Gesellschaftliche Vorstellungen hinsichtlich einer "kindgerechten Erziehung" unterliegen einem stetigen Wandel. Kollektive und individuelle Vorstellungen darüber, was erziehungsmäßig richtig oder falsch ist, können stark divergieren - vergleichen wir nur einmal den streng autoritären Drill zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit den antiautoritären Idealen der 70er-Jahre.
Heutzutage - mehrere Jahrzehnte und viele Erfahrungen später - steht das Kind selbst, mit seiner individuellen Persönlichkeitsentwicklung, stärker im Mittelpunkt pädagogischer Leitlinien. Zentrale Prinzipien sind nunmehr die Berücksichtigung und Achtung der kindlichen Bedürfnisse und ein entsprechend verständnisvoller und fördernder Umgang mit dem Kind. Zwischen der Theorie solcher modernen Erziehungsvorstellungen und dem "realen Leben" mit Kindern im Alltag klafft jedoch häufig eine große Lücke. Wie soll man beispielsweise mit Kindern umgehen, die ihre Eltern "tyrannisieren"? Wie können Eltern und Erzieher, die ihre Kinder schon fast als bösartig, zumindest aber als sehr schwierig erleben, den Widerspruch zwischen gelebter Realität und dem guten Vorsätzen eines verständnisvollen Umgangs miteinander auflösen?
 | Dieser Vortrag als Download: 14,90 € |
Weitere Informationen zu diesem Titel finden Sie unter Details...