Andreas Krüger widmet sich in zwei Vorträgen zu den 63. Berliner Homöopathietagen dem Problem der physischen Trennung und erzwungenen Distanzierung in Folge der Covid-Einschränkungen. Dabei nimmt er besonders jene homöopathischen Arzneien bei Lehrern und Heilern in den Blick, die am Mangel persönlicher Kontakte besonders leiden.
In diesem ersten Vortrag (zweiter Teil am Folgetag: HT-6309) geht es um Phosphor und Causticum. Phosphor ist geradezu süchtig nach Nähe und direktem Kontakt, nach Berührung, Sympathie und anerkennendem Applaus. Er möchte stets die Augen seines Gegenübers zum Strahlen und Leuchten bringen, um auch selbst bestrahlt zu sein, sonst fühlt er sich nicht geliebt. Häufiger Hintergrund ist, dass er schon seine Mutter zum Strahlen bringen musste, um geliebt zu werden...
Als Heiler zeichnet ihn eine sensitive, feine Wahrnehmung aus, doch verbindet er sich - ähnlich wie das zweite Mittel - Causticum - manchmal zu sehr mit den pathologischen Themen des Patienten und wird "sympathiekrank".
Causticum hat einen geradezu karmatischen Auftrag zu helfen und wähnt sich nicht selten in der Nachfolge von Menschen, die sich für andere aufgeopfert haben. Er muss ein Albert Schweizer werden, eine Mutter Theresa, voller Idealismus und mit geradezu zwanghafter (DD Arsen) Hingabe an Benachteiligte und Leidende. Eigenes Wohlergehen (und Wohlstand) sind ihm verboten, er will daher kein Geld für seine Dienste nehmen. Doch kann ihn der Mangel an Selbstfürsorge krank werden lassen. Sein Lösungssatz wäre: Liebe Deinen Nächsten wie Dich SELBST.
Themen
- Hilflosigkeit von Heilern
- Sympathiekrankheit
- Phosphor als Therapeut
- Causticum als Therapeut
 | Dieser Vortrag als Download: 11,90 € |
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