Partnerschaft

>>>Die "bessere Hälfte". Paarsein und -werden mit Homöopathie. Milchmittel, Rosa Damascena, Lilium Tigrinum

Angesichts bislang ungekannter Scheidungsraten in unseren Breiten ist das Thema der "festen Paarbeziehung" hoch brisant. Wie kann man eine stabile Liebesbeziehung finden, eingehen und vor allem auch aufrecht erhalten? Das bewährte Paar Krüger/Latour, zwei DozentInnen, die sich gegenseitig stets aufs wundervollste befruchten und inspirieren, haben ein Seminar zu diesem Thema abgehalten und beleuchten es zunächst von zwei nahe liegenden Seiten: der weiblichen und der männlichen. Ein Grundzug dieses Seminars ist nämlich die Erfahrung, dass eine dauerhaft funktionierende Beziehung schwer möglich ist, wenn der Mann seine (individuell ganz unterschiedliche Form von) Männlichkeit und die Frau ihre (ebenso unterschiedliche) Weiblichkeit nicht annimmt und entwickelt (Männlichkeit bedeutet eben keineswegs nur Macho, ebenso wenig wie Weiblichkeit nur Mutter und Herd).

Der Schweizer Paartherapeut Jürg Willi beschreibt die Partnerwahl als eine Wahl des eigenen nicht gelebten Potenzials, das es zu entwickeln gilt. Das Paar ist demnach "ein Ganzes". Deshalb sind wir stets auf der Suche nach der "besseren Hälfte".

Paarkonflikte bieten die Möglichkeit der eigenen Entwicklung und Integration des ungeliebten oder ungelebten Anteils.

"Beziehungskonflikte beruhen zu 95% auf Verwechslung" ist eine der zentralen Thesen dieses Seminars: die Verwechslung des Partners mit dem eigenen Vater oder der Mutter, wo alte Übertragungsmuster oft den Hintergrund für Konflikte bilden sowie für die eigenen unterdrückten bzw. schwach entwickelten Animus- und Anima-Anteile.

Eines der Anliegen dieses Seminars ist es daher zu lernen, sich am Partner nicht allein projektiv abzuarbeiten, sondern gemeinsam "erwachsen" zu werden.

Homöopathische Mittel können dabei - wie stets - als Spiegel dienen und als Anreize zur Entwicklung solchen Potenzials. Daher kommen in diesem Seminar hauptsächlich Arzneien zur Sprache, die mit der Entwicklung der männlichen bzw. weiblichen Seite zu tun haben und mit den Konflikten, die sie im unentwickelten Zustand mit sich bringen. Für die homöopathische Behandlung ergeben sich daraus neue Dimensionen, für das Paar wie auch in der Einzelbehandlung.

Wie bei allen Krüger/Latour-Seminaren werden die Ausführungen veranschaulicht durch konkrete Patientenbeispiele, darunter auch Fälle mit tiefgreifenden Beziehungsstörungen, die sich homöopathisch sowie unterstützt durch ergänzende Maßnahmen (beide ReferentInnen schöpfen aus einem großen Reichtum an prozessbegleitenden Medien) behandeln und entwickeln ließen. Im vorliegenden Seminar werden auf der männlichen Seite und exemplarisch für andere Mittel vor allem die Milchmittel (Lac Humanum, Lac Caninum, Lac Lupi) und auf der "weiblichen" Seite Lilium Tigrinum und Rose ausführlich dargestellt.

Aus: Krüger, Andreas; Latour, Beate: Die "bessere Hälfte". Paarsein und -werden mit Homöopathie. Milchmittel, Rosa Damascena, Lilium Tigrinum (WI-207)

>>>Muttersöhne und Vatertöchter - Die Behandlung von Beziehungsstörungen mit Homöopathie und Ritualarbeit

"Um wirklich in Beziehung treten zu können, müssen wir frei sein."

Um den Schritt in eine freie Partnerschaft zu tun, ist Untreue gegenüber den Eltern erforderlich - nur so können sich Heranwachsende für eine unbelastete Liebesbeziehung öffnen. Solange Töchter ihren Vätern und Söhne ihren Müttern "treu" bleiben, hat es eine Liebe schwer. Alte Verstrickungen mit den Eltern können zu Abneigung und Hass gegenüber dem Partner führen und eine Beziehung überfrachten. Deshalb fordert Bernd Hellinger: "Freiheit verlangt Untreue."

Im Idealfall basiert eine Partnerschaft auf befreiter Liebe, doch tatsächlich gründet sie häufig auf der Angst vor dem Alleinsein. Besonders schwierig gestaltet sich diese Konstellation für Menschen, die sich am Glück oder Unglück der eigenen Eltern orientieren - eine schwere Hypothek für die nächste Generation. Eine mögliche Ursache belasteter Partnerschaften liegt in der Verleugnung sowie Unterdrückung von Freiheit, Zärtlichkeit, Sexualität und Glück.

Andreas Krüger nähert sich diesem komplexen Thema aus homöopathischer, avatäterischer, ikonografischer und paartherapeutischer Sicht. Er erläutert bewährte Arzneimittel der Behandlung von Beziehungsproblemen, gibt Hinweise zur systemischen Arbeit und demonstriert eine Reihe praktisch anwendbarer Rituale.

Das Thema Beziehung ist existenziell. Wir alle stehen in Beziehung miteinander und suchen nach Wegen, sie zu pflegen und sozial zu gestalte