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Abies - die Tanne. Eine Pflanze zwischen Homöopathie und Phytotherapie.

Produktinformationen "Abies - die Tanne. Eine Pflanze zwischen Homöopathie und Phytotherapie."

Die Tanne (Koniferengattung Abies, Familie Pinaceae) wird nicht nur als wohlriechender traditioneller Weihnachtsbaum ("Oh Tannenbaum") geschätzt, sondern – was weit weniger bekannt ist – auch als phytotherapeutische und homöopathische Heilpflanze. Cornelia Titzmann nimmt die Tanne zum Ausgangspunkt eines Streifzugs zwischen Pflanzenheilkunde und Homöopathie – und entdeckt dabei selbst mehr als sie zunächst erwartet hatte.

Warum gerade die Tanne? Der lange, kalte und dunkle Winter ist eine eher karge Zeit, in der wir oft ein gesteigertes Bedürfnis nach Licht und frischer Kraft empfinden. Erst nach der Wintersonnenwende, um Weihnachten herum, werden die Tage wieder länger. So steht der immergrüne, mit Lichtern geschmückte Tannenbaum für neue Hoffnung, Schutz und Erlösung. Und wie fühlen wir uns in einem Tannenwald? Es wird stiller und gedämpfter. Die lauten Stimmen des Alltags scheinen von den Bäumen verschluckt zu werden.

Von dieser atmosphärischen Ebene aus führt der Vortrag in die Heilkunde. Im Blickpunkt steht zunächst Abies canadensis, die Hemlocktanne, die auch unter älteren Bezeichnungen wie Tsuga oder Pinus canadensis zu finden ist. Verwendet werden die frische Rinde und junge Zweige, in meist eher tieferen Potenzen.

Primärer Organbezug von Abies canadensis ist der Magen. Was hat ausgerechnet die Tanne mit dem Magen, mit nagendem Hunger und der Neigung zum Überessen zu tun? Titzmann findet auch hier einen überraschend zeitgemäßen Bezug zur Winter- und Weihnachtszeit: Kälte, Frustessen und fehlendes Sättigungsgefühl. Hinzu kommen eine Schwäche im Oberbauch sowie Uterussenkung und Prolaps (DD Aletris farinosa).

Als zweite Tannen-Vertreterin kommt die in der Heilkunst bekannte Schwarztanne (Abies nigra) ins Spiel: Sie unterscheidet sich auch therapeutisch von der Hemlocktanne. Von ihr wird nicht die Rinde, sondern das getrocknete Harz (Resina) verwendet. Die Schwarztanne berührt ebenfalls der Magen-Darm-Bereich, mit der unverwechselbaren Empfindung eines Klumpens am Mageneingang – "als hätte man ein hartgekochtes Ei verschluckt": Typisch sind Schmerzen nach dem Essen, Gastritis und Obstipation, aber auch Herzbeschwerden.

Von der Homöopathie aus führt ein Abstecher in die anthroposophische Misteltherapie, wo die Tanne als Wirtsbaum eine Rolle spielt: Viscum A (Abies) wird u. a. bei Erkrankungen der Geschlechtsorgane und Sarkomen eingesetzt. Anschließend kehrt Titzmann zur Phytotherapie und zur Hemlocktanne zurück, die aus Nordamerika stammt, sehr alt und hoch werden kann. Sie ist bemerkenswert winterhart und ihre Nadeln bleiben über Jahre erhalten. Die botanische Betrachtung schafft Querbezüge zur Signatur und Wirkung: eine Pflanze, deren Stärke besonders in ihrer Widerstandskraft liegt, insbesondere gegen Kälte und zeitweilige Trockenheit.

Inhaltsstoffe wie Monoterpene, ätherische Öle, Tannine und Flavonoide führen schließlich zu den praktischen Anwendungen. Titzmann zeigt, wie Koniferenspitzen zur Durchblutungsförderung, bei rheumatischen Beschwerden und für die Atemwege genutzt werden können. Besonders anschaulich wird es bei ihren Rezepturen: Aus frischen Spitzen lässt sich ein einfaches "Anti-Rheuma-Öl" herstellen, daneben ein Koniferen-Hustensaft.

Schließlich kehrt die Dozentin zur seelischen und symbolische Ebene der Tanne zurück: "Ich glaub, ich steh im Wald" – ein Bild für Orientierungslosigkeit. Das ätherische Öl verweist auf seelische und körperliche Erschöpfung. Hier bringt der Weihnachtsbaum Lichtkräfte und Schutz. Die Dozentin fasst die Qualitäten der Tanne als "Lichtbringer – Erlöserin – Immergrüne" zusammen.

Damit schließt sich der Kreis. Cornelia Titzmann macht an Abies canadensis und Abies nigra deutlich, wie ähnlich, aber auch wie unterschiedlich zwei nah verwandte Pflanzenarten wirken können – und wie sich Pflanzenheilkunde und Homöopathie bei derselben Pflanzengruppe begegnen.

Mit visuellem Begleitmaterial (Powerpoint-Präsentation, Handout) im PDF-Format!

Sprache: Deutsch
Vortragstyp / Eignung: Kurzdarstellung (Einführung), Persönliche Erfahrung
Schwierigkeitsgrad (Kenntnisniveau): 1 Einsteiger/Ausbildungsanfänger, 2 Homöopathie-Student (in Ausbildung), 3 Praxisanfänger, 4 Fortgeschrittener, 5 Meister/Experte

Gesamtlänge 48:33
1. Zwischen Phytotherapie und Homöopathie / Warum die Tanne? / Licht und Kraft im Winter / Weihnachtsbaum / Wintersonnenwende / Tannenbaum als Symbol des Erlösers (08:17)
2. Abies canadensis (Tsuga) (04:44)
3. Homöopathie / Schwäche im Oberbauch, Uterussenkung, Prolaps / DD Aletris farinosa (06:42)
4. Abies nigra (Schwarztanne) / Langsames Wachstum / Harz (Resina) / Organbezug: Magen und Darm / Schmerzen nach dem Essen / Klumpen am Mageneingang / Weitere Indikationen (Gastritis, Obstipation, Herzprobleme) / Abies nigra in der Misteltherapie (Viscum A) / Carcinome der Geschlechtsorgane (Uterus Postmenopause, Penis) / Viscum P (Picea/Fichte): Gehirntumore (13:21)
5. Phytotherapie der Tanne: Hemlocktanne / Winterhart / hartes Holz, Saunaholz / Inhaltsstoffe / Tannine: Gerbstoffe (05:54)
6. Anwendung / Durchblutungsförderung / Schmerzlinderung / Entzündungshemmung (Atemwege) / Rheuma (Öl zum Einreiben) / Ölherstellung / Koniferen-Hustensaft / Aromatherapie / Erschöpfung (06:21)
7. Thema "Ich glaub ich steh im Wald" - Orientierungslosigkeit / Lichtkräfte, Schutz, Engel (03:11)

 

1 Audio-Datei als MP3-Download

Schmuck-/Coverbild

KI-Komposition von Themen/Arzneien der 73. Berliner Homöopathietage (KI von Microsoft Bing Designer)

Hersteller

Verlag Homöopathie + Symbol, Martin Bomhardt, Liebigstr. 36, 10247 Berlin, E-Mail: info@homsym.de

Produktabbildung
Digitales Produkt - keine Abbildung verfügbar. Die Abbildung oben links dient der symbolischen Dekoration dieser Seite

Produktform
Digitales Produkt: Eine/mehrere ZIP-Dateien als digitale(s) Paket zum Herunterladen via Email-Link / Kundenkonto. Die ZIP-Datei enthält alle zum Produkt gehörigen abspielbaren Medien (Format MP3 bei Audio oder MP4 bei Video), optional zusätzliche PDF-Dateien als visuelles Material, optional weitere TXT-Dateien oder andere marktübliche digitale Formate (Genaueres siehe Beschreibung unter "Details").

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73. Berliner Homöopathietage, Samuel-Hahnemann-Schule Berlin, 14./15. Februar 2026

Dieser Vortrag ist Teil der 73. Berliner Homöopathietage, einer zweitägigen Veranstaltung mit einer Vielzahl interessanter Vorträge. Alle verfügbaren Vorträge können Sie zum stark vergünstigten Paketpreis ebenfalls bei uns erhalten:

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