Gewalt

>>>Homöopathie bei Psychotrauma. Seelische Misshandlung erkennen und behandeln

Homöopathie betrachtet den Menschen als Einheit und unsere Behandlung orientiert sich daher sowohl am Körper als auch an der Seele. Anspruch der Anamnese ist es, herauszuarbeiten, was den körperlichen und seelischen Symptomen zugrunde liegt. Dabei stellt sich auch die Frage, ob hinter den Beschwerden, unter denen ein Patient leidet, womöglich ein tiefes, scheinbar längst vergessenes Trauma verborgen ist, das seine quälenden Schatten bis in die Gegenwart wirft. Traumatascher Auslöser kann jedes Ereignis sein, das die Schutzhülle des Patienten verletzte und ihn mit einem Gefühl von Überwältigung und Hilflosigkeit zurückließ.

Ein feineres Gespür für traumatisierte Menschen zu entwickeln, ist das erklärte Ziel der homöopathischen Ärztin und Traumaexpertin Dr. Claudia De Laporte. In ihrem sensiblen Vortrag geht sie sowohl auf die offensichtlichen Traumatisierungsfolgen einer PTBS ein, als auch besonders auf die Problematik seelischer Gewalt, vor allem (subtiler) Gewalt in der Partnerschaft.

Solche verdeckt gewalttätigen Beziehungen sind erschreckend häufig, bleiben jedoch meist lange unerkannt, weil sie eher im Verborgenen stattfinden und nur selten klar thematisiert werden können. De Laporte klärt daher auch darüber auf, wie Therapeuten subtile Gewalt erkennen und angemessen reagieren können.

Um mehr Bewusstsein für subtile seelische Misshandlung in Partnerschaften (und für die Gefahr von Kunstfehlern/Fehldiagnosen) zu schaffen, hat die Autorin einen leicht anwendbaren strukturierten Kurzcheck entwickelt. Er kann Behandlern die Diagnosestellung wesentlich erleichtern (im beigefügten Seminarmaterial mit enthalten).

Einfühlsam beschreibt Dr. de Laporte, welche Reaktionsformen auf Traumata hin auftreten können und welche Strategien zur Bewältigung ihrer Folgen zur Verfügung stehen. Dazu stellt sie auch einige häufige und bewährte homöopathische Traumamittel vor und verdeutlicht ihre eigene therapeutische Vorgehensweise anhand von drei exemplarischen Fällen.

Traumata können heilen, wenn der/die PatientIn die traumatisierende Situation - aus einer geschützten Position des Angenommenseins heraus - noch einmal durchleben kann. Indem er/sie ihren körperlichen und emotionalen Ausdruck wiederfindet, werden alle Ebenen von Körper, Seele und Geist reintegrierbar.

Ein mitfühlender, sorgfältiger Vortrag über kreative homöopathische und psychologische Handlungsoptionen bei der Behandlung traumatisierter Patienten, insbesondere subtiler Partnerschaftsgewalt.

Aus: De Laporte, Claudia: Homöopathie bei Psychotrauma. Seelische Misshandlung erkennen und behandeln (TU-2161)

>>>Gewalt und Missbrauch. Homöopathische und schamanische Traumatherapie

Bereits an der Umarmung eines Menschen spüre man, ob er mit Leib und Seele präsent sei, leitet Andreas Krüger sein Referat ein. Die Besetzung der Seele mit einer Art Dämon ist seiner Erfahrung nach weit verbreitet. Wie ein innerer Souffleur flüstert er ein: "Bloß nicht zu nah" oder "Lass dich nicht ein". Der betroffene Mensch leidet darunter sehr, denn die Blockierung schränkt sein persönliches Glück in Partnerschaft oder Beruf wirkungsvoll ein.

Mit der Präsentation mehrerer erfolgreich behandelter Fälle laden Krüger und Baatz dazu ein, verschiedene typische Gewalt-Arzneien unter diesem Blickwinkel zu betrachten. Krüger führt den Hörer zunächst in Seelenräume, die in tausenden Jahren Menschheitsgeschichte mit Gewalterlebnissen angefüllt wurden: die Schlachtfelder der verschiedenen Kulturen, die Folterkammern von Staaten und Religionen, bis zu Gewalt und Missbrauch heutzutage, auch im therapeutischen oder medizinischen Kontext (z. B.

unnötige Eingriffe).

Die vorgestellten Fälle, mit teilweise schrecklichen Gewalterlebnissen, verdeutlichen eindrücklich typische Verarbeitungsstrategien: Die zerrissene Seele des Mohn (Opium), die das Erlebte dissoziiert und als leere Hülle ohne Gefühl weiterlebt. Oder die entwürdigte Sepia, der sich niemand mehr nähern darf. Und das zarte und schöne Staphisagria, das seit seiner Schändung autoaggress