Hypericum. Die Krüger-10. Bewährte Erkennungssymptome aus der Praxis.
Produktinformationen "Hypericum. Die Krüger-10. Bewährte Erkennungssymptome aus der Praxis."
Wodurch werden homöopathische Symptome eine Arznei zu praktisch bewährten Merkmalen? Für Andreas Krüger, Schulleiter der Samuel-Hahnemann-Schule, genügt es nicht, Leitsymptome im Repertorium gelesen oder von anderen Homöopathen übernommen zu haben. Seine „Krüger-Zehn“ sind aus über 40-jähriger eigener Praxis hervorgegangen, als besonders gut bestätigte Leitsymptome, auf deren Grundlage er wiederholt verordnet hat. Tatsächlich verschwanden diese Symptome in Folge oftmals und kamen nicht wieder.
Welche zehn Symptome hat Krüger bei Hypericum perforatum als ausgesprochen charakteristisch erfahren? Im Mittelpunkt stehen Folgen von Verletzungen und Traumata, insbesondere mit Nervenbezug. Dazu gehören:
1) Asthmaanfälle nach Rücken-, Wirbelsäulen- oder Steißbeinverletzungen, auch nach geburtsunterstützenden Maßnahmen wie Zangengeburt
2) Folgen von Enthauptung, Pfählung, Folter und anderen Hinrichtungsarten, wenn aus früheren Leben oder in Träumen solche traumatischen Erfahrungen auftauchen.
3) Steißbeinverletzungen durch Sturz, mit ausstrahlenden Schmerzen in Wirbelsäule und untere Gliedmaßen
4) Verletzung hochsensibler peripherer Nerven (Finger, Zehen, Nagelbett) mit unerträglichen, lanzinierenden Schmerzen
5) Stichwunden und Tierbisse
6) Tetanus nach Verletzungen
7) Operationsschmerzen
8) schwere Neuralgien nach Verletzung, insbesondere Phantomschmerzen
9) verlorenes Unversehrtheitsgefühl nach schwerer Zerreißung bzw. Verletzung
10) Krämpfe und epileptische Beschwerden nach Kopfverletzungen (DD Natrium sulfuricum)
Schon die Aufzählung zeigt, wie weit Krüger das Thema Verletzung fasst. Hypericum passt nicht nur bei akuten körperlichen Läsionen: Lange zurückliegende Traumata, Geburtsverletzungen und andere Nervenschäden, insbesondere mit dem Gefühl innerer Zerrissenheit, können ebenso ins Hypericum-Bild gehören. Ausführlich werden auch mögliche Folgen von Gehirn- und Wirbelsäulenerschütterungen, insbesondere nach Schleudertrauma, angesprochen.
Krügers „Zehn“ sind auch von seinen persönlichen Erfahrungen geprägt sind. So veranlasste das Traummotiv einer Enthauptung seinen Lehrer Jürgen Becker dazu, ihm Hypericum zu geben. Danach verschwanden seine seit Jahren bestehenden Wirbelsäulenbeschwerden und das charakteristische Knacken.
Weitere ungewöhnliche Fälle dienten als Erfahrungsanker, beispielsweise eine Patientin, deren Empfindungsfähigkeit seit einem Dammschnitt vor vielen Jahren beeinträchtigt war. Nach Hypericum kehrte die Empfindungsfähigkeit zurück. Hier wird deutlich, wie sich das Motiv der „zerrissenen“ Körperlichkeit mit der Wiederherstellung des Unversehrtheitsgefühls verbindet.
Neben den homöopathischen Indikationen geht der Dozent auch auf weitere praktische Anwendungen ein, z. B. Hypericum-Tinktur zur lokalen Behandlung von Verbrennungen. Bei schweren Verletzungen erwähnt er zudem die Möglichkeit der Kombination mit Arnica und Staphisagria, betont aber ausdrücklich, dass solche Kombinationen nicht schematisch übernommen, sondern mittels Testung bestätigt werden sollten.
Was verbindet all diese so unterschiedlichen Situationen – vom verletzten Steißbein über den Phantomschmerz bis zur traumatischen Erfahrung einer Enthauptung? Für Krüger liegt die gemeinsame Spur in der Verletzung des Nervensystems und in ihren oft lebenslang anhaltenden Folgen. Die Stärke von Hypericum erweist sich gerade dort, wo ein Mensch durch ein Trauma seine körperliche oder seelische Unversehrtheit verloren hat.
Mit seinen „Zehn“ beansprucht Krüger kein vollständiges Arzneimittelbild, sondern die persönliche Sammlung wiederholt bestätigter Erfahrungsanker. Er verbindet sie mit Fallgeschichten, eigenen Erlebnissen und therapeutischen Erfahrungen – und zeigt damit zugleich, wie aus jahrzehntelanger Praxis und Lebenserfahrung ein sehr persönlicher Zugang zu einer Arznei entstehen kann.
| Sprache: | Deutsch |
|---|---|
| Vortragstyp / Eignung: | Kurzdarstellung (Einführung), Persönliche Erfahrung |
| Schwierigkeitsgrad (Kenntnisniveau): | 1 Einsteiger/Ausbildungsanfänger, 2 Homöopathie-Student (in Ausbildung), 3 Praxisanfänger, 4 Fortgeschrittener, 5 Meister/Experte |
1. Was sind die "Krüger 10"? Symptom 1: Asthmaanfälle nach Wirbelsäulen-/Rückenverletzung, Steißverletzung, Folge von Zangengeburt (05:25)
2. Symptom 2: Folgen von Enthauptung, Folter, Pfählung u. a. Hinrichtungsarten im Vorleben / Don Gerardo: Eireinigung (21:31)
3. Symptom 3: Steißbeinverletzung durch Sturz / Symptom 4: Verletzung sensibler Nerven (Finger, Zehen) / Symptom 5: Stichwunden und Tierbisse / Symptom 6: Tetanus nach Verletzung (05:12)
4. Symptom 7: OP-Schmerzen / Symptom 8: Neuralgien, Phantomschmerz / Symptom 9: Versehrtheit vs. Unversehrtheit / Schwerste Traumatisierung: Gefühl von Zerrissenheit (08:26)
5. Hypericum-Tinktur / Symptom 10: Krämpfe und epileptische Beschwerden nach Kopfverletzung / DD Natrium sulf. / Aktivierung der Syphilinie (04:03)
1 Audio-Datei als MP3-Download
Schmuck-/Coverbild
KI-Komposition von Themen/Arzneien der 73. Berliner Homöopathietage (KI von Microsoft Bing Designer)
Hersteller
Verlag Homöopathie + Symbol, Martin Bomhardt, Liebigstr. 36, 10247 Berlin, E-Mail: info@homsym.de
Produktabbildung
Digitales Produkt - keine Abbildung verfügbar. Die Abbildung oben links dient der symbolischen Dekoration dieser Seite
Produktform
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Dieser Vortrag ist Teil der 73. Berliner Homöopathietage, einer zweitägigen Veranstaltung mit einer Vielzahl interessanter Vorträge. Alle verfügbaren Vorträge können Sie zum stark vergünstigten Paketpreis ebenfalls bei uns erhalten:
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