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Die Entschlüsselung des Causticum-Rätsels. Ein chemisch-alchemistischer Ausflug in das Labor von Hahnemann

Produktinformationen "Die Entschlüsselung des Causticum-Rätsels. Ein chemisch-alchemistischer Ausflug in das Labor von Hahnemann"

Hahnemanns Causticum gab uns in der Homöopathie bis heute ein großes Rätsel auf. Niemand wusste, was Causticum (im Hahnemannschen Sinne) eigentlich genau ist, d. h. aus welchen Ausgangsstoffen und auf welche Weise Hahnemann diese wichtige homöopathische Arznei hergestellt hatte. Ältere Hypothesen der Zusammensetzung reichten von bloßem Wasser, alkoholischer Wirkung oder reiner Suggestion bis hin zur jüngeren Annahme, es handle sich um eine schwache Kalilauge. Unzweifelhaft gehört Causticum zu den großen Polychresten mit einer breiten, doch sehr charakteristischen Anwendung. Das Mittel ist aus unserer homöopathischen Pharmakopoe nicht mehr wegzudenken.

Was also ist Causticum tatsächlich? Wie und woraus stellte Hahnemann es her? Diesem bislang ungelösten Geheimnis der Homöopathie kamen der homöopathische Arzt Dr. Thomas Quak und der Chemiker Karl-Heinz Jansen in einem aufwändigen Experiment auf die Spur. Nach einjähriger unermüdlicher Forschungsarbeit gelang es ihnen, nach vielen Fehlschlägen und unter kontinuierlicher Optimierung ihrer Versuche, das Rätsel der Herstellung und der Zusammensetzung von Causticum im Labor zu ergründen. In der hier aufgezeichneten Vorführung demonstrierten sie den Herstellungsprozess erstmals vor Publikum. Dabei widerlegen sie die Hypothese, Causticum sei lediglich eine schwache Kalilauge.

Ausgangsfrage ihrer Forschung war, warum sich Hahnemann derart für Causticum interessierte. Wie viele Chemiker seiner Zeit, war Hahnemann auf der Suche nach dem basischen (ätzenden) Prinzip der Laugen. Man kannte zwar bereits damals Säuren und Laugen als nutzbare Chemikalien, doch war der Grund für ihre ätzenden und auflösenden Eigenschaften noch unbekannt - die Säure-Basen-Theorie war noch unentdeckt. Hahnemanns Anliegen war, den ätzenden Anteil der Laugen zu isolieren, um ihn dann als Reinstoff zur Verfügung zu haben. Bekannt ist, dass er bei seinen Versuchen gelöschten Kalk (Calciumhydroxid = Ca(OH)2) sowie schwefelsaures Kalium (Kaliumsulfat = K2SO4) verwendete. Doch wie entstand daraus Causticum?

Quak und Jansen unternahmen den notwendigen Versuchsaufbau nach Hahnemanns Beschreibung zunächst mit einer Apparatur aus Duranglas, die der historischen Anweisung möglichst exakt nachgebaut war. Aufgrund der Eigenschaften der historischen Materialien (Schweineblase, Kalknatronglas) funktionierte die Anordnung jedoch erst nach dem Einsatz einer echten historischen Destille mit Alembik aus der Hahnemannzeit. Aufgrund basischer Hydrolyse der Schweineblasendichtung zu Ammoniak sowie die Lösung von Silikaten aus dem Glas des Kolbens bei hohen Temperaturen entsteht in der Dampfphase eine neue chemische Verbindung: Ammoniumsilikat - das gesuchte Causticum!

Bei den Absorptionsmessungen der Causticum-Hochpotenzen kam es außerdem zu ungewöhnlichen "Aufschaukelungseffekten", die nicht auf Verunreinigungen basierten, aber auch nicht einfach reproduzierbar waren. Eine mögliche Erklärung ergibt sich aus der Bildung sogenannter Nanobubbles während der Potenzierung. Diese lediglich nanogroßen Bläschen laden sich im Potenzierungsprozess elektrodynamisch auf - eine mögliche Erklärung für die Wirksamkeit hoher Potenzen? Indische Forschungen deuten darauf hin, dass darin die Informationsspeicherung von Arznei begründet sein könnte. Ein weites Forschungsfeld tut sich auf, sofern die dafür nötigen Budgets zur Verfügung stehen...

Zwei beherzte Homöopathie-Forscher schlagen die historische Brücke zwischen Alchemie und Chemie, zwischen Hahnemann und der Neuzeit - und lösen das Geheimnis der Causticum-Herstellung!

Sprache: Deutsch
Vortragstyp / Eignung: Umfassende Darstellung (Vertiefung)
Autor/Referent*in: Jansen, Karl-Heinz, Quak, Thomas
Schwierigkeitsgrad (Kenntnisniveau): 2 Homöopathie-Student (in Ausbildung), 3 Praxisanfänger, 4 Fortgeschrittener, 5 Meister/Experte

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