Curt Kösters wirft zum Abschluss des Symposiums noch einen kritischen Blick auf die Miasmentheorie und stellt sie als metaphysisches Konzept in Frage, das zu beliebig interpretierbar ist und sich somit einer wissenschaftlichen Überprüfung weitgehend entzieht. In der homöopathischen Praxis birgt sie zudem die Gefahr, die Analyse zu sehr zu vereinfachen, was zu ungenauer Arbeit führen kann.
Statt der Miasmen hat sich für seine praktische Arbeit eine Einteilung in aktive Krankheitsformen (akut) und krankheitsspezifische Reaktionsformen (chronisch) als sehr nützlich erwiesen. Für die aktive Form ermittelt er dann eine individuell spezifische Arznei, während er die chronische Reaktionsweise vorrangig mit Nosoden behandelt. So sucht er auch bei der Borreliose jeweils nach den charakteristischen Symptomen, die auf eine spezifische Arznei hinweisen.
In der abschließenden Diskussion mit den anderen Referenten werden die zentralen Fragen, Perspektiven und Erfahrungen dieses Symposiums noch einmal kontrovers besprochen.
Interessante kritische Überlegungen zur Bedeutung der Miasmatik mit einer spannenden Abschlussdiskussion der Symposiumsreferenten, z. B. zur Frage der Kausalität von Erregern im Krankheitsgeschehen.
Mit ergänzendem Material (PDF-Format) zum Vortrag auf einer Extra-CDR
Das gesamte Symposium finden Sie hier: TO-213 | Dieses Seminar als Download: 29,- € |
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