Dass eine Irisdiagnose tatsächlich Aufschluss über bestimmte Erkrankungen geben kann, wie z.B. die Krausenzone einen Hinweis auf Motorik und Verdauung liefert, ist längst bekannt, doch Adelheid Henke geht einen Schritt weiter und wagt sich an die Diagnose miasmatischer Erbkrankheiten.
So beobachtet sie Reizzeichen im Skleralgebiet des Auges und zieht Rückschlüsse auf eine allergische Bereitschaft; aus Veränderungen im Bild der Blut-Lymph-Zone, d.h. dem äußeren Krausenrand, gelingt es ihr, eine Störung der Hautatmung abzuleiten und damit ein vorliegendes psorisches Miasma festzustellen.
Als ein besonders schwieriger Fall entpuppt sich eine noch sehr junge, vordergründig tuberkulöse Rheuma-Patientin, die vor einer schwerwiegenden Hüftoperation steht und deren Gelenke vollends zu versteifen drohen. Hier erfahren wir, wie Henke anhand der Irisdiagnose nicht nur zum passenden homöopathischen Mittel gelangt, sondern auch einen Ausweg für die Bronchialbeschwerden mit dem angemessenen Entgiftungsprogramm findet. Doch kann sie den operativen Eingriff noch abwenden?
Themen
- Die griechische Lehre von den Säften (Dyskrasie)
- Die Psora: Konstitution und Diathese, Irisdiagnose
- Von verfärbten Rändern und Verschmierungen an der Iris: der Sulphur-Patient mit den rätselhaften Brustschmerzen
- Von gestörten Verbindungslinien, nicht nur in der Kopf-Fußlinie der Iris: die Silicea-Patientin mit frühem Haarausfall
- Vom sich Verkrampfen und Zusammenziehen, auch im Irisstroma: die tuberkulöse Rheuma-Patientin unter Phosphor-Verdacht
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