Dr. Norbert Enders (†)

In memoriam Dr. NORBERT ENDERS


(ein persönlicher Nachruf von Martin Bomhardt)

"Je weniger einer braucht, desto mehr nähert er sich den Göttern, die gar nichts brauchen." (Sokrates)

Mein Freund, Ratgeber, Lehrer und Autor Dr. Norbert Enders, an den ich, nach seinem physischen Weggang vor einer Woche (8. August 2020), hier ein wenig erinnern möchte, hat Zeit seines Lebens nur wenig gebraucht. Zwar konnte er sich, Dank höchst erfolgreicher homöopathisch-ärztlicher Praxis im Rheingau (Wiesbaden, Idstein) sowie als bekanntester und beliebtester Homöopathieautor der 80-90er-Jahre, auch immer wieder beachtlichen Wohlstands erfreuen, doch hing er nie wirklich an irdischen Gütern. Zwar schätzte und mochte er durchaus auch einen genüsslichen Luxus (gutes Essen, feine Stoffe, edle Schuhe), doch Materielles war ihm im Grunde unwichtig. So gönnte er sich einige Jahre lang auch mal nonchalant einen Rolls-Royce und lebte in Deutschland (und später an der Cote d'Azur, seiner französischen Wahlheimat) zeitweise in größeren Villen, konnte sich jedoch vom irdischen Tand und schnöden Mammon ebenso leicht wieder trennen, um sein gesamtes Vermögen wieder und wieder in humanistisch-karitative Projekte und Homöopathie-Missionen zu stecken.

In Nizza genügte ihm zuletzt ein Zimmer in einer etwas heruntergekommenen Absteige, das die Bezeichnung "Hotel" kaum verdient, davor ein winziges Einzimmer-Appartment (in der geliebten Altstadt), das ihm zugleich als Praxis diente. Dort schlief er - wie oft auch anderenorts - einfach auf dem Boden, für ein Bett wäre schlicht kein Platz mehr gewesen. So konnte er ein schick gekleideter Gentleman sein, der mit der "high society" von Monte Carlo (Monaco) verkehrte oder in Manila homöopathischer Leibarzt der Präsidentenfamilie war, doch ebenso ein schlichter Asket, der im Tanktop-Shirt und kurzen Höschen in der einfachsten Bambushütte hauste und sich lediglich von Reisgerichten ernährte.

Was er lebenslang brauchte, waren treue und nahe Verbindungen zu Menschen, zu Freunden und Patienten, zu seiner Tochter Chantal in England (selbst erfolgreiche Homöopathin), zu den geliebten Enkeln und verschiedenen geistigen Ziehkindern, für die er gewissermaßen zum Ersatzvater und Mentor wurde. Es war ihm ein Herzensanliegen, dass aus diesen kränkelnden Kleinen (oft Trennungskinder) gesunde, anständige und eigenverantwortliche junge Menschen wurden. Das Wohlergehen seiner riesigen geistigen Familie (zu der auch manch langjährige Patienten gehörten, die zu Schülern und Freunden wurden) machte ihn (als Krebs-Geborenen) stolz und glücklich, dafür lebte er letztendlich.

Was brauchte er noch? Wann immer möglich, wollte er auch seine Bücher um sich haben, ausgewählte belletristische und philosophische Literatur, bestimmte Werke der Homöopathie. Die Homöopathie war sein geistiges Zentrum und das Arztsein seine Lebensaufgabe. Noch vor gut einem Jahr übte er sie per Fernkontakt aus - bis ins 79. Lebensjahr! Erst als ihm das äußerst intensive Nachsinnen (da war ich mehrmals Zeuge) über die nächsten Arzneien für Patienten, die ihn täglich zigfach per Email kontaktierten, und das schriftliche Antworten zu schwer fielen, weil er davon schnell erschöpft war, verabschiedete er sich schließlich per Rundbrief von seiner gesamten Patientenschaft und gab das homöopathische Praktizieren endgültig auf, mit dem er über 50 Jahre lang Tausenden von Patienten geholfen hatte.

Enders war nicht nur Mediziner, sondern ein Arzt im besten Sinne des Wortes. Die innere Berufung dazu war ihm schon als Schüler bewusst. Sein größtes Vorbild war Albert Schweitzer, dessen Haltung und Ethos er lebenslang verwirklichte. Aus einer nichtärztlichen Pfälzer Familie stammend, stand es für ihn nicht mehr in Frage, welchen Beruf er ergreifen würde. So studierte er in den 60er Jahren Medizin in Heidelberg und Lausanne und begab sich danach als junger Arzt gleich an den heikelsten Ort jener Zeit, in den Krieg nach Vietnam, wo er in einem Lazarett selbst Operationen durchführte. Danach erforschte er, stets auf der Suche nach einer Heilkunst, die über die rein akademische Medizin hinausreichte, einige Jahre lang die Heilkunde Einheimischer im Fernen Osten (Korea, Philippinen) und in Lateinamerika.

Von Homöopathie hörte er erstmals bei einem ärztlichen Kongress einen homöopathischen Arzt: "So wie es oben rausläuft, läuft es auch unten raus". Das machte ihn neugierig, er erkundigte sich weiter und ging auf die Suche. Schließlich landete er in Wien bei Prof. Dr. Mathias Dorcsi, zu dessen Meisterschüler und lebenslangem Freund er wurde, trotz mancher Anfeindungen durch Kollegen anderer Homöopathierichtungen. Die zentrale Anamnese-Frage "Was ist das für ein Mensch?", mit der Dorcsis Verständnis von "Konstitution" sich umschreiben lässt, sowie der physiognomische und zugleich empathische Blick auf das Einzigartige, das uns im Patienten begegnet, wurde auch zu Enders' Leitmotiv. Die Begegnung mit Menschen und der Dienst an ihnen war ihm ohnehin das Wichtigste, was sich auch darin ausdrückt, dass er sich Personen (und sogar ihre Namen!) schon nach dem ersten Kennenlernen dauerhaft merken konnte - das fand ich immer wieder unglaublich.

Im festen Glauben an das letztlich Gute im Menschen, an die Möglichkeit der Homöopathie, über die Behebung manifester Krankheit hinaus das positive Potenzial des einzelnen Menschen freizulegen und damit zur gemeinsamen Verwandlung der Welt hin zu einem Paradies beizutragen, betrieb er tagtäglich seine Praxis. Behandlungen waren für ihn zutiefst menschliche Begegnungen, Begegnungen mit der Seele des Menschen. Er begegnete in großer Offenheit, aufmerksam und interessiert zuhörend, um letztendlich zu verstehen, welche Arznei die passende sein würde. Darin täuschte er sich nur selten, er hatte viele bemerkenswerte Heilerfolge. Homöopathische Dogmatik spielte für ihn keine Rolle, gesicherte Grundlagen und begründetes Arbeiten jedoch durchaus. Für seine ehrliche und offenherzige Zugewandheit liebten ihn die Patienten. Oft behandelte er mehrere Generationen nacheinander, zog gewissermaßen die Kinder der Patienten mit auf, die dann wiederum mit ihren eigenen Kindern zu ihm kamen...

Enders verstand Homöopathie immer auch als eine Form von Pädagogik, als Erziehung des Menschen zu einem mündigen, verantwortlichen, anständigen Wesen. In seinem Buch "Bedrohte Kindheit" wird das an vielen Beispielen deutlich. Gutes Benehmen und eine aufrechte Haltung (selbst von jung auf regelmäßig Yoga treibend) waren ihm sehr wichtig. Er verabscheute ungehobelte Grobheit, lärmige Lautheit und Respektlosigkeit. Dabei ging es ihm weniger um formale Manieren als um die Achtung vor dem Anderen, um Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit. Spießer, die lediglich kleinkariert engen Regeln gehorchten, waren ihm zuwider. Er war ein echter Freigeist, der auch immer wieder zum Ungehorsam aufforderte, beispielsweise (oft vergeblich) bei den manchmal etwas unterwürfigen Philippinos. Da alle zu seiner inneren Familie gehörten, erlaubte er sich, auch alle zu erziehen (was manchmal - zu seinem Unverständnis - etwas übergriffig wirken konnte). Freigeist war er auch als rheinisch-pfälzischer Jeck, der gerne und viel spaßte, lachte und feierte, auf wilden Parties ausgelassen tanzte und schalkhaft grimassierte, gute geistvolle Getränke schätzte und unbekümmert (sogar in der Praxis) Mentholzigaretten rauchte (vermutlich bis zum Ende). Wenn ich bei ihm war, rauchte ich schon allein aus Solidarität, und natürlich weil es eine besondere Freude war, mit ihm zu sitzen, zu reden, Chardonnay, Rotwein oder Campari zu trinken und dabei zu paffen.

Neben der praktischen ärztlich-homöopathischen Tätigkeit, die er gut drei Jahrzehnte lang im Rheingau ausübte, fand Enders auch besondere Freude am persönlichen Vermitteln und schriftstellerischen Verfassen. Die dafür erforderlichen Voraussetzungen waren ihm ebenfalls gegeben: Für mich gehört Enders zu den geistreichsten, gebildetsten Menschen, denen ich je persönlich begegnen durfte. Neben Deutsch (und Pfälzisch - er konnte herrlich Dialekte mimen, auch das Österreichisch von Dorcsi), beherrschte er fließend Französisch (Frankreich liebte er schon als junger Mensch, während er Deutschland oft als zu spießig und kalt empfand) sowie Englisch, dazu genug Latein, Italienisch und Spanisch und etwas philippinischen Tagalog. Sein poetischer Wortwitz, sein funkelnder Esprit, seine Eleganz im Umgang mit Sprache, stets durchdrungen von einer empathischen Liebe zum Menschen, kommt in all seinen Büchern und Vorträgen zum Ausdruck.

Sein Name und sein Werk als Autor dürfte zumindest den Älteren in der Homöopathenschaft wohl vertraut sein: Er zählte nicht nur im deutschsprachigen Raum zu den gefragtesten und erfolgreichsten Homöopathie-Autoren. Mehrere Werke wurden in andere Sprachen übersetzt. Seine Bücher sind allesamt Bestseller, Essenzen seiner reichhaltigen Praxiserfahrung. Die meisten erschienen im Haug-Verlag (heute Teil von TRIAS) und waren dort lange unter den Spitzentiteln. Besonders geschätzt waren jene Bücher, die er für seine Patienten und andere Laien verfasste, um die akute Selbstbehandlung im Alltag zu fördern und der breiten Bevölkerung damit die homöopathische Heilkunst näherzubringen ("Enders' Handbuch Homöopathie", "Homöopathische Hausapotheke", "Hausapotheke für den homöopathischen Patienten" u. v. a.). Mit seinen Büchern trug er nicht unerheblich zum enormen neuerlichen Aufschwung und zur Etablierung der Homöopathie vor der Jahrtausendwende bei.

Dem Fachkollegium war Enders auch durch sein Buch "Bewährte Anwendungen der homöopathischen Arznei" bekannt. Es gehörte auch zu meinen frühesten Homöopathie-Schätzen, um die "kurzen Wege" (bewährten Arzneien) der Akutanwendung kennenzulernen. Doch beschränkt sich sein Werk nicht allein auf die "leichte Kost" bewährter Indikationen, wie ihm von manchen Kollegen bisweilen verächtlich (bzw. neidisch) vorgeworfen wurde. Enders war ebenso ein Meister der Vertiefung und Durchdringung, wie in seinen Arzneifamilien-Seminaren deutlich wird. So konnte er sich mit einzelnen Pflanzen- oder Tierfamilien oft mehrere Jahre lang forschend befassen, beispielsweise mit den Umbelliferen, den Solanaceen oder den Spinnen.

Neben der schriftlichen Verbreitung der Homöopathie erwies sich Dr. Enders auch didaktisch als höchst begabt, homöopathische Erkenntnisse, die er praktisch erfahren und geistig tief durchdrungen hatte, in seinen Kursen, Vorträgen und Seminaren zu vermitteln, als Fachfortbildungen an verschiedenen Orten, darunter im LV Hessen-Rheinland-Pfalz (des Zentralvereins homöopathischer Ärzte), dessen 1. Vorsitzender er eine Zeitlang war (bis ihn die Funktionärsrolle zu sehr nervte). Geradezu legendär sind die Seminarreihen, die er regelmäßig im Rheingau abhielt, sowie die klinischen Seminare der ehemaligen Karlsruher Homöopathietage. Erfreulicherweise wurden beide Reihen teilweise aufgezeichnet, wodurch uns nicht nur die Inhalte, sondern auch seine Stimme auf Dauer erhalten bleiben. Viele Homöopath*innen unserer Zeit waren Enders-Schüler, darunter bekannte Meister*innen wie Dr. Beate Latour, Dr. Ulrich Koch, Freya Jäschke, mit denen er - bis zu seinem Wegzug von Deutschland nach Nizza - auch gemeinsam hochkarätige Fortbildungen abhielt. Auch in Nizza hielt er in den Jahren um 2010 noch regelmäßige Arbeitskreise und Seminare (u. a. über die Umbelliferen) ab.

Neben seiner frühen frankophilen Neigung hatte Norbert Enders eine besonders intensive Verbindung zum südostasiatischen Raum, insbesondere zu den Philippinen, wo er schon vorhomöopathisch als junger Arzt längere Zeit tätig war. Das Land wurde ihm bald zur favorisierten Wahlheimat, denn zum einen zog er die Sonne und Wärme dem feuchtkalten Wetter Europas deutlich vor, zum anderen mochte er die Menschen dort, ihre fröhliche, gern lachende Unbekümmertheit, ihren Lebenspragmatismus und -optimismus (trotz verbreiteter Armut und Not), ihre feine Art und respektvolle Einstellung gegenüber anderen. "Leben und leben lassen" - dieses französische Motto gilt auch dort. In der Zuneigung zu Asien bin ich mit Norbert auf mehrfache Weise besonders verbunden.

So wurde es ihm zum Anliegen, sowohl seine Auffassung vom Arztsein als auch die Homöopathie dorthin zu tragen. Darin verstand er sich als Missionar, nicht im religiösen, sondern im humanistisch-karitativen und ärztlichen Sinne. In der Hauptstadt Manila und in Cebu City (der zweitgrößten Stadt) begründete er Homöopathie-Ausbildungs- und Aktionsgruppen. Sie bestehen bis heute in recht stabilen Strukturen fort, nunmehr weitergetragen von Menschen, die bis zum Ende treu mit ihm verbunden geblieben sind. In zwei Filmen von Andreas Jung und Kathleen Biermann-Jung wird darüber berichtet (Link unten).

Noch bis vor zwei Jahren begab sich Norbert Enders mit diesen Gruppen, teilweise unterstützt und gefördert durch die französische Organisation "Solidarité Homeopathie", auf regelmäßige "Missionen". Sie führten in die Slumgebiete von Manila und Cebu City und in die schwer zugänglichen Bergregionen von Negros und anderen philippinischen Inseln. Die von ihm geleitete Gruppe versorgte dort die örtliche Bevölkerung medizinisch und homöopathisch, zuletzt bei jenem schrecklichen Taifun in Tacloban sowie beim Erdbeben in Bohol. Trotz seines fortgeschrittenen Alters war Norbert unvermindert aktiv dabei. Einzelne junge Menschen, die er besonders ins Herz geschlossen hatte, wurden in Form von Stipendien auch schulisch gefördert und nachhaltig betreut. Von diesen Missionen existieren noch verschiedene Berichte (Links unten) und zahlreiche Kasuistiken. Eine genaue Dokumentation war ihm ebenfalls wichtig, als Kasuistikbeispiele für Schulungen und als sichtbare Belege für die Wirksamkeit der Homöopathie.

Auf fast tantalisch-sisyphischer Weise, mit dem unermüdlichen Ansinnen, diesen Planeten in ein Paradies und uns Menschen in gute, anständige Wesen zu verwandeln, gründete Enders dörfliche Lebensgemeinschaftsprojekte, in die er immer wieder viel Geld investierte, um am Ende doch wieder alles zu verlieren, indem er von den jeweiligen Grundbesitzern schlussendlich betrogen oder gar verjagt wurde (man kann dort als Ausländer keinen Boden selbst erwerben, was ein fatales Ausgeliefertsein bedingt). Da erschien er mir in seiner Großherzigkeit oft zu gutgläubig und vertrauensselig. So endete sein Paradieswunsch immer wieder mit bitteren Enttäuschungen durch Menschen, denen er lange Zeit voll vertraut hatte... So auch erst vor wenigen Jahren, als er sich, in Form eines liebevoll gestalteten, mehrstöckigen Hauses am Strand der hübschen kleinen Insel Siquijor (Heimat der berühmten philippinische Schamanen), gerade wieder ein neues Paradies aufgebaut hatte, das sein Altersruhesitz werden sollte. Das Haus wurde am Ende hinter seinem Rücken verkauft und er musste wieder ausziehen...

Die wiederholten Anstrengungen und bitteren Enttäuschungen dürften zum allmählichen Nachlassen seiner Kräfte beigetragen haben, auch wenn er das nie zugeben würde. Doch bemerkte ich durchaus Züge zunehmender, natürlich verständlicher Verbitterung, auch wenn er seine Zuversicht, seinen Glauben und Lebensmut, seinen Willen zum Weitermachen und zum neuerlichen Aufbruch nie völlig verloren hat. Zuletzt erwarb er noch einmal ein schönes Fleckchen Land auf Siquijor, um für sich und seine Freunde vorort eine Art Farm zu bauen.

Am Ende, so glaube ich, war er vom vielen (oft vergeblichen) Schöpfen und Schaffen einfach er-schöpft, ver-ausgabt, leer geschöpft. An diesem schönen Ort ist er nun, kurz nach seinem 80. Geburtstag, von uns gegangen. Er soll friedlich eingeschlafen sein.

Im Januar 2020, anlässlich des Besuchs meines philippinischen Freundes noch vor der Corona-Krise, konnte ich ihn dann wohl als letzter seiner europäischen Freunde noch einmal persönlich auf Siquijor treffen. Wir verbrachten zwei nette Tage zusammen auf der gerade frisch erbauten "Farm" in den Hügeln über dem Meer. Norbert war, von einem akuten Erschöpfungssyndrom seit seinem letzten Europabesuch, noch immer sehr geschwächt und sah sehr gealtert aus, so dass ich beim ersten Anblick etwas erschrak. Doch geistig war er unvermindert präsent und wach, und wir hatten - wie schon so oft in früheren Jahren - eine sehr angeregte Zeit, fast unaufhörlich im Gespräch, über Homöopathie, das Leben und die Welt an sich, und über unsere (auch seine!) weiteren Zukunftspläne und Wünsche...

Ich erinnere mich, dass er mir zum Ende des gemeinsamen Abends noch einige klassische Stücke vorspielen mochte, die er besonders liebte. Und so saßen wir beeinander und hörten schweigend diese wunderbare Musik. Das hatte für mich schon damals etwas Überweltliches, Surreales... Als ich am folgenden Mittag wieder aufbrechen musste, verdrängte ich den Gedanken, ob ich ihn wohl noch einmal lebend wiedersehen würde, wiewohl er weiterhin die Zuversicht in sich trug, sich wieder vollständig erholen und noch einige Jährchen aktiv sein zu können, als Autor, als Lehrer, als Paradiesschöpfer...

Vielleicht sitzt er jetzt an einem himmlischen Homöopathen-Stammtisch, zusammen mit Dr. Mohinder Jus, mit Eckart von Seherr-Thohs, mit Jürgen Becker, mit Gerhard Bleul und noch manch älteren homöopathischen Ahnen, in einem dann sicherlich höchst reghaften Austausch. Vielleicht sind auch sein Vorbild Albert Schweitzer und sein geliebter Lehrer Dorcsi dabei. Das würde ich ihm sehr wünschen. Bestimmt hätten sie viel Spaß und regen Austausch miteinander... mögen sie uns ihre Inspiration und ihren besonderen Geist senden!

Norbert Enders' Werke, seine Bücher, Seminare und Vorträge, werden uns erhalten bleiben. Sie machen ihn unsterblich.

So wünsche ich unserem lieben "Norbi" nun, dass er auf seinem Weg in die jenseitigen Welten in Frieden ist, von den guten Händen Gottes getragen - und dass er dort das von ihm lange ersehnte Paradies vorfinden möge!

Für mich bleibt der schmerzliche Verlust eines wichtigen Menschen in meinem Leben, den ich sehr vermissen werde, als langjährigen Lebenslehrer und -begleiter und als Freund! Ein Mensch, der wenig brauchte und vieles hatte, vor allem ein sehr reichhaltiges, voll ausgefülltes Leben.

"Der Mond ist immer rund und voll. Trotzdem sehen wir manchmal nur ein Viertel davon." (aus: "Das homöopathische Kind", Haug, 1990)

Links zum Nachruf
Youtube-Videos:
Homöopath Dr. Norbert Enders auf den Philippinen
Trailer zur Video-DVD "Große Homöopathen unserer Zeit"
(Der komplette Film auf DVD ist bei uns erhältlich.)

Berichte philippinischer Missionen der Jahre 2015-2018
Missionsbericht Dezember 2015 bis Februar 2016
Missionsbericht August 2016
Missionsbericht Dezember 2016
Missionsbericht November 2017
Missionsbericht April 2018
Missionsbericht August 2018

Kostenloser Hörausschnitt aus Seminar "Nachtschattengewächse"
(Das vollständige Seminar ist hier zu finden)

Vom Autor ist auch ein Buch zu den Umbelliferen erschienen: "Über das Wesen der Umbelliferen - Streben nach Einverleibung kosmischer Formkräfte", ISBN: 978-3734751639, erhältlich im Buch- oder Onlinehandel, Eine Leseprobe zu diesem 352 Seiten starken Werk finden Sie hier



In memoriam Dr. NORBERT ENDERS (ein persönlicher Nachruf von Martin Bomhardt) "Je weniger einer braucht, desto mehr nähert er sich den Göttern, die gar nichts brauchen." (Sokrates) Mein... mehr erfahren »
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Dr. Norbert Enders (†)

In memoriam Dr. NORBERT ENDERS


(ein persönlicher Nachruf von Martin Bomhardt)

"Je weniger einer braucht, desto mehr nähert er sich den Göttern, die gar nichts brauchen." (Sokrates)

Mein Freund, Ratgeber, Lehrer und Autor Dr. Norbert Enders, an den ich, nach seinem physischen Weggang vor einer Woche (8. August 2020), hier ein wenig erinnern möchte, hat Zeit seines Lebens nur wenig gebraucht. Zwar konnte er sich, Dank höchst erfolgreicher homöopathisch-ärztlicher Praxis im Rheingau (Wiesbaden, Idstein) sowie als bekanntester und beliebtester Homöopathieautor der 80-90er-Jahre, auch immer wieder beachtlichen Wohlstands erfreuen, doch hing er nie wirklich an irdischen Gütern. Zwar schätzte und mochte er durchaus auch einen genüsslichen Luxus (gutes Essen, feine Stoffe, edle Schuhe), doch Materielles war ihm im Grunde unwichtig. So gönnte er sich einige Jahre lang auch mal nonchalant einen Rolls-Royce und lebte in Deutschland (und später an der Cote d'Azur, seiner französischen Wahlheimat) zeitweise in größeren Villen, konnte sich jedoch vom irdischen Tand und schnöden Mammon ebenso leicht wieder trennen, um sein gesamtes Vermögen wieder und wieder in humanistisch-karitative Projekte und Homöopathie-Missionen zu stecken.

In Nizza genügte ihm zuletzt ein Zimmer in einer etwas heruntergekommenen Absteige, das die Bezeichnung "Hotel" kaum verdient, davor ein winziges Einzimmer-Appartment (in der geliebten Altstadt), das ihm zugleich als Praxis diente. Dort schlief er - wie oft auch anderenorts - einfach auf dem Boden, für ein Bett wäre schlicht kein Platz mehr gewesen. So konnte er ein schick gekleideter Gentleman sein, der mit der "high society" von Monte Carlo (Monaco) verkehrte oder in Manila homöopathischer Leibarzt der Präsidentenfamilie war, doch ebenso ein schlichter Asket, der im Tanktop-Shirt und kurzen Höschen in der einfachsten Bambushütte hauste und sich lediglich von Reisgerichten ernährte.

Was er lebenslang brauchte, waren treue und nahe Verbindungen zu Menschen, zu Freunden und Patienten, zu seiner Tochter Chantal in England (selbst erfolgreiche Homöopathin), zu den geliebten Enkeln und verschiedenen geistigen Ziehkindern, für die er gewissermaßen zum Ersatzvater und Mentor wurde. Es war ihm ein Herzensanliegen, dass aus diesen kränkelnden Kleinen (oft Trennungskinder) gesunde, anständige und eigenverantwortliche junge Menschen wurden. Das Wohlergehen seiner riesigen geistigen Familie (zu der auch manch langjährige Patienten gehörten, die zu Schülern und Freunden wurden) machte ihn (als Krebs-Geborenen) stolz und glücklich, dafür lebte er letztendlich.

Was brauchte er noch? Wann immer möglich, wollte er auch seine Bücher um sich haben, ausgewählte belletristische und philosophische Literatur, bestimmte Werke der Homöopathie. Die Homöopathie war sein geistiges Zentrum und das Arztsein seine Lebensaufgabe. Noch vor gut einem Jahr übte er sie per Fernkontakt aus - bis ins 79. Lebensjahr! Erst als ihm das äußerst intensive Nachsinnen (da war ich mehrmals Zeuge) über die nächsten Arzneien für Patienten, die ihn täglich zigfach per Email kontaktierten, und das schriftliche Antworten zu schwer fielen, weil er davon schnell erschöpft war, verabschiedete er sich schließlich per Rundbrief von seiner gesamten Patientenschaft und gab das homöopathische Praktizieren endgültig auf, mit dem er über 50 Jahre lang Tausenden von Patienten geholfen hatte.

Enders war nicht nur Mediziner, sondern ein Arzt im besten Sinne des Wortes. Die innere Berufung dazu war ihm schon als Schüler bewusst. Sein größtes Vorbild war Albert Schweitzer, dessen Haltung und Ethos er lebenslang verwirklichte. Aus einer nichtärztlichen Pfälzer Familie stammend, stand es für ihn nicht mehr in Frage, welchen Beruf er ergreifen würde. So studierte er in den 60er Jahren Medizin in Heidelberg und Lausanne und begab sich danach als junger Arzt gleich an den heikelsten Ort jener Zeit, in den Krieg nach Vietnam, wo er in einem Lazarett selbst Operationen durchführte. Danach erforschte er, stets auf der Suche nach einer Heilkunst, die über die rein akademische Medizin hinausreichte, einige Jahre lang die Heilkunde Einheimischer im Fernen Osten (Korea, Philippinen) und in Lateinamerika.

Von Homöopathie hörte er erstmals bei einem ärztlichen Kongress einen homöopathischen Arzt: "So wie es oben rausläuft, läuft es auch unten raus". Das machte ihn neugierig, er erkundigte sich weiter und ging auf die Suche. Schließlich landete er in Wien bei Prof. Dr. Mathias Dorcsi, zu dessen Meisterschüler und lebenslangem Freund er wurde, trotz mancher Anfeindungen durch Kollegen anderer Homöopathierichtungen. Die zentrale Anamnese-Frage "Was ist das für ein Mensch?", mit der Dorcsis Verständnis von "Konstitution" sich umschreiben lässt, sowie der physiognomische und zugleich empathische Blick auf das Einzigartige, das uns im Patienten begegnet, wurde auch zu Enders' Leitmotiv. Die Begegnung mit Menschen und der Dienst an ihnen war ihm ohnehin das Wichtigste, was sich auch darin ausdrückt, dass er sich Personen (und sogar ihre Namen!) schon nach dem ersten Kennenlernen dauerhaft merken konnte - das fand ich immer wieder unglaublich.

Im festen Glauben an das letztlich Gute im Menschen, an die Möglichkeit der Homöopathie, über die Behebung manifester Krankheit hinaus das positive Potenzial des einzelnen Menschen freizulegen und damit zur gemeinsamen Verwandlung der Welt hin zu einem Paradies beizutragen, betrieb er tagtäglich seine Praxis. Behandlungen waren für ihn zutiefst menschliche Begegnungen, Begegnungen mit der Seele des Menschen. Er begegnete in großer Offenheit, aufmerksam und interessiert zuhörend, um letztendlich zu verstehen, welche Arznei die passende sein würde. Darin täuschte er sich nur selten, er hatte viele bemerkenswerte Heilerfolge. Homöopathische Dogmatik spielte für ihn keine Rolle, gesicherte Grundlagen und begründetes Arbeiten jedoch durchaus. Für seine ehrliche und offenherzige Zugewandheit liebten ihn die Patienten. Oft behandelte er mehrere Generationen nacheinander, zog gewissermaßen die Kinder der Patienten mit auf, die dann wiederum mit ihren eigenen Kindern zu ihm kamen...

Enders verstand Homöopathie immer auch als eine Form von Pädagogik, als Erziehung des Menschen zu einem mündigen, verantwortlichen, anständigen Wesen. In seinem Buch "Bedrohte Kindheit" wird das an vielen Beispielen deutlich. Gutes Benehmen und eine aufrechte Haltung (selbst von jung auf regelmäßig Yoga treibend) waren ihm sehr wichtig. Er verabscheute ungehobelte Grobheit, lärmige Lautheit und Respektlosigkeit. Dabei ging es ihm weniger um formale Manieren als um die Achtung vor dem Anderen, um Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit. Spießer, die lediglich kleinkariert engen Regeln gehorchten, waren ihm zuwider. Er war ein echter Freigeist, der auch immer wieder zum Ungehorsam aufforderte, beispielsweise (oft vergeblich) bei den manchmal etwas unterwürfigen Philippinos. Da alle zu seiner inneren Familie gehörten, erlaubte er sich, auch alle zu erziehen (was manchmal - zu seinem Unverständnis - etwas übergriffig wirken konnte). Freigeist war er auch als rheinisch-pfälzischer Jeck, der gerne und viel spaßte, lachte und feierte, auf wilden Parties ausgelassen tanzte und schalkhaft grimassierte, gute geistvolle Getränke schätzte und unbekümmert (sogar in der Praxis) Mentholzigaretten rauchte (vermutlich bis zum Ende). Wenn ich bei ihm war, rauchte ich schon allein aus Solidarität, und natürlich weil es eine besondere Freude war, mit ihm zu sitzen, zu reden, Chardonnay, Rotwein oder Campari zu trinken und dabei zu paffen.

Neben der praktischen ärztlich-homöopathischen Tätigkeit, die er gut drei Jahrzehnte lang im Rheingau ausübte, fand Enders auch besondere Freude am persönlichen Vermitteln und schriftstellerischen Verfassen. Die dafür erforderlichen Voraussetzungen waren ihm ebenfalls gegeben: Für mich gehört Enders zu den geistreichsten, gebildetsten Menschen, denen ich je persönlich begegnen durfte. Neben Deutsch (und Pfälzisch - er konnte herrlich Dialekte mimen, auch das Österreichisch von Dorcsi), beherrschte er fließend Französisch (Frankreich liebte er schon als junger Mensch, während er Deutschland oft als zu spießig und kalt empfand) sowie Englisch, dazu genug Latein, Italienisch und Spanisch und etwas philippinischen Tagalog. Sein poetischer Wortwitz, sein funkelnder Esprit, seine Eleganz im Umgang mit Sprache, stets durchdrungen von einer empathischen Liebe zum Menschen, kommt in all seinen Büchern und Vorträgen zum Ausdruck.

Sein Name und sein Werk als Autor dürfte zumindest den Älteren in der Homöopathenschaft wohl vertraut sein: Er zählte nicht nur im deutschsprachigen Raum zu den gefragtesten und erfolgreichsten Homöopathie-Autoren. Mehrere Werke wurden in andere Sprachen übersetzt. Seine Bücher sind allesamt Bestseller, Essenzen seiner reichhaltigen Praxiserfahrung. Die meisten erschienen im Haug-Verlag (heute Teil von TRIAS) und waren dort lange unter den Spitzentiteln. Besonders geschätzt waren jene Bücher, die er für seine Patienten und andere Laien verfasste, um die akute Selbstbehandlung im Alltag zu fördern und der breiten Bevölkerung damit die homöopathische Heilkunst näherzubringen ("Enders' Handbuch Homöopathie", "Homöopathische Hausapotheke", "Hausapotheke für den homöopathischen Patienten" u. v. a.). Mit seinen Büchern trug er nicht unerheblich zum enormen neuerlichen Aufschwung und zur Etablierung der Homöopathie vor der Jahrtausendwende bei.

Dem Fachkollegium war Enders auch durch sein Buch "Bewährte Anwendungen der homöopathischen Arznei" bekannt. Es gehörte auch zu meinen frühesten Homöopathie-Schätzen, um die "kurzen Wege" (bewährten Arzneien) der Akutanwendung kennenzulernen. Doch beschränkt sich sein Werk nicht allein auf die "leichte Kost" bewährter Indikationen, wie ihm von manchen Kollegen bisweilen verächtlich (bzw. neidisch) vorgeworfen wurde. Enders war ebenso ein Meister der Vertiefung und Durchdringung, wie in seinen Arzneifamilien-Seminaren deutlich wird. So konnte er sich mit einzelnen Pflanzen- oder Tierfamilien oft mehrere Jahre lang forschend befassen, beispielsweise mit den Umbelliferen, den Solanaceen oder den Spinnen.

Neben der schriftlichen Verbreitung der Homöopathie erwies sich Dr. Enders auch didaktisch als höchst begabt, homöopathische Erkenntnisse, die er praktisch erfahren und geistig tief durchdrungen hatte, in seinen Kursen, Vorträgen und Seminaren zu vermitteln, als Fachfortbildungen an verschiedenen Orten, darunter im LV Hessen-Rheinland-Pfalz (des Zentralvereins homöopathischer Ärzte), dessen 1. Vorsitzender er eine Zeitlang war (bis ihn die Funktionärsrolle zu sehr nervte). Geradezu legendär sind die Seminarreihen, die er regelmäßig im Rheingau abhielt, sowie die klinischen Seminare der ehemaligen Karlsruher Homöopathietage. Erfreulicherweise wurden beide Reihen teilweise aufgezeichnet, wodurch uns nicht nur die Inhalte, sondern auch seine Stimme auf Dauer erhalten bleiben. Viele Homöopath*innen unserer Zeit waren Enders-Schüler, darunter bekannte Meister*innen wie Dr. Beate Latour, Dr. Ulrich Koch, Freya Jäschke, mit denen er - bis zu seinem Wegzug von Deutschland nach Nizza - auch gemeinsam hochkarätige Fortbildungen abhielt. Auch in Nizza hielt er in den Jahren um 2010 noch regelmäßige Arbeitskreise und Seminare (u. a. über die Umbelliferen) ab.

Neben seiner frühen frankophilen Neigung hatte Norbert Enders eine besonders intensive Verbindung zum südostasiatischen Raum, insbesondere zu den Philippinen, wo er schon vorhomöopathisch als junger Arzt längere Zeit tätig war. Das Land wurde ihm bald zur favorisierten Wahlheimat, denn zum einen zog er die Sonne und Wärme dem feuchtkalten Wetter Europas deutlich vor, zum anderen mochte er die Menschen dort, ihre fröhliche, gern lachende Unbekümmertheit, ihren Lebenspragmatismus und -optimismus (trotz verbreiteter Armut und Not), ihre feine Art und respektvolle Einstellung gegenüber anderen. "Leben und leben lassen" - dieses französische Motto gilt auch dort. In der Zuneigung zu Asien bin ich mit Norbert auf mehrfache Weise besonders verbunden.

So wurde es ihm zum Anliegen, sowohl seine Auffassung vom Arztsein als auch die Homöopathie dorthin zu tragen. Darin verstand er sich als Missionar, nicht im religiösen, sondern im humanistisch-karitativen und ärztlichen Sinne. In der Hauptstadt Manila und in Cebu City (der zweitgrößten Stadt) begründete er Homöopathie-Ausbildungs- und Aktionsgruppen. Sie bestehen bis heute in recht stabilen Strukturen fort, nunmehr weitergetragen von Menschen, die bis zum Ende treu mit ihm verbunden geblieben sind. In zwei Filmen von Andreas Jung und Kathleen Biermann-Jung wird darüber berichtet (Link unten).

Noch bis vor zwei Jahren begab sich Norbert Enders mit diesen Gruppen, teilweise unterstützt und gefördert durch die französische Organisation "Solidarité Homeopathie", auf regelmäßige "Missionen". Sie führten in die Slumgebiete von Manila und Cebu City und in die schwer zugänglichen Bergregionen von Negros und anderen philippinischen Inseln. Die von ihm geleitete Gruppe versorgte dort die örtliche Bevölkerung medizinisch und homöopathisch, zuletzt bei jenem schrecklichen Taifun in Tacloban sowie beim Erdbeben in Bohol. Trotz seines fortgeschrittenen Alters war Norbert unvermindert aktiv dabei. Einzelne junge Menschen, die er besonders ins Herz geschlossen hatte, wurden in Form von Stipendien auch schulisch gefördert und nachhaltig betreut. Von diesen Missionen existieren noch verschiedene Berichte (Links unten) und zahlreiche Kasuistiken. Eine genaue Dokumentation war ihm ebenfalls wichtig, als Kasuistikbeispiele für Schulungen und als sichtbare Belege für die Wirksamkeit der Homöopathie.

Auf fast tantalisch-sisyphischer Weise, mit dem unermüdlichen Ansinnen, diesen Planeten in ein Paradies und uns Menschen in gute, anständige Wesen zu verwandeln, gründete Enders dörfliche Lebensgemeinschaftsprojekte, in die er immer wieder viel Geld investierte, um am Ende doch wieder alles zu verlieren, indem er von den jeweiligen Grundbesitzern schlussendlich betrogen oder gar verjagt wurde (man kann dort als Ausländer keinen Boden selbst erwerben, was ein fatales Ausgeliefertsein bedingt). Da erschien er mir in seiner Großherzigkeit oft zu gutgläubig und vertrauensselig. So endete sein Paradieswunsch immer wieder mit bitteren Enttäuschungen durch Menschen, denen er lange Zeit voll vertraut hatte... So auch erst vor wenigen Jahren, als er sich, in Form eines liebevoll gestalteten, mehrstöckigen Hauses am Strand der hübschen kleinen Insel Siquijor (Heimat der berühmten philippinische Schamanen), gerade wieder ein neues Paradies aufgebaut hatte, das sein Altersruhesitz werden sollte. Das Haus wurde am Ende hinter seinem Rücken verkauft und er musste wieder ausziehen...

Die wiederholten Anstrengungen und bitteren Enttäuschungen dürften zum allmählichen Nachlassen seiner Kräfte beigetragen haben, auch wenn er das nie zugeben würde. Doch bemerkte ich durchaus Züge zunehmender, natürlich verständlicher Verbitterung, auch wenn er seine Zuversicht, seinen Glauben und Lebensmut, seinen Willen zum Weitermachen und zum neuerlichen Aufbruch nie völlig verloren hat. Zuletzt erwarb er noch einmal ein schönes Fleckchen Land auf Siquijor, um für sich und seine Freunde vorort eine Art Farm zu bauen.

Am Ende, so glaube ich, war er vom vielen (oft vergeblichen) Schöpfen und Schaffen einfach er-schöpft, ver-ausgabt, leer geschöpft. An diesem schönen Ort ist er nun, kurz nach seinem 80. Geburtstag, von uns gegangen. Er soll friedlich eingeschlafen sein.

Im Januar 2020, anlässlich des Besuchs meines philippinischen Freundes noch vor der Corona-Krise, konnte ich ihn dann wohl als letzter seiner europäischen Freunde noch einmal persönlich auf Siquijor treffen. Wir verbrachten zwei nette Tage zusammen auf der gerade frisch erbauten "Farm" in den Hügeln über dem Meer. Norbert war, von einem akuten Erschöpfungssyndrom seit seinem letzten Europabesuch, noch immer sehr geschwächt und sah sehr gealtert aus, so dass ich beim ersten Anblick etwas erschrak. Doch geistig war er unvermindert präsent und wach, und wir hatten - wie schon so oft in früheren Jahren - eine sehr angeregte Zeit, fast unaufhörlich im Gespräch, über Homöopathie, das Leben und die Welt an sich, und über unsere (auch seine!) weiteren Zukunftspläne und Wünsche...

Ich erinnere mich, dass er mir zum Ende des gemeinsamen Abends noch einige klassische Stücke vorspielen mochte, die er besonders liebte. Und so saßen wir beeinander und hörten schweigend diese wunderbare Musik. Das hatte für mich schon damals etwas Überweltliches, Surreales... Als ich am folgenden Mittag wieder aufbrechen musste, verdrängte ich den Gedanken, ob ich ihn wohl noch einmal lebend wiedersehen würde, wiewohl er weiterhin die Zuversicht in sich trug, sich wieder vollständig erholen und noch einige Jährchen aktiv sein zu können, als Autor, als Lehrer, als Paradiesschöpfer...

Vielleicht sitzt er jetzt an einem himmlischen Homöopathen-Stammtisch, zusammen mit Dr. Mohinder Jus, mit Eckart von Seherr-Thohs, mit Jürgen Becker, mit Gerhard Bleul und noch manch älteren homöopathischen Ahnen, in einem dann sicherlich höchst reghaften Austausch. Vielleicht sind auch sein Vorbild Albert Schweitzer und sein geliebter Lehrer Dorcsi dabei. Das würde ich ihm sehr wünschen. Bestimmt hätten sie viel Spaß und regen Austausch miteinander... mögen sie uns ihre Inspiration und ihren besonderen Geist senden!

Norbert Enders' Werke, seine Bücher, Seminare und Vorträge, werden uns erhalten bleiben. Sie machen ihn unsterblich.

So wünsche ich unserem lieben "Norbi" nun, dass er auf seinem Weg in die jenseitigen Welten in Frieden ist, von den guten Händen Gottes getragen - und dass er dort das von ihm lange ersehnte Paradies vorfinden möge!

Für mich bleibt der schmerzliche Verlust eines wichtigen Menschen in meinem Leben, den ich sehr vermissen werde, als langjährigen Lebenslehrer und -begleiter und als Freund! Ein Mensch, der wenig brauchte und vieles hatte, vor allem ein sehr reichhaltiges, voll ausgefülltes Leben.

"Der Mond ist immer rund und voll. Trotzdem sehen wir manchmal nur ein Viertel davon." (aus: "Das homöopathische Kind", Haug, 1990)

Links zum Nachruf
Youtube-Videos:
Homöopath Dr. Norbert Enders auf den Philippinen
Trailer zur Video-DVD "Große Homöopathen unserer Zeit"
(Der komplette Film auf DVD ist bei uns erhältlich.)

Berichte philippinischer Missionen der Jahre 2015-2018
Missionsbericht Dezember 2015 bis Februar 2016
Missionsbericht August 2016
Missionsbericht Dezember 2016
Missionsbericht November 2017
Missionsbericht April 2018
Missionsbericht August 2018

Kostenloser Hörausschnitt aus Seminar "Nachtschattengewächse"
(Das vollständige Seminar ist hier zu finden)

Vom Autor ist auch ein Buch zu den Umbelliferen erschienen: "Über das Wesen der Umbelliferen - Streben nach Einverleibung kosmischer Formkräfte", ISBN: 978-3734751639, erhältlich im Buch- oder Onlinehandel, Eine Leseprobe zu diesem 352 Seiten starken Werk finden Sie hier

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