoher Anspruch. Muss sich frei fühlen und in der Lage sein, sein eigenes Leben zu führen.
  • Schock durch gebrochenes Vertrauen; verraten, im Stich gelassen werden; ungerecht behandelt, Versagen, Tod von Partner, Freunden und Verwandten.
  • Überempfindlich, überreizt, scharfe Wahrnehmung, < physische und emotionale Reize, < Licht, < Lärm, < Geruch.
  • Reizbarkeit, Kreischen, Heulen; Wut.
  • Schwierigkeiten, Emotionen auszudrücken: entweder verschlossen oder wütend, beleidigend, hysterisch.
  • Heiterkeit, Freude, Heiterkeit wechseln sich ab mit Verdrießlichkeit, Streit, Traurigkeit, Erschöpfung.
  • Wahnidee: ruiniert werden
  • Angst: Versagen, Stürze, Höhen; dunkel; allein; Räuber.
  • Beschwerden durch Enttäuschung; Täuschung; Verlust von Liebe, Verwandten, Freunden, Eltern, Geld, Stellung; < verletzte Ehre; seelischer Schock, Ausschweifung, geistige Anstrengung; Ermüdung; Ärger.

 

Allgemeines

  • Empfindung: Krampf; Schock, erschüttert; abgestürzt; in Stücke zerrissen; verwirrt.
  • Wetter: < kalt; < Freiluft, Zugluft, Wind; < aufdecken.
  • Zeit: < früher Morgen.
  • Lebensmittel: < Tabak, < Kaffee, Gewürze, Spirituosen, Drogen, Abführmittel, übermäßiges Essen.
  • Schlaf: < Schlafstörungen; < Gähnen.
  • Physisch: < Sitzen, sitzende Gewohnheiten; < berühren; < Druck, der Kleidung in der Taille.

 

Körper

  • Nervös: Krämpfe!!; Krämpfe, Schocks, Krämpfe, Tetanus; Katalepsie; Wasserkopf; Neuralgie; Lähmung; Krämpfe, Krampfneigung; Chorea, Neuralgie; Wundstarrkrampf.
  • Magen: Geschwüre, < Missbrauch von Kaffee, Zigaretten, Alkohol.

 

Familienmitglieder (Spezies / Arzneien)

Strychnos nux vomica (Stadium 8)
Strychnos ignatia / Ignatia amara (Stadium 9)
Spigelia anthelmia (Stadium 13)

 

Gruppe 26 = APOCYNOIDEAE (3-665.26.00)

Die Apocynoideae sind eine Unterfamilie in der Pflanzenfamilie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). In diese Unterfamilie gibt es einige Arten deren Sorten als Zierpflanzen verwendet werden. Die Arzneipflanzen selbst werden botanisch den Apocynaceae (Hundsgiftgewächsen) zugeordnet.

Apocynoideae haben ein Beziehungsproblem. Angst davor, einen herrschsüchtigen Ehemann zu wählen, und wählen folglich einen schwachen. Leider erfüllt sie das auch nicht, denn sie wollen unabhängig und autonom sein.

 

Mutter

  • Problem mit der Mutter: Mutter abwesend oder zu sehr mit Arbeit, Haushalt, Freunden, ihrem Ehemann oder ihren eigenen Krankheiten und Problemen beschäftigt (z. B. Alkoholikerin)
  • Mutter hat zu wenig Zeit; um Liebe, Liebkosungen, Aufmerksamkeit, Gespräche, Umarmungen oder Schutz zu geben.
  • Wunsch nach Kontakt mit der Mutter wird nicht erfüllt
  • einsames Gefühl, tiefe innere Traurigkeit
  • Andererseits kann die Mutter überpräsent sein: dominierend, sie in eine Richtung drängend, die sie für notwendig hält.

 

Liebe / Ehe

  • Liebesbeziehungen sehr wichtig
  • Extrovertiert, will eine gute Zeit mit dem Partner haben
  • gute Liebhaber, sinnlich und verführerisch (Don Juan)
  • liebevoll und geben viel, erwarten aber auch viel zurück, manchmal zu viel
  • Partner kann die Erwartungen oft nicht erfüllen ® Enttäuschung

 

Wettbewerb

  • wettbewerbsfähig, streben nach Erfolg, wollen die Besten sein und die besten Dinge haben.
  • Will mächtig, unabhängig und in der Lage sein, ihr eigenes Leben zu leben und sich selbst zu schützen
  • Kann die eigene Schwäche und Verwundbarkeit hinter einem Machtbild verbergen
  • Will sich von seiner besten Seite zeigen, um geschätzt und geliebt zu werden
  • haben gerne die besten Dinge (materialistisch, luxuriös), um andere zu beeindrucken
  • guter Geschmack, Sinn für Schönheit, Eleganz und Stil (Symbolpflanze: Oleander)
  • kultiviert und sprechen gerne über Wellness, Beauty, Kosmetik und Kleidung. Sie mögen ein leichtes Leben, in dem sie sich in vollen Zügen genießen können.

 

Ausgelassenheit

  • starkes Verlangen nach Freude und Spaß
  • will die Welt erkunden, die Schönheit und Wunder der Welt entdecken
  • kann sehr enthusiastisch sein, prahlen, lachen
  • kann sich wie ein Kind fühlen, herumspringen
  • emotional und leidenschaftlich
  • offen, kraftvoll, flexibel, fröhlich und glücklich
  • lachen, singen, tanzen und entspannen sich gerne.

 

Kampf

  • kann mit seiner expansiven Natur andere leicht dominieren
  • bei anderen Hass, Neid und Eifersucht hervorrufen
  • kann angegriffen werden, Gewalt, Grausamkeit, Unmenschlichkeit, Bosheit und unzivilisierte kriminelle Handlungen erfahren
  • Liebesbeziehungen können so leidenschaftlich sein, dass ein Verrat zu Gewalt führt.

 

Ausdehnung vs. Einengung

  • Empfindung von Verkrampfung, Einengung, zu viel auf kleinem Raum.
  • Fülle, Schwere, Druck: es ist zu viel.
  • Wassereinlagerungen: Ödeme, Aszites, allgemeine Ödeme, Hydrozephalus, Hydrothorax.

 

Geist

  • Ruhelosigkeit, Bewegungsdrang, Ungeduld, Eile, Fluchtdrang.
  • Euphorie, Heiterkeit, Ausgelassenheit, angeregt, anregend, Begeisterung.
  • Energie: müde, schläfrig, liegend, gelangweilt, Erschöpfung, Untergang, Stagnation, Benommenheit.
  • Weich, samtig, satiniert, bequem, sanft, vorsichtig.
  • Pflichtbewusst, verantwortungsbewusst, energisch, konzentriert, besorgt, hingebungsvoll, hingebungsvoll, ernsthaft.
  • Konzentrationsschwierigkeiten, Verwirrtheit, benebelt, dumpf, verträumt, gedankenverloren.
  • Fehler, schwer zu findende Worte, Missverständnisse, Fehler mit Sprache, Zahlen, Zeit.
  • Geist klar, offen, empfänglich, konzentriert, nachdenklich, entspannt.
  • Allein, einsam, traurig; Wunsch, zusammen zu sein, über persönliche Angelegenheiten zu sprechen, Emotionen und Objekte zu teilen.
  • Wunsch, allein zu sein, Abneigung gegen Gesellschaft, keine Kommunikation, unverbunden, unberührt, ungestört.
  • Wut, Beleidigung, mit schneller Reue; <<< allein gelassen, missachtet, ungeliebt.
  • Sinnlich, erotisch, liebevoll, lasziv, ehebrecherisch.
  • Angst: Krankheit, Tod.
  • Sehnsucht nach Wasser, Meer, Schwimmen.
  • Thema: Rohr, hohl, leer; Milch; Hund, gefährliche Freunde.
  • Beschwerden durch Meinungsverschiedenheiten, Gewalt, Wut.

 

Symbolisch typische Situationen

  • Mit Geschwistern um einen Ehemann streiten.
  • Kämpfe mit der Mutter um einen Ehemann.

 

Allgemein

  • Empfindung: Quetschen, Krampf, Ausdehnung, Explosion.
  • Typ: Sanguiniker.
  • Kaltes Wetter.
  • Schweiß: reichlich, kalt.
  • Schlaf: müde, schläfrig abwechselnd aufwachen.
  • Körperlich: ! > Dehnung; ! < leichte Reibung, Berührung; Lust auf Bewegung, > Massage, > Streicheln, < Heben, < Anstrengung.

 

Körper

  • Energie: Erschöpfung, zieht mich runter, müde, seufzend.
  • Schwindel: schwindelig, neblig.
  • Kopf: Stiche im linken Hinterhaupthorn und hinter dem Ohr, taub hinter der Stirn.
  • Augen: reißender Schmerz, Blinzeln, Druck hinter dem Auge.
  • Mund: bitterer Geschmack, Bläschen, zusammenziehendes Zahnfleisch.
  • Kehle: Klumpen, häufiges Räuspern und Kratzen.
  • Lunge: Asthma; Seufzen, Hyperventilation, schweres Atmen, Beklemmung in der Brust; Verlangen nach tiefem Atmen; pulmonale Hypertonie.
  • Herz (!!): stechende Schmerzen, linken Arm ausstrecken; Septumdefekte, Bluthochdruck.
  • Magen: Anziehen, Übelkeit, Aufstoßen; Erbrechen.
  • Abdomen: Zusammenziehen; Aszites; Leberprobleme, Pfortaderverstopfung, Zirrhose.
  • Harn: Nierenprobleme.
  • Gliedmaßen: Schmerzen, Stechen, rechtes Handgelenk, linker Arm, Arthritis; Krämpfe im Unterarm, Finger, Waden, Rücken > Dehnung.
  • Haut: Schnitte, Verbrennungen, Prellungen; Juckreiz, Stechen, Brennen, wie Nadeln; Alopezie.

 

Familienmitglieder (Spezies / Arzneien)

Strophanthus hispidus (Stadium 2)
Apocynum cannabinum (Stadium 6)
Nerium oleander / Oleander (Stadium 14)

 

Quellen

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Arzneigruppen des Monats: Solanales & Gentianales

Von den Asteranae zu den Ordnungen der Solanales und Gentianales

Die ASTERANAE (Subklasse aller asternähnlichen Pflanzen) stellen als riesige, enorm vielgestaltige, farblich und formlich bunt diversifizierte Pflanzengruppe die jüngste und höchste Stufe der pflanzlichen Evolution dar. Ihr Reich umfassen den größten Teil aller BLÜTENPFLANZEN, die in mannigfaltigen blumigen Formen auch unsere Gärten zieren. Als oberste evolutionäre Pflanzengruppe stehen sie auch in Scholtens homöopathischem Pflanzensystem auf der höchsten Stufe. Mit ihren Kennziffern 6-6 repräsentieren sie in doppelter Weise die Lanthanidenserie des Periodensystems.

Charakteristisch für Menschen mit homöopathischen Arzneien aus der Asteranae-Gruppe sind proaktives (statt reaktives) Handeln, Eigeninitiative und Eigenverantwortung. Sie möchten der Welt etwas geben (und nicht - wie niedrigere Stufen - vor allem nehmen bzw. bekommen). So gestalten sie die Welt meist gerne aktiv und kreativ mit. Dabei sind sie nachdenklich, fähig zur Reflexion und projiezieren weniger, da sie erkennen, dass Probleme im Grunde von innen, unter eigener Beteiligung, und nicht von außen kommen. Insofern sind sie auch unabhängiger von den Meinungen anderer und gehen eigenverantwortlich und autonom (Lanthanide) ihren Weg, doch nicht selten verbunden mit einem Gefühl, ein Einzelgänger oder gar Außenseiter zu sein, der nicht in die normale Gesellschaft passt.

Die Asteranae unterteilen sich wiederum in mehrere große Superordnungen (Caryophyllidae 66.3, Ericidae 66.4, Lamiidae 66.5 und Campunualidae 66.6), die zumeist mehrere Ordnungen des Pflanzenreichs umfassen. Die LAMIIDAE (Lippenblüterähnliche = 66.5) können aus homöopathischer Sicht als eine Gruppe betrachtet werden, bei der die Themen, Merkmale und Konflikte der Lanthanide (66) mit denen der Silberserie (5) verschmelzen: Spirituelle Autonomie und Unabhängigkeit verbinden sich im Wunsch, das eigene kreative (künstlerische, wissenschaftliche etc.) Potenzial selbstreflexiv darzustellen (Silber).

Sie möchten (öffentlich) in Erscheinung treten und als etwas Besonderes, gar Großartiges anerkannt und womöglich gar berühmt zu werden. Die silberbetonte Lanthanidenqualität gibt ihnen zugleich die Fähigkeit, eigene Bedürfnisse, Verhaltensweisen und Wünsche zu reflektieren. Lamiidae haben also hohe Ziele und möchten in ihrer Autonomie etwas Sinnvolles erreichen. Entsprechend haben sie Abneigung gegen Unterordnung, Beherrschung, Befehle und Zwang von außen.

Innerhalb der Lamiidae (665) bilden die beiden Ordnungen SOLANALES (Nachtschattenartige = 665.7) und GENTIANALES (Enzianartige = 665.2) zwei wichtige große Pflanzengruppierungen.

Wir möchten sie als Schwerpunkt unserer arzneipflanzlichen Auswahl im Monat September hervorheben, anhand von Vorträgen und Seminaren zu ihren bekannten und weniger bekannten Arzneien.

 

SOLANALES (Nachtschattenartige, Lamiidae Gruppe 7 = 3-665.70.00)

Themen

  • Solanum bedeutet: Schlaf, Tod, Bewusstseinsveränderung
  • Nachtschatten kommt von Nachtschaden = Alptraum
  • Bedrohlichkeit von Nacht und Dunkelheit
  • erwartet viele Arten von Gefahren, die sie nicht sehen können, eine Bedrohung, die nicht zu bewältigen ist, mit der Empfindung, die Bedrohung komme aus der Außenwelt (Beispiel Stramonium: Vorstellung, in einer Wildnis zu leben, wo wilde Tiere jeden Moment angreifen könnten)
  • Dunkle Gefahr aber auch von innen: unbewusste Welt mit unvorstellbaren Bedrohungen.
  • Empfindung, die eigene innere Welt mit ihren Impulsen nicht kontrollieren zu können.
  • Merkmal „Flucht oder Kampf
  • große innere Anspannung, die niemals Ruhe oder Frieden zulässt
  • dadurch Stimulation des Sympathikus und Lähmung des Parasympathikus

 

 „Die Solanales sind gewissermaßen die letzte Episode, bevor man wirklich Mensch wird und nicht mehr Opfer seiner eigenen Instinkte ist.“

 

Geist

  • Schüchtern, ängstlich.
  • Wut, Aggression; treten, schlagen, stampfen, kreischen, schreien, in Anfällen, Wutanfällen.
  • Delirium, schrecklich; Wahnsinn, Manie; Psychose, dummes schräges Verhalten.
  • Kein Kontakt mit der Außenwelt.
  • Begehren Liebe, aber können diejenige, die sie lieben, nicht einmal berühren.
  • Festhalten, Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit.
  • Beschwerden durch Verzauberung, gewaltsamen Terror, Verfolgung, Mord, Leben und Tod, getötet, Schlangen, schwarz und weiß, hell und dunkel, schwache oder abwesende Eltern.
  • Empfindlich, < Licht, Lärm und Berührung.
  • Auffällig, zeigen, wer sie sind.
  • Kampf- oder Fluchtreaktion, << Bedrohung.
  • Angst, Panik, Schreck: dunkel; hell; Wasser; Tod; angegriffen, getötet werden, < Thriller, Horrorfilme, Hitchcock.
  • Wahn: in Tiere verwandelt werden; vom Teufel besessen, dunkle Augen.
  • Träume: Tod; Tötung; Albtraum; Wasser; ihr Baby in kaltes Wasser tauchen; sexuell.

 

Allgemeines

  • Empfindung: heftig, plötzlich; platzen, platzen, pochen; explosiv, pulsierend, schießend, krampfhaft, ruckartig.
  • Wetter: < kalter Wind.
  • Zeit: < 23 Uhr, < Vollmond; Flut.
  • Verlangen: Fast Food: Kartoffeln, Ketchup.
  • Lebensmittel: < Tabak.
  • Schlaf: schlaflos < Vollmond.

 

Körper

  • Fieber; Stau, rot, heiß, trocken, glühend.
  • Nervös: Schlaganfall; Epilepsie, Krampfanfälle; Krämpfe, Chorea, Rucken.
  • Lunge: Asthma.
  • Herzklopfen; Puls schnell.

 

SOLANACEAE (Nachtschattengewächse 3-665.71.00)

Essenz

  • plötzliche, heftige, oft gewalttätige Ursachen, Todesgefahr
  • Furcht, Flucht
  • plötzliche + heftige Symptome

 

Themen

  • Kontrolle der eigenen Instinkte (Massimo Mangialavori). Nachtschattendrogen wurden in alten Zeiten verwendet, um Hemmungen loszulassenaußer Kontrolle zu geraten.
  • Bei Kindern, die weniger kompensieren, kommt die Wildheit leichter spontan zum Vorschein.
  • Erwachsene sind kontrollierter und unterdrückter. Der Patient spricht davon, seinen Zorn und seine Wut unter Kontrolle halten zu müssen.
  • Archetypen wie Dunkelheit, Wasser und wilde Tiere sind bei Nachtschattenpatienten projektiv auffällig (in Träumen, Ängsten, Halluzinationen, Visionen, insb. im Fieber)
  • „dunkle Seite“ wird unterdrückt, um sich in die Gesellschaft eingliedern zu können
  • fühlen sich zurückgewiesen oder vernachlässigt und sind darüber ziemlich verärgert
  • Empfindung, ihre Empörung nicht vollständig zum Ausdruck bringen zu können, da sie sonst das bisschen Unterstützung verlieren, die sie zu erhalten glauben.
  • können sich also schüchtern oder kontrolliert präsentieren, sitzen aber oft auf der Büchse der Pandora.

 

Körper

  • Kongestionen
  • hämmernde Kopfschmerzen
  • Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen

 

Wirkrichtung

  • parasympatholytisch
  • ungebremstes sympathisches Nervensystem, Kampf-oder-Flucht-Reaktion, „Wildheit“, schamloser Ausdruck
  • Gewalttätig und Kontrollverlust bei Kindern.
  • Nachtschatten bei Erwachsenen: oft überkontrolliert
  • gewalttätige Vorgeschichte
  • hat gelernt, die eigenen Reaktionen zu unterdrücken und zu kontrollieren. Kann daher u. U. emotional kalt wirken (Belladonna)
  • nervöse Ticks, Impulskontrollprobleme, Wutausbrüche usw. (Vergeblicher Versuch ihres Systems, die Dinge unter Kontrolle zu halten.)
  • Bleibt im Kopf (Intellekt) stecken, um Emotionen zu vermeiden.
  • Fragt sich ständig, warum etwas in der Vergangenheit passiert ist, grübelt über die Vergangenheit nach
  • Vermeidet das direkte Erleben von Gefühlen.
  • Trennung/Spaltung zwischen der dunklen (unbewussten) und der bewussten Seite. Nützlich für Patienten, die Schwierigkeiten haben, ihre „dunkle Seite“ in ihr tägliches Leben zu integrieren.
  • dunkle Seite entspricht ihren Gefühlen und Bedürfnisse, die sie in der Vergangenheit unterdrücken mussten, aus Angst, verlassen zu werden.

 

Ängste

  • vor der Dunkelheit (der eigenen dunklen Seite)
  • vor Hunden oder Tieren
  • vor Wasser (Symbol der Bewusstlosigkeit)

 

Charakteristik

  • Schüchterne Kleinkinder (DD Calcarea): wütende Seite zeigt sich in (Wut)Anfällen, Krampfanfällen, Alpträumen.
  • Häufig Infektionen mit hohem Fieber (DD Asteraceae) und mit Delirium.
  • Schaut die anderen an, erkennt sie aber nicht, kein Kontakt zur Außenwelt.
  • Oder das Gegenteil: Anklammern (Stramonium) oder Heimweh (Capsicum), Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit.
  • Sehnsucht nach Licht (aber zugleich Photophobie!)

 

Sankarans System

  • EMPFINDUNG: Gewalt, plötzlich, Spalten, Platzen, Bloßstellung, krampfhaft, zuckend, schießend, Schlaganfall, heftiger Terror, verfolgt, Mord, Leben und Tod, getötet, Schlangen. Thema von Schwarz und Weiß, Hell und Dunkel.
  • PASSIVE REAKTION: Anästhetikum, Benommenheit, Mangel an Reizbarkeit, Trägheit, Feigheit
  • AKTIVE REAKTION: Akutes Senese, Eile, Kreischen, Aufschrecken im Schlaf, Auffahren im Schlaf, Krämpfe, Flucht, Panik, Wut, Kampf oder Fluchtreaktion
  • KOMPENSATION: Mut angesichts der Gefahr.

 

Merkmale von Nachtschattengewächsen
(die vorhanden sein sollten, um an eine Solanacee zu denken):

1. Heftigkeit oder Gewalttätigkeit (Violence)

Probleme werden versucht auf gewalttätige Weise zu lösen, was nicht funktioniert (-> dissozial)

2. Plötzlichkeit (Suddenness)

Umschlagen in einen heftigen Zustand auf wenig oder gar keinen Auslöser

=> kein Vertrauen in die Gesellschaft, was immer ich tue, ich kriege plötzlich solche Emotionen

muss immer auf der Hut sein, was jetzt wieder kommt

also keine Solanaceen bei sich langsam anbahnenden Beschwerden oder die er schon ahnt

3. Angst vor Dunkelheit (Darkness)

denn da kann man seine Sinne nicht einsetzen, um die Umgebung zu kontrollieren,

außerdem sind da unheimliche Instanzen besonders aktiv

4. Kongestion, Stauung (Congestion)

das kann alles Mögliche sein, starker Blutstau, Entzündung, Durchfall usw.

5. Bedrohungsgefühl (Persecution)

nicht nur durch reale Dinge, sondern auch dunkle Mächte; kein Urvertrauen in die Umgebung

6. Wasser: faszinierend oder bedrohlich (Water)

immer Angst vor dem Schwimmen, wenn Grund unsichtbar, dunkel, unerforscht; Haie faszinieren

7. Photophobie (Photophobia)

Empfindlich gegen Discoflimmern, Comicsequenzen; auch bei Hitzschlag und Sonnenstich

8. Eifersucht (Jealousy)

soweit die Substanzen Solanin enthalten

 

Folge von:

Oft Traumen, Psychotraumen, Unfälle, Trennung von den Eltern, Gewalt im Elternhaus, plötzliche Isolation, Waisenhaus, Schreck, Notsectio

 

Solanaceae-Pflanzen / Arzneien:

Belladonna, Capsicum, Dulcamara, Hyoscyamus, Mandragora, Solanum tuberosum (Kartoffel), Solanum lycopersicum (Tomate), Solanum nigrum, Stramonium, Tabacum

 

 

Gruppe 2 – GENTIANALES (Enzianartige, 3-665.20.00)

In Phase 2 (Code 20) besteht trotz hohen Grades an vorhandener Unabhängigkeit und Autonomie (Lanthanidenqualität 66) eine Sehnsucht nach Zugehörigkeit zur Gruppe, der noch nicht erfüllt ist. Phase 2 ist nicht draußen, aber auch „noch nicht drin“. Es ist noch keine selbstverständliche Anerkennung für das eigene Werk vorhanden, der Respekt wird noch verweigert.

Entsprechend haben Gentianales den starken Wunsch, respektierter, bekannter und bewunderter zu sein und als jemand geachtet zu werden, der etwas Besonderes (insbesondere im Bereich von Kultur und Wissenschaft = Silberserie 5) geleistet hat, doch besteht das Gefühl, (zu) viel dafür tun zu müssen, übermäßig hart arbeiten, sich ständig anstrengen zu müssen. So wird ihr Streben leicht zum Kampf und zum Krampf und umso schlimmer, wenn Projekte scheitern.

 

Geist

  • Wut, < Demütigung, Verhöhnung, Ärger.
  • Traurigkeit, < Scheitern in den eigenen Bemühungen.

 

Allgemeines

  • Empfindung: Krämpfe.
  • Wetter: < kalt; > warme Anwendungen.
  • Physisch: > doppelt biegen; > Druck.

 

Körper

  • Nervös: Krämpfe, Konvulsionen; Neuralgie.
  • Gliedmaßen: Ischias.

 

Gruppe 22 = GELSEMIACEAE (3-665.22.00)

Gelsemium ist das einzige bekannte Mittel der Familie, mit dem typischen Leitsymptom Lampenfieber, was auf den Wunsch hinweist, gesehen zu werden, auf der Bühne zu stehen, in einem künstlerischen oder wissenschaftlichen Projekt aufzutreten. Gelsemium möchte gerne etwas Besonderes, etwas Kulturelles erreichen, ist aber unsicher und hat zugleich große Angst, zu scheitern.

 

Gruppe 23 = GENTIANACEAE (3-665.23.00)

Innerhalb der Lamiidae repräsentieren die „bitteren“ Enziangewächse die Phase 3 (unklares Verhältnis zur Gruppe, nicht ganz draußen zu sein, aber auch nicht wirklich drin (Phase 4) und somit keine klare Stellung in der Gruppe zu haben.

Symbolsituation (Scholten): "Von den Schwiegereltern nicht akzeptiert"

  • eigene familiäre Bezugsgruppe (Eltern des Partners/Partnerin) verweigert die Zugehörigkeit.
  • Typische Situation: Konflikt mit den Schwiegereltern, sich von ihnen nicht akzeptiert fühlen
  • Gefühl der Spaltung und Verwirrung, Loyalitätskonflikte, Trennung von einer Seite ist nicht wirklich möglich.
  • Diese Doublebind-Situation ist typisch für Phase 3 (DD Mineralien Bor und Aluminium).
  • Hauptthema: Zerrissenheit zwischen zwei gleich wichtigen Parteien
  • Wut des Außenseiters, die aber nicht ausgedrückt werden darf, sondern unterdrückt werden muss.
  • Kann nicht für sich selbst einstehen
  • fürchtet Konflikte, da er dabei entweder die eigene Familie oder den Ehepartner verlieren könnte (der typischste Loyalitätskonflikt in familiär stark angebundenen Partnerschaften)
  • Probleme mit der Verdauung, Leber und Gallenblase
  • Gallenblasenkolik als typisches Symptom bei Gentianaceae.
  • Gleichzeitig Wunsch, man selbst zu sein (66), ein eigenes Leben führen und eigene Entscheidungen treffen zu können: den Lebenspartner selbst aussuchen, sich nicht an familiäre Einschränkungen und Wünsche anpassen (typischer Konflikt in Ländern wie Indien, wo Eltern und Schwiegereltern bei der Ehepartnerwahl entscheidend mitreden).
  • Der Lanthanide-Aspekt lässt sie an ihren Entscheidungen festhalten, auch wenn diese zu Konflikten führen.
  • Gefühl, nicht gut genug zu sein
  • Gefühl, dass etwas mit ihm selbst nicht stimmt
  • Gefühl, dass andere ihren Wert nicht sehen, was sie tun können.
  • Spaltung. Liebt den Partner, aber nicht seine Familie. Auch der Partner ist zerrissen. So haben sie das Gefühl, dass nur die Hälfte ihres Partners zu ihnen gehört.

 

Geist

  • Wut, aufgestaut, unterdrückt.
  • Beleidigung durch Menschen, die sie nicht so akzeptieren, wie sie sind.
  • Niedrige Selbsteinschätzung.
  • Gesellschaftlich unangepasst.
  • Geringes Selbstbewusstsein.
  • Wahn: Krankheit, Tod, Schmerz.

 

Allgemeines

  • Empfindung, geschreddert, zerfetzt, zerrissen zu sein,
  • Empfindung von Einschnürung, Enge, Band.
  • Verlangen: bitter, Suppe, sauer, Gemüse; Fleisch, heißes Wasser

 

Körper

Fieber, Rausch, Kopfschmerzen, Drücken, Magen: > Trinken; Aufstoßen, > Druck, Sitzen, > Stuhlgang, Abdomen: Hernie. Rektum: plötzlicher Drang. Gliedmaßen: Arthritis. Haut: Erhebungen.

 

Familienmitglieder (Spezies / Arzneien)

Gentiana lutea (Stadium 8)

Gentiana cruciata (Stadium 14)

 

Gruppe 24 = LOGANIACEAE (3-665.24.00)

  • Spannung zwischen dem Gefühl, die eigene Position (in der Gruppe, Gesellschaft, insbesondere höheren sozialen Schichten) erst noch erarbeiten zu müssen, doch andererseits ein Recht darauf zu haben.
  • ehrgeizig, will Großes erreichen
  • hohe Ziele in Musik, Literatur, Wissenschaft oder Politik
  • will als etwas Besonderes angesehen werden
  • bemüht sich auf spastische, krampfhafte (typisches Merkmal der strychninhaltigen Loganiaceen wie Nux vomica, Ignatia etc.)
  • versuchen, Misserfolg um jeden Preis zu verhindern
  • fühlt sich am Boden zerstört, wenn es schief geht
  • gibt sich selbst die Schuld, wenn ein Projekt scheitert, eine Beziehung zerbricht oder ein Angehöriger stirbt.
  • Empfindet das Scheitern als persönliches Versagen, als Unzulänglichkeit

 

Geist

  • Perfektionismus
  • extravagant
  • Konkurrenzfähig, kämpfend, widersprüchlich, < Widerspruch, gegensätzlich.
  • Beschwerden durch Versagen; Wut, Empörung, Demütigung, Ärger, Ermahnung, Entehrung, Trost, stille Trauer, Tod von Eltern, Kindern oder Angehörigen, Hiobsbotschaft.
  • Hart und verkrampft arbeiten, diszipliniert, gestresst, „als würden sie ständig auf Zehenspitzen laufen“
  • Raffiniert, intelligent, idealistisch, spirituell orientiert.
  • Autonomie als hoher Anspruch. Muss sich frei fühlen und in der Lage sein, sein eigenes Leben zu führen.
  • Schock durch gebrochenes Vertrauen; verraten, im Stich gelassen werden; ungerecht behandelt, Versagen, Tod von Partner, Freunden und Verwandten.
  • Überempfindlich, überreizt, scharfe Wahrnehmung, < physische und emotionale Reize, < Licht, < Lärm, < Geruch.
  • Reizbarkeit, Kreischen, Heulen; Wut.
  • Schwierigkeiten, Emotionen auszudrücken: entweder verschlossen oder wütend, beleidigend, hysterisch.
  • Heiterkeit, Freude, Heiterkeit wechseln sich ab mit Verdrießlichkeit, Streit, Traurigkeit, Erschöpfung.
  • Wahnidee: ruiniert werden
  • Angst: Versagen, Stürze, Höhen; dunkel; allein; Räuber.
  • Beschwerden durch Enttäuschung; Täuschung; Verlust von Liebe, Verwandten, Freunden, Eltern, Geld, Stellung; < verletzte Ehre; seelischer Schock, Ausschweifung, geistige Anstrengung; Ermüdung; Ärger.

 

Allgemeines

  • Empfindung: Krampf; Schock, erschüttert; abgestürzt; in Stücke zerrissen; verwirrt.
  • Wetter: < kalt; < Freiluft, Zugluft, Wind; < aufdecken.
  • Zeit: < früher Morgen.
  • Lebensmittel: < Tabak, < Kaffee, Gewürze, Spirituosen, Drogen, Abführmittel, übermäßiges Essen.
  • Schlaf: < Schlafstörungen; < Gähnen.
  • Physisch: < Sitzen, sitzende Gewohnheiten; < berühren; < Druck, der Kleidung in der Taille.

 

Körper

  • Nervös: Krämpfe!!; Krämpfe, Schocks, Krämpfe, Tetanus; Katalepsie; Wasserkopf; Neuralgie; Lähmung; Krämpfe, Krampfneigung; Chorea, Neuralgie; Wundstarrkrampf.
  • Magen: Geschwüre, < Missbrauch von Kaffee, Zigaretten, Alkohol.

 

Familienmitglieder (Spezies / Arzneien)

Strychnos nux vomica (Stadium 8)
Strychnos ignatia / Ignatia amara (Stadium 9)
Spigelia anthelmia (Stadium 13)

 

Gruppe 26 = APOCYNOIDEAE (3-665.26.00)

Die Apocynoideae sind eine Unterfamilie in der Pflanzenfamilie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). In diese Unterfamilie gibt es einige Arten deren Sorten als Zierpflanzen verwendet werden. Die Arzneipflanzen selbst werden botanisch den Apocynaceae (Hundsgiftgewächsen) zugeordnet.

Apocynoideae haben ein Beziehungsproblem. Angst davor, einen herrschsüchtigen Ehemann zu wählen, und wählen folglich einen schwachen. Leider erfüllt sie das auch nicht, denn sie wollen unabhängig und autonom sein.

 

Mutter

  • Problem mit der Mutter: Mutter abwesend oder zu sehr mit Arbeit, Haushalt, Freunden, ihrem Ehemann oder ihren eigenen Krankheiten und Problemen beschäftigt (z. B. Alkoholikerin)
  • Mutter hat zu wenig Zeit; um Liebe, Liebkosungen, Aufmerksamkeit, Gespräche, Umarmungen oder Schutz zu geben.
  • Wunsch nach Kontakt mit der Mutter wird nicht erfüllt
  • einsames Gefühl, tiefe innere Traurigkeit
  • Andererseits kann die Mutter überpräsent sein: dominierend, sie in eine Richtung drängend, die sie für notwendig hält.

 

Liebe / Ehe

  • Liebesbeziehungen sehr wichtig
  • Extrovertiert, will eine gute Zeit mit dem Partner haben
  • gute Liebhaber, sinnlich und verführerisch (Don Juan)
  • liebevoll und geben viel, erwarten aber auch viel zurück, manchmal zu viel
  • Partner kann die Erwartungen oft nicht erfüllen ® Enttäuschung

 

Wettbewerb

  • wettbewerbsfähig, streben nach Erfolg, wollen die Besten sein und die besten Dinge haben.
  • Will mächtig, unabhängig und in der Lage sein, ihr eigenes Leben zu leben und sich selbst zu schützen
  • Kann die eigene Schwäche und Verwundbarkeit hinter einem Machtbild verbergen
  • Will sich von seiner besten Seite zeigen, um geschätzt und geliebt zu werden
  • haben gerne die besten Dinge (materialistisch, luxuriös), um andere zu beeindrucken
  • guter Geschmack, Sinn für Schönheit, Eleganz und Stil (Symbolpflanze: Oleander)
  • kultiviert und sprechen gerne über Wellness, Beauty, Kosmetik und Kleidung. Sie mögen ein leichtes Leben, in dem sie sich in vollen Zügen genießen können.

 

Ausgelassenheit

  • starkes Verlangen nach Freude und Spaß
  • will die Welt erkunden, die Schönheit und Wunder der Welt entdecken
  • kann sehr enthusiastisch sein, prahlen, lachen
  • kann sich wie ein Kind fühlen, herumspringen
  • emotional und leidenschaftlich
  • offen, kraftvoll, flexibel, fröhlich und glücklich
  • lachen, singen, tanzen und entspannen sich gerne.

 

Kampf

  • kann mit seiner expansiven Natur andere leicht dominieren
  • bei anderen Hass, Neid und Eifersucht hervorrufen
  • kann angegriffen werden, Gewalt, Grausamkeit, Unmenschlichkeit, Bosheit und unzivilisierte kriminelle Handlungen erfahren
  • Liebesbeziehungen können so leidenschaftlich sein, dass ein Verrat zu Gewalt führt.

 

Ausdehnung vs. Einengung

  • Empfindung von Verkrampfung, Einengung, zu viel auf kleinem Raum.
  • Fülle, Schwere, Druck: es ist zu viel.
  • Wassereinlagerungen: Ödeme, Aszites, allgemeine Ödeme, Hydrozephalus, Hydrothorax.

 

Geist

  • Ruhelosigkeit, Bewegungsdrang, Ungeduld, Eile, Fluchtdrang.
  • Euphorie, Heiterkeit, Ausgelassenheit, angeregt, anregend, Begeisterung.
  • Energie: müde, schläfrig, liegend, gelangweilt, Erschöpfung, Untergang, Stagnation, Benommenheit.
  • Weich, samtig, satiniert, bequem, sanft, vorsichtig.
  • Pflichtbewusst, verantwortungsbewusst, energisch, konzentriert, besorgt, hingebungsvoll, hingebungsvoll, ernsthaft.
  • Konzentrationsschwierigkeiten, Verwirrtheit, benebelt, dumpf, verträumt, gedankenverloren.
  • Fehler, schwer zu findende Worte, Missverständnisse, Fehler mit Sprache, Zahlen, Zeit.
  • Geist klar, offen, empfänglich, konzentriert, nachdenklich, entspannt.
  • Allein, einsam, traurig; Wunsch, zusammen zu sein, über persönliche Angelegenheiten zu sprechen, Emotionen und Objekte zu teilen.
  • Wunsch, allein zu sein, Abneigung gegen Gesellschaft, keine Kommunikation, unverbunden, unberührt, ungestört.
  • Wut, Beleidigung, mit schneller Reue; <<< allein gelassen, missachtet, ungeliebt.
  • Sinnlich, erotisch, liebevoll, lasziv, ehebrecherisch.
  • Angst: Krankheit, Tod.
  • Sehnsucht nach Wasser, Meer, Schwimmen.
  • Thema: Rohr, hohl, leer; Milch; Hund, gefährliche Freunde.
  • Beschwerden durch Meinungsverschiedenheiten, Gewalt, Wut.

 

Symbolisch typische Situationen

  • Mit Geschwistern um einen Ehemann streiten.
  • Kämpfe mit der Mutter um einen Ehemann.

 

Allgemein

  • Empfindung: Quetschen, Krampf, Ausdehnung, Explosion.
  • Typ: Sanguiniker.
  • Kaltes Wetter.
  • Schweiß: reichlich, kalt.
  • Schlaf: müde, schläfrig abwechselnd aufwachen.
  • Körperlich: ! > Dehnung; ! < leichte Reibung, Berührung; Lust auf Bewegung, > Massage, > Streicheln, < Heben, < Anstrengung.

 

Körper

  • Energie: Erschöpfung, zieht mich runter, müde, seufzend.
  • Schwindel: schwindelig, neblig.
  • Kopf: Stiche im linken Hinterhaupthorn und hinter dem Ohr, taub hinter der Stirn.
  • Augen: reißender Schmerz, Blinzeln, Druck hinter dem Auge.
  • Mund: bitterer Geschmack, Bläschen, zusammenziehendes Zahnfleisch.
  • Kehle: Klumpen, häufiges Räuspern und Kratzen.
  • Lunge: Asthma; Seufzen, Hyperventilation, schweres Atmen, Beklemmung in der Brust; Verlangen nach tiefem Atmen; pulmonale Hypertonie.
  • Herz (!!): stechende Schmerzen, linken Arm ausstrecken; Septumdefekte, Bluthochdruck.
  • Magen: Anziehen, Übelkeit, Aufstoßen; Erbrechen.
  • Abdomen: Zusammenziehen; Aszites; Leberprobleme, Pfortaderverstopfung, Zirrhose.
  • Harn: Nierenprobleme.
  • Gliedmaßen: Schmerzen, Stechen, rechtes Handgelenk, linker Arm, Arthritis; Krämpfe im Unterarm, Finger, Waden, Rücken > Dehnung.
  • Haut: Schnitte, Verbrennungen, Prellungen; Juckreiz, Stechen, Brennen, wie Nadeln; Alopezie.

 

Familienmitglieder (Spezies / Arzneien)

Strophanthus hispidus (Stadium 2)
Apocynum cannabinum (Stadium 6)
Nerium oleander / Oleander (Stadium 14)

 

Quellen

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