Lac humanum

Jüngere Erkenntnisse über die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit besagen, dass unsere psychische Grundstruktur bereits mit 3 Jahren größtenteils angelegt ist. Die Pränatalphase ist davon die wichtigste und prägendste, wie der Schweizer homöopathische Arzt Dr. Heinz Wittwer auch aus eigener praktischer Erfahrung weiß. Viele Beispiele aus seiner Praxis belegen, dass grundlegende Wahnideen (im Sinne Sankarans) auf pränatale traumatische Erlebnisse zurückgehen. Scheinbar sinnlose oder zusammenhanglose Äußerungen erwachsener Patienten werden oft erst vor dem Hintergrund ihrer Schwangerschafts- und Geburtsumstände verständlich.

Die sichere Bindung zwischen Kind und Eltern, vor allem aber zur Mutter, ist Voraussetzung für eine optimale kindliche Entwicklung. Im Normalfall gibt eine Mutter ihrem Kind alles, was ihr möglich ist. Doch kann auch sie nicht mehr geben, als sie selbst bekommen hat, insbesondere was Nähe und Bindung anbelangt. Daher können wir vielfach beobachten, wie ein Patient das Schicksal seiner Mutter weiterträgt.

Die Sicherheit und Verlässlichkeit der Bindung wirkt sich auf nahezu alle Lebenslagen aus (soziale Integration, schulische Leistungen usw.). Sicher gebundene Kinder haben deutliche Vorteile gegenüber verunsicherten. Gerade die frühen Umstände von Schwangerschaft und Geburt haben einen massiv prägenden Einfluss. Erfolgen sie nicht auf natürliche Weise, kann bereits darin ein erster Bruch liegen. So wurde bei Kaiserschnitt- oder In-Vitro-Kindern eine schlechtere Bindung nachgewiesen. Japan, mit der weltweit höchsten Rate an Kaiserschnitten und IVF, ist auch in Bezug auf Bindungsängste trauriger Vorreiter. Der allmähliche Zerfall natürlicher Bindungen, mit den Folgen um sich greifender Beziehungslosigkeit, nimmt weltweit zu.

Bei der homöopathischen Behandlung der Folgen bieten sich immer öfter die sogenannten "Muttermittel" an. Dr. Wittwer befasst sich bereits seit Jahren mit den mütterlichen Sarkoden und hat vielfältige Erfahrungen mit ihnen gemacht. Sie sind bieten sich vor allem dann an, wenn das Kernproblem bereits während der Schwangerschaft bestand. Zur Muttermittelgruppe gehören jene Arzneisubstanzen, die direkt mit der Schwangerschaft verbunden sind: Fruchtwasser (Amni liquor), Nabelschnur (Chorda umbilicalis), Mutterkuchen (Placenta) und Käseschmiere (Vernix caseosa). Weitere wichtige Arzneien bei pränatalen Traumatisierungen sind Lac maternum und Lac humanum. Oxytocin kommt hingegen bevorzugt bei perinatalen Traumen in Frage.

Gemeinsame Merkmale aller Muttermittel sind eine schwierige Identitätsfindung und ein beeinträchtigtes Grundwohlbefinden. Menschen, die ein Muttermittel benötigen, zeichnen sich häufig durch ausgeprägte Lanthanidenqualitäten aus, z. B. eine Neigung zu spirituellen Aktivitäten. Sie fühlen sich jedoch der realen Welt nicht gewachsen, können sich nur schwer abgrenzen und reagieren überempfindlich auf äußere Reize. Ständig wechselnde, gegensätzliche Zustände und Stimmungsschwankungen machen ihnen zusätzlich zu schaffen. Aufgrund der Reifungs- und Entwicklungsstörungen fehlt es ihnen an Selbstvertrauen. Verkürzt gesagt sind es oft Menschen, die nicht erwachsen werden können, sondern Kind bleiben.

Um die Zusammenhänge zwischen prä- bzw. perinataler Traumatisierung und den Muttermitteln explizit zu verdeutlichen, stellt Dr. Wittwer in diesem Seminar sechs spannende Fälle vor, die mit jeweils einer oder mehrerer dieser Arzneien erfolgreich behandelt werden konnten.

Lehrreicher und einfühlsamer Einblick in eine bislang noch wenig beachtete Arzneigruppe, der in unserer entfremdeten Zeit künftig eine zunehmende homöopathische Bedeutung zukommen dürfte.

Fälle

  • Therapeut mit psychischen Problemen -> Chorda umbilicalis (Nabelschnur)
  • Panik in geschlossenen Räumen -> Chorda umbilicalis
  • Junge, der keine Spielkameraden findet -> Vernix caseosa (Käseschmiere)
  • Schülerin mit Waschzwang -> Amni liquor, Placenta
  • Mann mit Folgen intrauteriner Traumatisierung -> Placenta, Lac maternum, Chorda umbilicalis
  • Frau mit der Empfindung, der "Boden werde immer dünner" -> Lac humanum

Mit visuellem Seminarmaterial im PDF-Format!

(8 Textseiten) (Selbstverständlich ist dieses Material auch in der Download-Version enthalten.)

Aus: Wittwer, Heinz: Die Muttermittel. Amni liquor, Chorda umbilicalis, Folliculinum, Lac humanum, Oxytocin, Placenta, Vernix caseosa (BA-2172)

Querverweise & weitere Hauptthemen der Titel

Aconit Aurum Carcinosinum Lac caninum Miasmen Milche Stramonium Trauma

Lac humanum|Vorträge & Seminare|CD MP3 Download DVD|Arzneimittelbild

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Lac humanum

Jüngere Erkenntnisse über die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit besagen, dass unsere psychische Grundstruktur bereits mit 3 Jahren größtenteils angelegt ist. Die Pränatalphase ist davon die wichtigste und prägendste, wie der Schweizer homöopathische Arzt Dr. Heinz Wittwer auch aus eigener praktischer Erfahrung weiß. Viele Beispiele aus seiner Praxis belegen, dass grundlegende Wahnideen (im Sinne Sankarans) auf pränatale traumatische Erlebnisse zurückgehen. Scheinbar sinnlose oder zusammenhanglose Äußerungen erwachsener Patienten werden oft erst vor dem Hintergrund ihrer Schwangerschafts- und Geburtsumstände verständlich.

Die sichere Bindung zwischen Kind und Eltern, vor allem aber zur Mutter, ist Voraussetzung für eine optimale kindliche Entwicklung. Im Normalfall gibt eine Mutter ihrem Kind alles, was ihr möglich ist. Doch kann auch sie nicht mehr geben, als sie selbst bekommen hat, insbesondere was Nähe und Bindung anbelangt. Daher können wir vielfach beobachten, wie ein Patient das Schicksal seiner Mutter weiterträgt.

Die Sicherheit und Verlässlichkeit der Bindung wirkt sich auf nahezu alle Lebenslagen aus (soziale Integration, schulische Leistungen usw.). Sicher gebundene Kinder haben deutliche Vorteile gegenüber verunsicherten. Gerade die frühen Umstände von Schwangerschaft und Geburt haben einen massiv prägenden Einfluss. Erfolgen sie nicht auf natürliche Weise, kann bereits darin ein erster Bruch liegen. So wurde bei Kaiserschnitt- oder In-Vitro-Kindern eine schlechtere Bindung nachgewiesen. Japan, mit der weltweit höchsten Rate an Kaiserschnitten und IVF, ist auch in Bezug auf Bindungsängste trauriger Vorreiter. Der allmähliche Zerfall natürlicher Bindungen, mit den Folgen um sich greifender Beziehungslosigkeit, nimmt weltweit zu.

Bei der homöopathischen Behandlung der Folgen bieten sich immer öfter die sogenannten "Muttermittel" an. Dr. Wittwer befasst sich bereits seit Jahren mit den mütterlichen Sarkoden und hat vielfältige Erfahrungen mit ihnen gemacht. Sie sind bieten sich vor allem dann an, wenn das Kernproblem bereits während der Schwangerschaft bestand. Zur Muttermittelgruppe gehören jene Arzneisubstanzen, die direkt mit der Schwangerschaft verbunden sind: Fruchtwasser (Amni liquor), Nabelschnur (Chorda umbilicalis), Mutterkuchen (Placenta) und Käseschmiere (Vernix caseosa). Weitere wichtige Arzneien bei pränatalen Traumatisierungen sind Lac maternum und Lac humanum. Oxytocin kommt hingegen bevorzugt bei perinatalen Traumen in Frage.

Gemeinsame Merkmale aller Muttermittel sind eine schwierige Identitätsfindung und ein beeinträchtigtes Grundwohlbefinden. Menschen, die ein Muttermittel benötigen, zeichnen sich häufig durch ausgeprägte Lanthanidenqualitäten aus, z. B. eine Neigung zu spirituellen Aktivitäten. Sie fühlen sich jedoch der realen Welt nicht gewachsen, können sich nur schwer abgrenzen und reagieren überempfindlich auf äußere Reize. Ständig wechselnde, gegensätzliche Zustände und Stimmungsschwankungen machen ihnen zusätzlich zu schaffen. Aufgrund der Reifungs- und Entwicklungsstörungen fehlt es ihnen an Selbstvertrauen. Verkürzt gesagt sind es oft Menschen, die nicht erwachsen werden können, sondern Kind bleiben.

Um die Zusammenhänge zwischen prä- bzw. perinataler Traumatisierung und den Muttermitteln explizit zu verdeutlichen, stellt Dr. Wittwer in diesem Seminar sechs spannende Fälle vor, die mit jeweils einer oder mehrerer dieser Arzneien erfolgreich behandelt werden konnten.

Lehrreicher und einfühlsamer Einblick in eine bislang noch wenig beachtete Arzneigruppe, der in unserer entfremdeten Zeit künftig eine zunehmende homöopathische Bedeutung zukommen dürfte.

Fälle

  • Therapeut mit psychischen Problemen -> Chorda umbilicalis (Nabelschnur)
  • Panik in geschlossenen Räumen -> Chorda umbilicalis
  • Junge, der keine Spielkameraden findet -> Vernix caseosa (Käseschmiere)
  • Schülerin mit Waschzwang -> Amni liquor, Placenta
  • Mann mit Folgen intrauteriner Traumatisierung -> Placenta, Lac maternum, Chorda umbilicalis
  • Frau mit der Empfindung, der "Boden werde immer dünner" -> Lac humanum

Mit visuellem Seminarmaterial im PDF-Format!

(8 Textseiten) (Selbstverständlich ist dieses Material auch in der Download-Version enthalten.)

Aus: Wittwer, Heinz: Die Muttermittel. Amni liquor, Chorda umbilicalis, Folliculinum, Lac humanum, Oxytocin, Placenta, Vernix caseosa (BA-2172)

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