"Das Unheil ist das Heil dieser Kraft".
Dunkel und undurchdringlich sind die Erfahrungen, die Johannes Michels und Andrea Dietter mit dem Regelblut durchlebten. Leidvolle Erfahrungen mit einem unregelmäßigen Zyklus brachten Andrea Dietter zu einem Regelblutseminar. Emotional beschreibt sie die kraftvolle Polarität des Regelbluts: wie sich in der bewussten Gegenüberstellung von Weiblichkeit und Männlichkeit ihre eigene Empfindsamkeit für das Unterbewusste und Verborgene schärfte und wie sie sich dem männlichen Pol nahezu hilflos ergab, mit ihrem ganzen Selbst, mit all ihren Schattenseiten. Doch verlieh ihr das Regelblut auch die Macht, ihre Rolle als Frau bewusst einzufordern und anzunehmen.
Auf der anderen Seite kann das Regelblut auch einen Mann dabei unterstützen, zum Mann zu werden, wenn auch zunächst auf eher destruktive Weise. Johannes Michels beschreibt, wie er sich dem Wesen der Frau blind, hilflos und besessen auslieferte, beinahe in Wahnzustände geriet. In einer Krise der eigenen Identität, im leidvollen Durchleben des Untergangs, konnte er bisherige Lebensziele und Visionen aufgeben. Regelblut als Arznei brachte ihm noch nicht die heilende Lösung, sondern erwies sich als Vorstufe zu einem transformierten Ich, zu einem neuen Heil-Sein.
Regelblut kann dabei helfen, das eigene Geschlecht bewusster, in der Dualität zum anderen Geschlecht, zu erleben.
 | Dieser Vortrag als Download: 11,90 € |
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