Hura brasiliensis. Ein kleines Mittel mit großer Wirkung. Die Erfahrung des Anders- und Ausgeschlossenseins.
Produktinformationen "Hura brasiliensis. Ein kleines Mittel mit großer Wirkung. Die Erfahrung des Anders- und Ausgeschlossenseins."
Für Dr. Mohammad Belverdi gehört Hura brasiliensis – der Sandbüchsenbaum – zu den wenig bekannten "kleinen" Mitteln, die eine große Wirkung haben können. Seine Beschäftigung mit der Arznei führt ihn zu einer persönlichen Frage: Was geschieht mit Menschen, die anders sind, die nicht dazugehören, die aus ihrer gewohnten Umgebung herausfallen oder von anderen ausgeschlossen werden?
Belverdi beginnt seinen Vortrag mit einem Moses-Gebet und dem Gedanken, dass Menschen und Orte eine besondere Kraft entfalten können. Die Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin erlebt er als Ort, an dem Menschen nicht nur Lehrstoff lernen, sondern sich verändern und entwickeln können. Seine eigenen Erfahrungen mit der Schule und mit Andreas Krüger verbinden sich dabei unmittelbar mit dem Thema des Vortrags.
Der bis zu 40 Meter hohe Sandbüchsenbaum ist von unten bis oben mit Stacheln bedeckt und enthält einen stark giftigen Milchsaft. Die Gift-Wirkungen des Pflanzensaftes sind von heftiger Reizung und Entzündung geprägt. Schon diese äußere Erscheinung erzählt von der Arznei: Schutz durch Abgrenzung, Verletzlichkeit hinter einer wehrhaften Oberfläche, Berührung, die schmerzhaft werden kann.
Belverdi beschreibt entsprechende homöopathische Bezüge unter anderem bei schmerzhaften, brennenden, nässenden oder ulzerierenden Hauterkrankungen, bei ausgeprägten Neuralgien und bestimmten Beschwerden des Magen-Darm-Bereichs. Die Signatur des stacheligen Baumes und seines ätzenden Saftes findet darin seine Entsprechung.
Besonders interessant wird die Arznei dort, wo körperliches Geschehen und seelischer Prozess ineinandergreifen. Der Schwerpunkt des Vortrags behandelt vor allem das Gemüt von Hura, das Anderssein. Wie fühlt es sich an, nicht in seine Umgebung zu passen, sich unzugehörig zu fühlen? Was geschieht, wenn man wegen seiner Herkunft, Lebensweise, einer Krankheit oder eines Schicksalsschlags aus der Gemeinschaft herausfällt? Was bleibt zurück, wenn man nicht nur äußerlich, sondern innerlich heimatlos wird?
Zentrales Thema von Hura ist das Verstoßenwerden bzw. Ausgeschlossensein. Belverdi berichtet hier von seinen ganz persönlichen Erfahrungen als iranischer Student in Deutschland, von Menschen, die sich aufgrund ihrer Andersartigkeit fremd fühlen, von den vielfältigen Formen gesellschaftlicher Ausgrenzung. Auch die Corona-Zeit passt in diesen Zusammenhang: Menschen wurden isoliert, soziale Kontakte brachen weg, Einsamkeit und Verlassenheit wurden für viele zu einer existenziellen Erfahrung.
Literarische Bilder tragen dazu bei, das Thema zu verdeutlichen: Die Möwe Jonathan steht für jemanden, der anders sein will und deshalb nicht verstanden wird. Die Geschichte um Thomas Covenant führt in die Erfahrung des Zweifelnden und Fremden. Homöopathisches Hura kann Menschen unterstützen, die ihren Platz in der Gemeinschaft verloren haben oder ihn erst wiederfinden müssen.
Dazu gehören für Belverdi nicht nur klassische "Außenseiter", sondern auch Migranten, Vertriebene, Arbeitslose, Menschen mit Behinderungen oder schweren Erkrankungen, Waisenkinder und Missbrauchsopfer. Gemeinsam ist ihnen die Erfahrung, nicht dazuzugehören. Emotional steht das Verlassenheitsgefühl im Zentrum.
Besonders eindrücklich wird dieser Gedanke in Belverdis Erzählungen von Menschen, die wegen Krankheit aus ihrem sozialen Umfeld herauskatapultiert wurden. Die Krankheit selbst ist nicht unbedingt das Schlimmste, sondern das Verschwinden von Freunden und Angehörigen, sobald man nicht mehr nützlich ist. Wer bleibt, wenn es einem nicht mehr gut geht? Wer hält zu einem, wenn man nichts mehr zu geben hat?
Zum Motiv der Entwurzelung berichtet Belverdi von einem jungen Iraner, der seine Lebenssituation auf den Punkt brachte: "Ich bin entwurzelt." Zwar wurde der Patient mit einem anderen Mittel behandelt, doch dient die Geschichte als eindringliches Bild für die Erfahrung, die auch im Hura-Thema anklingt: die verlorene Verbindung zu einem Ort, einer Familie oder einer Gemeinschaft.
So führt der Vortrag vom stacheligen Baum und seinen körperlichen Erscheinungen zu einem menschlichen Grundthema: Wie können Menschen, die ausgeschlossen wurden, wieder Anschluss finden? Wie kann aus Verlassenheit wieder Zugehörigkeit werden?
Hura brasiliensis erscheint dabei als ein Mittel für Menschen, die schwere Schicksalsschläge erlebt haben und dadurch aus ihren sozialen Netzen herausgefallen sind. Belverdi verbindet damit auch persönliche Erfahrungen: Voller Dankbarkeit gegenüber Andreas Krüger und der Samuel-Hahnemann-Schule wurde er davon überzeugt, dass Heilung dort möglich wird, wo ein Mensch wieder ganz an- und aufgenommen wird.
Die "große Wirkung" eines kleinen Mittels liegt womöglich nicht in seiner Größe oder allgemeinen Bekanntheit, sondern der oftmals starken Resonanz bei Menschen, die es als Spezifikum benötigen. Bei Hura sind das Menschen, die anders, ausgeschlossen oder verlassen sind – und sich danach sehnen, wieder dazuzugehören.
| Sprache: | Deutsch |
|---|---|
| Vortragstyp / Eignung: | Kurzdarstellung (Einführung), Persönliche Erfahrung |
| Schwierigkeitsgrad (Kenntnisniveau): | 1 Einsteiger/Ausbildungsanfänger, 2 Homöopathie-Student (in Ausbildung), 3 Praxisanfänger, 4 Fortgeschrittener, 5 Meister/Experte |
1. Mose`s Gebet zu Gott / Pauli-Prinzip / Element und Quantenzahlen / Verwandlung an der Samuel-Hahnemann-Schule (06:41)
2. Hura brasiliensis (Sandbüchsenbaum) / Stachelig, sehr giftiger Milchsaft, schwere Haut- und Augenreizungen, unkontrollierte Entzündungen / Durchfall, Magen, Colitis / DD Mercurius (07:52)
3. Symbolik von Hura / Die Chronik von Thomas Covenant dem Zweifler / Thema Anderssein / Möwe Jonathan (06:31)
4. Folge von Verstoßenwerden / Ausgeschlossensein / Folgen von Corona (Ausschluss) / Wahnidee, sei allein auf der Welt / Folgen großer Schicksalsschläge / DD Psorinum (09:23)
5. Freunde in der Not / Gemüt von Hura / Außenseiter und Randgruppen / Ausgestoßene (09:02)
6. Waisenkinder / Verlassenheitsgefühl (06:29)
1 Audio-Datei als MP3-Download
Schmuck-/Coverbild
KI-Komposition von Themen/Arzneien der 73. Berliner Homöopathietage (KI von ChatGPT)
Hersteller
Verlag Homöopathie + Symbol, Martin Bomhardt, Liebigstr. 36, 10247 Berlin, E-Mail: info@homsym.de
Produktabbildung
Digitales Produkt - keine Abbildung verfügbar. Die Abbildung oben links dient der symbolischen Dekoration dieser Seite
Produktform
Digitales Produkt: Eine/mehrere ZIP-Dateien als digitale(s) Paket zum Herunterladen via Email-Link / Kundenkonto. Die ZIP-Datei enthält alle zum Produkt gehörigen abspielbaren Medien (Format MP3 bei Audio oder MP4 bei Video), optional zusätzliche PDF-Dateien als visuelles Material, optional weitere TXT-Dateien oder andere marktübliche digitale Formate (Genaueres siehe Beschreibung unter "Details").
Angaben zur Produktsicherheit / Warnhinweise
Dieser Titel (Inhalt des Produkts) enthält fachkundliche Informationen für/über Heilberufe und heilkundliche Anwendungen, jedoch keine Werbung für bestimmte Heilmittel/-behandlungen. Er gibt ausschließlich die persönliche Meinung und subjektive Erfahrung des/der jeweiligen Autor*in*nen wieder. Keinesfalls können bestimmte Inhalte, insbesondere im Medium wiedergegebene Hinweise zu medizinischen Anwendungen (z. B. zur Einnahme bestimmer Arzneien) als konkreter Ratgeber oder gar Anleitung zur (Selbst-)Behandlung verstanden werden, insbesondere nicht von medizinischen Laien. Im Falle eines Behandlungsbedarfs halten Sie bitte Rücksprache mit professionellen Therapeut*innen, inbesondere Ihrem Hausarzt/Ärztin, um mögliche gesundheitliche Folgen und Schäden einer unprofessionellen Eigenanwendung zu vermeiden.
Dieser Vortrag ist Teil der 73. Berliner Homöopathietage, einer zweitägigen Veranstaltung mit einer Vielzahl interessanter Vorträge. Alle verfügbaren Vorträge können Sie zum stark vergünstigten Paketpreis ebenfalls bei uns erhalten:
HT-73
Anmelden
