Dr. Christoph Abermann
Miasmenbegriff runderneuert. Eine historisch-kritische Betrachtung der Miasmatik mit einer praxisorientierten Neukonzeption anhand von Fallbeispielen.
Schon seit Hahnemann in seinem Spätwerk den Begriff "Miasma" einführte, ist die "Miasmatik" in der Homöopathie so umstritten wie keine andere Theorie. Während viele Miasmen-Kritiker sie völlig ablehnen und schlichtweg für einen medizinhistorischen Irrtum Hahnemanns halten, schwören die Miasmen-Verfechter auf ihre hohe praktische Relevanz, insbesondere bei chronischen Erkrankungen. Zudem widersprechen sich verschiedene Miasmen-Schulen teilweise auch untereinander. Wer hat nun recht?
Eine wissenschaftliche Klärung und Neufassung des Konzepts könnte medizinisch unsinnige Aspekte überwinden, den geistigen Wirrwarr auflösen und den sinnvollen Kern der Miasmenlehre als hilfreichen Baustein in die moderne homöopathische Praxis überführen.
Dr. Christoph Abermann, erfahrener homöopathischer Arzt, Präsident der österreichischen Ärztegesellschaft für Klassische Homöopathie (ÄKH), hat sich auf seinem beruflichen Weg schon seit dem Medizinstudium immer wieder mit der Miasmatik, ihren bekanntesten Vertretern und Kritikern auseinandergesetzt. Gemeinsam mit anderen Kolleg*innen erarbeitete er im Auftrag der WissHom (Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie) ein modernes Konzept, das die wertvollen und sinnvollen Aspekte der Miasmenlehre in zeitgemäß angemessenere und Begrifflichkeiten gießt und auf ihren wesentlichen gemeinsamen Nenner bringt - ein möglicher Wendepunkt im Verständnis von Krankheiten und im homöopathischen Umgang mit ihnen. In Abermanns Praxis hat sich die neue Konzeptionierung seither vielfach bewährt.
Dr. Christoph Abermann zum Thema Miasmen:
Hahnemanns Miasmenverständnis beinhaltet einige Aspekte, die bis heute Gültigkeit haben und sich in der Praxis bewährt haben, wie die Tatsache, dass eine Infektion wie die Gonorrhoe eine neue chronische Krankheitsschicht auslösen kann, die dann gesondert von den restlichen Symptomen behandelt werden muss. Zugleich sind mit dem heutigen medizinischen Wissen aber andere Aspekte seiner Miasmentheorie nicht haltbar, so z. B. die Behauptung, dass die Krätze für sieben Achtel der chronischen Krankheiten verantwortlich ist. Hier müssen wir also Spreu von Weizen trennen - bei Hahnemann, aber auch bei späteren "Miasmatikern". Was übrig bleibt, sind viele in der Praxis sehr brauchbare Aspekte zu den Miasmen, ohne die man einer Vielzahl an Patienten nicht endgültig helfen kann.
Abermanns Anliegen in diesem Seminar ist, seine miasmatischen Erfahrungen und Erkenntnisse anhand von zahlreichen Fällen so zu erläutern, dass sie direkt in der täglichen Praxis umsetzbar werden und unseren Patienten so noch besser geholfen werden kann. Dabei kommen die Argumente der Miasmenkritiker (Will Klunker, André Saine u. a.) ebenso zur Sprache wie die der Verfechter unterschiedlicher Miasmen-Modelle und Modifizierungen (Henny Heudens, Alok Pareek, Ramakrishnan, Rajan Sankaran, Paul Herscu, Georges Vithoulkas).
In diesem Spannungsfeld habe ich über die Jahre ein für mich schlüssiges Miasmenkonzept entwickelt, das irgendwo zwischen denen meiner Lehrer liegt. Entscheidend ist bei jedem Konzept, dass es sich in der Praxis bewähren muss - und genau das möchte ich bei diesem Webinar anhand von Patienten-Beispielen zeigen. (Abermann)
Eine erfahrungsbasiert zeitgemäße, in sich runde und schlüssige Erneuerung der Miasmenlehre, die ihre Begrifflichkeiten und Anwendungsmöglichkeiten in die heutige homöopathische Praxis überführt.
Ziele des Seminars
- verstehen, was medizinhistorisch und von Hahnemann unter "Miasma" verstanden wurde.
- die 200-jährige Entwicklung des homöopathischen Miasmenbegriffs nachvollziehen können.
- die zahlreichen, teilweise widersprüchlichen Miasmenkonzepte der Gegenwart einordnen können.
- das Wort "Miasma" durch eine moderne, begrifflich klare Nomenklatur einer Medizin des 21. Jahrhunderts ersetzen.
- das für die homöopathisch-praktische Arbeit Relevante mitnehmen.
Mit umfangreichem PDF-Seminarmaterial (Powerpoint-Präsentation)
 
Hörprobe 2: Konstitution, Infektion und Primärläsion
Hörprobe 3: Folgekrankheit nach Infektion
![]() | Dieses Seminar als Download: 89,- € |
- Artikel-Nr.: AE-232
- Abspieldauer (ca.): 11 Std. 21 Min.
- Edition: AE (ÄKH Österreich)
- Schlüsselworte: Allen Auslöser Bacillinum Bacillus Gaertner Burnett Cadmium sulf. Carcinosinum Epidemie Folgekrankheit Genius epidemicus Geschlechtskrankheiten Hering Infektionskrankheit Influenzinum Influenzinum toxicum Konstitutionsmittel Krebsmiasma Lycopodium Medorrhinum Mercurius Miasma Miasmatik miasmatische Behandlung Miasmen Miasmenkonzept Miasmenmodelle Miasmentheorie Missbrauch Natrium sulf. Nosoden Ortega Psora Pulsatilla Radium brom. Ramakrishnan Saine-Repertory Sankaran Scharlach Streptococcinum Sulfur Sykose Syphilinie Syphilis Thuja Tuberculinum Tuberkulinie Tuberkulose Unterdrückung Vakzinose Varizella-Zoster-Nosode Vithoulkas Zwischenmittel
Schon seit Hahnemann in seinem Spätwerk den Begriff "Miasma" einführte, ist die "Miasmatik" in der Homöopathie so umstritten wie keine andere Theorie. Während viele Miasmen-Kritiker sie völlig ablehnen und schlichtweg für einen medizinhistorischen Irrtum Hahnemanns halten, schwören die Miasmen-Verfechter auf ihre hohe praktische Relevanz, insbesondere bei chronischen Erkrankungen. Zudem widersprechen sich verschiedene Miasmen-Schulen teilweise auch untereinander. Wer hat nun recht?
Eine wissenschaftliche Klärung und Neufassung des Konzepts könnte medizinisch unsinnige Aspekte überwinden, den geistigen Wirrwarr auflösen und den sinnvollen Kern der Miasmenlehre als hilfreichen Baustein in die moderne homöopathische Praxis überführen.
Dr. Christoph Abermann, erfahrener homöopathischer Arzt, Präsident der österreichischen Ärztegesellschaft für Klassische Homöopathie (ÄKH), hat sich auf seinem beruflichen Weg schon seit dem Medizinstudium immer wieder mit der Miasmatik, ihren bekanntesten Vertretern und Kritikern auseinandergesetzt. Gemeinsam mit anderen Kolleg*innen erarbeitete er im Auftrag der WissHom (Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie) ein modernes Konzept, das die wertvollen und sinnvollen Aspekte der Miasmenlehre in zeitgemäß angemessenere und Begrifflichkeiten gießt und auf ihren wesentlichen gemeinsamen Nenner bringt - ein möglicher Wendepunkt im Verständnis von Krankheiten und im homöopathischen Umgang mit ihnen. In Abermanns Praxis hat sich die neue Konzeptionierung seither vielfach bewährt.
Dr. Christoph Abermann zum Thema Miasmen:
Hahnemanns Miasmenverständnis beinhaltet einige Aspekte, die bis heute Gültigkeit haben und sich in der Praxis bewährt haben, wie die Tatsache, dass eine Infektion wie die Gonorrhoe eine neue chronische Krankheitsschicht auslösen kann, die dann gesondert von den restlichen Symptomen behandelt werden muss. Zugleich sind mit dem heutigen medizinischen Wissen aber andere Aspekte seiner Miasmentheorie nicht haltbar, so z. B. die Behauptung, dass die Krätze für sieben Achtel der chronischen Krankheiten verantwortlich ist. Hier müssen wir also Spreu von Weizen trennen - bei Hahnemann, aber auch bei späteren "Miasmatikern". Was übrig bleibt, sind viele in der Praxis sehr brauchbare Aspekte zu den Miasmen, ohne die man einer Vielzahl an Patienten nicht endgültig helfen kann.
Abermanns Anliegen in diesem Seminar ist, seine miasmatischen Erfahrungen und Erkenntnisse anhand von zahlreichen Fällen so zu erläutern, dass sie direkt in der täglichen Praxis umsetzbar werden und unseren Patienten so noch besser geholfen werden kann. Dabei kommen die Argumente der Miasmenkritiker (Will Klunker, André Saine u. a.) ebenso zur Sprache wie die der Verfechter unterschiedlicher Miasmen-Modelle und Modifizierungen (Henny Heudens, Alok Pareek, Ramakrishnan, Rajan Sankaran, Paul Herscu, Georges Vithoulkas).
In diesem Spannungsfeld habe ich über die Jahre ein für mich schlüssiges Miasmenkonzept entwickelt, das irgendwo zwischen denen meiner Lehrer liegt. Entscheidend ist bei jedem Konzept, dass es sich in der Praxis bewähren muss - und genau das möchte ich bei diesem Webinar anhand von Patienten-Beispielen zeigen. (Abermann)
Seminargestaltung
Einleitend stellt Abermann die Frage, ob und gegebenenfalls wozu wir in unseren Praxen Miasmenkonzepte nutzen? Im ersten Teil des Seminars ordnet er in einem medizinhistorischen und homöopathischen Abriss die verschiedenen Miasmenkonzepte ein. Welche Bedeutung hatte der Begriff Miasma in der alten Medizin? Was hat Hahnemann selbst darunter verstanden? Wie kam er überhaupt darauf, nach einer Krankheitsebene zu suchen, die über die akute Pathologie hinausreicht? Doch während die Ähnlichkeitsregel und das Organon klar umrissen sind, blieb seine Miasmenlehre letztendlich unvollständig und unvollendet...
Abermann beschreibt zunächst seinen eigenen Weg, auf dem er Jahrzehnte lang hin- und hergerissen war zwischen Ablehnung, Skepsis und Zweifeln bis hin zur Erkenntnis, dass an der miasmatischen Betrachtung doch manches sinnvoll ist, um Krankheiten besser verstehen und heilen zu können. So schätzt er, dass die Einbeziehung der Miasmatik bei 20-25% seiner Patienten zu Arzneien führte, auf die er sonst kaum gekommen wäre, während bei ca. 60% die miasmatische Ebene nicht benötigt wird.
Das Seminar beruht allerdings weniger auf theoretischen Überlegungen als auf der Präsentation typischer Fälle. Sie zeigen, welche Rolle die miasmatische Ebene bei konkreten Erkrankungen spielt und wie sie in Anamnesen ersichtlich wird, so beispielsweise bei einem Mann mit allwinterlicher Bronchitis, Husten und Depressionsneigung. Bei ihm und in anderen Fällen gingen die Atemwegsprobleme auffällig oft mit einer Tuberkulose-Häufung unter den Vorfahren einher.
Welche Arzneien sind miasmatisch besonders wichtig? In Abermanns Praxis kommen, auch als Zwischenmittel, besonders häufig die Nosoden zum Einsatz, die er bei entsprechender miasmatischer Belastung oft in Ergänzung zum individuellen Konstitutionsmittel verabreicht. Sie wirken dann meist wie Katalysatoren und können einen zuvor schleppenden Heilungsprozess erheblich unterstützen und beschleunigen. Die abwechselnde Einnahme von zwei Arzneien kann insofern durchaus sinnvoll sein, da es sich gewissermaßen um "zwei Krankheiten" bzw. Ebenen in einer Person handelt - der konstitutionellen (endogenen) und der (erworben oder ererbt) miasmatischen.
Im Zuge seiner Erläuterung verschiedener Miasmenmodelle stellt der Dozent auch die einzelnen Hauptmiasmen (Psora, Sykose, Syphilis, Tuberkulinie, Krebsmiasma) anhand ihrer spezifischen Allgemein-, Lokal- und Gemütssymptome sowie ausgewählter Beispielfälle ausführlich vor. Wie erkennen wir charakteristische miasmatische Belastungen in der Krankheits- und Familienvorgeschichte?
Welche Rolle spielen die venerischen Erkrankungen (Gonorrhoe und Syphilis) für das miasmatische Verständnis? Hahnemann war der erste, der Syphilis und Tripper klar voneinander trennte. Was hat es mit dem Faktor "Unterdrückung" als vielfach behaupteter Krankheitsursache auf sich? Welche Rolle spielen laut Burnett Vakzinosen als (iatrogenes) Miasma? Wann können manche Noxen (wie Chemotherapie oder Impfung) zu einer neuen (miasmatischen) Krankheitsschicht führen? Welchen Stellenwert haben "Auslöser" für die Mittelwahl? Wie wichtig sind die Folge-von-Rubriken ("Folge von Infektionskrankheiten") oder die einschlägigen Miasmen-Rubriken (Tuberkulinie, Sykose)? Hilfreich ist zudem Abermanns klare Differenzierung verwandter Nosoden, z. B. Tuberculinum vs. Bacillinum.
Im Begriff "Folgekrankheit" erkennt der Autor einen gemeinsamen Nenner für das, was ein Miasma im Kern ausmacht: eine Krankheitsschicht, die sich in Folge vorangegangener Belastungen entwickelt hat - seien es solche im Leben des Patienten selbst oder bei seinen Vorfahren, seien es Infektionen, Krebs oder andere schwerwiegende Noxen.
So unterscheidet er heute drei Arten von Folgekrankheiten:
- Folge einer Infektionskrankheit (Beispiel: EBV, Tbc, Herpes zoster, Grippe, Varicella, Streptokokken, Salmonellen). Diese Folge ist in seiner Praxis am häufigsten und bedarf zumeist der jeweiligen Krankheitsnosode (verschiedene Fallbeispiele)
- Folge von Krebs in der Familie (weitere Fälle, eigene Carcinosinum-Prüfung)
- Folge anderer schwerer Einflüsse wie Traumata, Missbrauch, Operationen, Impfungen oder gravierende Medikationen (mehrere Fallbeispiele)
"Von Folgekrankheiten kann die Rede sein, wenn die durchgemachte Infektion bei den jeweiligen Patientinnen und Patienten mindestens anamnestisch belegt ist und ein typisches Muster krankheitsspezifischer Symptome vorhanden ist."
Eine erfahrungsbasiert zeitgemäße, in sich runde und schlüssige Erneuerung der Miasmenlehre, die ihre Begrifflichkeiten und Anwendungsmöglichkeiten in die heutige homöopathische Praxis überführt.
Besprochene Fälle
- Fall 1 (Mann, 42): Bronchitis im Winter, Depressionsneigung, Burnout
- Fall 2 (Frau, 60): Infektneigung, Heiserkeit, Bronchitis, fam. Hintergrund von Lungenproblemen
- Fall 3 (Mann, 36): Infektneigung und Polypen
- Fall 4 (Mädchen, 2): Protrahierter Schnupfen
- Fall 5 (Frau, 25): Rezidivierende Zystitis und PMS
- Fall 6 (Frau, 48): Hämorrhoiden
- Fall 7 (Junge, 7): Asperger-Syndrom
- Fall 8 (Mann, 48): Refluxbeschwerden und rezidivierendes Erbrechen
- Fall 9 (Junge, 3): Neurodermitis
- Fall 10 (Frau): Peritonsillarabszess
- Fall 11 (Frau, 68): Husten seit Grippe vor 20 Jahren
- Fall 12 (Frau, 26): schwere Neurodermitis
- Fall 13 (Mädchen, 6): Schulangst
- Fall 14 (Frau, 49): Kopfschmerz seit Acusticus-Neurinom-OP
- Fall 15 (Mann, 73): Depressionen und Tinnitus
- Fall 16 (Mann, 27): Asthma
- Weitere kürzere Fallbeispiele, auch von anderen Autor*innen
Mit umfangreichem Seminarmaterial im PDF-Format!
Powerpoint-Präsentation mit 406 Folien1. Begrüßung und Einleitung / Welches Miasmenkonzept habt Ihr bislang benutzt? / Was könnte ein Miasmenkonzept in der Praxis bringen? {3} / Über den Film "Homöopathie unwiderlegt?" {4} (00:00)
2. Ziele des Seminars {6} / Einordnung widersprüchlicher Konzepte {8} / Moderne Nomenklatur / Was ist ein Miasmenmodell überhaupt? (13:34)
3. Entwicklung meiner eigenen Miasmenansicht {9} / WissHom-Arbeitsgruppe {10} / Historische Sicht auf die Miasmen {12} / Meine eigene Haltung {14} / Beispiel Tuberkulose (17:39)
4. Fall 1: 42-jähr. Mann {16}: Bronchitis im Winter, Depressionsneigung, Burnout (29:04)
5. Fall 1: Hintergründe des Burnout? / Was ist spürbar? / Überlegungen zu Aurum und möglichem Zwischenmittel Tuberculinum {18} (47:23)
6. Fall 1: Akutes Follow-Up / Zwischenmittel Bacillinum DD Tuberculinum {20} / Fall 1: Verschreibungen im Überblick {23} (52:58)
7. Persönliche frühe Erfahrungen mit den Miasmen {27} / Vortrag von Ortega / Miasmentheorie nach Ortega {30} (74:45)
8. Fall von Ortega: Imelda {34} / Phosphor sykotisch? {36} (88:36)
9. André Saine und andere Miasmen-Kritiker {39} / Henny Heudens-Mast {41} / Unterschiede zu Hahnemann {43} (93:16)
10. Psora-Symptome nach Henny Heudens-Mast {46} / Lokalsymptome der Psora {48} / Psora-Fallbeispiel von Henny: 70-jähr. Frau mit Panzytopenie {49} / Bryonia (99:48)
Tag 1 - Teil 2 (Gesamtlänge 2:04:10 = 124:10)
1. Die Sykose {55} / Gemütssymptome der Sykose {56} (00:00)
2. Syphilis {61} / Tuberkulinie {66} (05:34)
3. Das Krebsmiasma nach Heudens-Mast {72} / Untypische Verläufe von Kinderkrankheiten (11:59)
4. Ursprungsgeschichte der Miasmen {75} / Begriff Miasma im 19. Jahrhundert {78} (18:14)
5. Krankheiten zur Zeit Hahnemanns: Akuterkrankungen und Epidemien {82} / Akuter genius epidemicus (§241 Org.) {87} / Hauptmittel bei Cholera (26:54)
6. Krankheiten zur Zeit Hahnemanns: Geschlechtskrankheiten {91} / Syphilis aus schulmedizinischer Sicht {99} / Hahnemanns frühe Trennung von Syphilis und Gonorrhoe {106} / Mercurius (Chronische Krankheiten S. 148ff.) {115} (33:01)
7. Wechsel zwischen Konstitutionsmittel und Infektionsmittel {116} / Primärläsion als Ventilfunktion {120} / Idee der tieferen Krankheit durch Unterdrückung {121} (54:03)
8. Dr. Artur Wölfels Vortrag über das Unterdrückungsthema {123} (63:10)
9. Nachvollziehbarkeit der Miasmentheorie {124} / Psoratheorie Hahnemanns {126} (69:21)
10. Sulfur als erstes Mittel bei Psora {145} / Der vermeintliche Genius epidemicus chronicus {137} (85:45)
11. Ein erkenntnistheoretischer Ausflug nach Dr. Urs Rentsch: Fragwürdigkeit der Psora-Theorie {155} (92:42)
12. Constantin Herings Versuche mit Psorinum {163} / Nosoden als miasmatische Zwischenmittel {166} (107:11)
13. Burnett und die Vakzinose als eigenes (iatrogenes) Miasma / Thuja als Heilmittel / John Henry Allens Weiterentwicklung von Hahnemanns Miasmentheorie {169} (115:48)
Tag 1 - Teil 3 (Gesamtlänge 1:24:54 = 84:54)
1. Kritik an den Miasmen von Dr. Will Klunker {182} (00:00)
2. Warum haben viele Homöopathen die Miasmen ganz verworfen? {190} / Neuere Miasmenkonzepte: Rajan Sankaran / Interviewausschnitt mit Jürgen Weiland über Sankarans Miasmenansicht {193} (06:08)
3. Kritik an Sankarans Miasmenkonzept {194} (15:09)
4. Gemeinsamkeiten der Modell-Konzepte {195} / Herscus Konzept {196} (22:19)
5. Miasmen bei Georges Vithoulkas {197} / Neudefinition von Miasma von Vithoulkas {204} (28:35)
6. Fallbeispiel von Vithoulkas (Asthmaanfälle) {205} / Eigene Bewertung von Vithoulkas Miasmensicht {208} / Cadmium sulfuricum / Radium bromatum (36:21)
7. Einfache Mittelwahl bei starken Auslösern / Beispiel Natrium sulf. bei Kopfverletzungen / Allgemeine Bedeutung von Auslösern (49:04)
8. Wo ist die Grenze zwischen Chemotherapie als neuer Krankheitsschicht und anderen Faktoren im atopischen Formenkreis (Asthma/Neurodermitis) / Nosoden als Katalysator (Blockadelöser) nach G. V. {208} / Alok Pareek: Nosoden als Zwischenmittel {209}
(61:09)
9. Dr. Ramakrishnans Krebsbehandlung {210} / Plussing (69:48)
10. Kurzer Fall von Ramakrishnan: Mann (37) mit Pankreaskopf-Ca. {213} (80:10)
Tag 2 - Teil 1 (Gesamtlänge 1:53:03 = 113:03)
1. Wie viele Patienten benötigen miasmatische Behandlung? / Frage zur Methode von Mazi-Eliziade (00:00)
2. Zusammenfassung von gestern / Tabelle der unterschiedlichen miasmatischen Schulen {216} / Praktischer Nutzen der Miasmenanwendung {218} (05:34)
3. Anwendung 1: Folgekrankheit nach einer Infektion {220} / Welche Infektionskrankheiten können Folgen hinterlassen? (12:07)
4. Fall 2 (Frau, 60): Infektneigung, Heiserkeit, Bronchitis / Familiärer Hintergrund von Lungenproblemen {222} (15:43)
5. Fall 2: Konstitutionelle Anamnese / Suche nach einem tuberkulinischen Mittel {225} (21:45)
6. Fall 2: Analyse, Repertorisation {226} / Ferrum iodatum (34:01)
7. Fall 2: Überlegungen zum Fall {228} / Weitere Follow-ups {230} (48:36)
8. Fall 2: Langzeitverlauf {235} / Zusammenfassung {237} (53:43)
9. Fall 3 (Mann, 36): Sohn mit Infektneigung und Polyp {238 f} / Analyse: Lycopodium vs. Tuberculinum {246} / Follow-Up nach 10 Wochen {248} (61:41)
10. Fall 2: Rekapitulation des Langzeitverlaufs (75:38)
11. Fall 4 (Mädchen, 2): protrahierter Schnupfen {253} / Bacillinum {258} (79:12)
12. Fall 4: Follow-up {261} / Beispiel-Familie: Anamnesen im Überblick {263} / Fragen und Kommentare zur Tuberkulinie (87:01)
13. Neuer Namensvorschlag für verschiedene bislang als "Miasma" definierte Entitäten: "Folgekrankheiten" {264/265} (108:00)
Tag 2 - Teil 2 (Gesamtlänge 1:23:32 = 83:32)
1. Folgen von Urogenitalerkrankungen {269} / Fall 5 (Frau, 25): Rezidivierende Zystitis und PMS {273} (00:00)
2. Beispiel für Folgen von Urogenitalinfektion / Fall 6 (Frau, 48): Hämorrhoiden {276} / Pulsatilla / DD Natrium mur., Aethusa cynapium (09:05)
3. Fall 6: Medorrhinum wird im Verlauf sichtbar {278} (16:50)
4. Fall 6: Follow-up nach Medorrhinum {279} (23:22)
5. Ausweitung des Konzepts der Folgekrankheiten auf andere Infektionen: Streptokokkeninfektion {282} / Fall 7 (Junge, 7): Asperger-Syndrom {283} / Stramonium C200 {289} (27:03)
6. Fall 7: Weiterer Verlauf {292} / Streptococcinum C200 {293} / Streptococcinum als Katalysator-Zwischenmittel? {296} (41:26)
7. Fall 8 (Mann, 48): Refluxbeschwerden und rezidivierendes Erbrechen, Folgen von Salmonellen-Infektion {298} / Bacillus Gaertner / Fall 9 (Junge, 3): Neurodermitis oder Impetigo? {301} / Bacillinum {305} / Varizella-Zoster-Nosode C200 {307} (53:18)
8. Frage zu Fall 8: ein "doppeltmiasmatischer Fall" / Wie wichtig ist die Rubrik "Folge von Infektionskrankheit"? / Frage zur Follow-up-Terminierung / Weitere Bemerkungen zu Nosoden (66:55)
9. Weitere Fragen: Scharlach und Antibiotika / Unterschied zwischen Scharlach und anderen Streptokokken (75:42)
Tag 2 - Teil 3 (Gesamtlänge 1:30:55 = 90:55)
1. Fall 10 (Frau): Sulphur bei Peritonsillarabszess (00:00)
2. Folgekrankheit nach Grippe {312} / Fall 11 (Frau, 68): Husten seit Grippe vor 20 Jahren {312} / Conium {315} / Unterschiede zwischen Influenzinum und Influenzinum toxicum {316} (06:27)
3. Zusammenfassung zu Folgekrankheiten nach Infektionen {317} / Zwischenmittel, Schichtmittel und Konstitutionsmittel {318} / Krankheitszustände nach unterschiedlich ausgeprägten miasmatischem Symptombild {319} / Fallbeispiele {320} / Rubriken
Tuberkulinie und Sykose {329} (11:58)
4. Folgekrankheit nach einer Krebserkrankung {330} / Eigene Carcinosinum-Prüfung {331} / Die Carcinosinum-Persönlichkeit {332} / Keynotes von Carcinosinum (27:50)
5. Fall 12 (Frau, 26): Beispiel einer vererbten Krebs-Folgekrankheit: schwere Neurodermitis {336} (38:38)
6. Fall 12: Carcinosinum: perfekte Erscheinung (46:47)
7. Fall 13 (Mädchen, 6): Schulangst {338} / Hinweise auf das Krebsmiasma? / Angst zu versagen (fear of failure), Perfektionismus (59:22)
8. Fall 13: Follow-up nach Carc. / Hinweise zu Anorexie (71:58)
Tag 2 - Teil 4 (Gesamtlänge 1:15:25 = 75:25)
1. Über das neue Saine-Repertory / Die Problematik der großen Rubriken in den bekannten Repertorien (00:00)
2. Folgekrankheit nach anderen schweren Einflüssen {345} (05:32)
3. Fall 14 (Frau, 49): Kopfschmerz seit Acusticus-Neurinom-OP {354} / Sepia (10:39)
4. Fall 14: Follow-up {360} / Natrium sulf. (16:36)
5. Fall 15 (Mann, 73): Depressionen und Tinnitus {367} / Missbrauch als Ursache einer neuen Schicht / Knalltrauma (25:16)
6. Fall 15: Hintergründe für das Knalltrauma (35:51)
7. Fall 15: Analyse und Besprechung: Welches Symptom ist das stärkste? Mercurius Q1 / Follow-up (46:23)
8. Nutzen von Modell-Konzepten {372} / Fall 16 (Mann, 27): Asthma {373} / Follow-ups {375} (61:22)
9. Fazit und Zusammenfassung: Was an den Miasmen ist brauchbar? {393} (75:25)
{Zahlen in geschweiften Klammern} = Foliennummern in der Präsentations-PDF
Dr. Christoph Abermann

Biographie
Geboren 6. April 1971 in Wien
Staatsangehörigkeit: Österreich
2 Kinder (geboren 2006 und 2009)
- 1977-1981: Volksschule in Zirl (Tirol)
- 1981-1989: Akademisches (neusprachliches) Gymnasium (Innsbruck)
- 1989-1990: Zivildienst (Rotes Kreuz Lienz)
- 1990-1997: Studium der Medizin in Innsbruck, Wien und Valencia (Spanien); Promotion im Juli1997
- 1997 Mitbegründer der StudentInneninitiative Homöopathie (SIH; www.sih.at)
- 1997-1999: Sprecher der StudentInneninitiative Homöopathie Wien (seit 1999 nur mehr in beratender Funktion tätig)
- 1998-2001: Turnusausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin in den Krankenhäusern LKH Gmunden, LKH Buchberg, Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg und Landes-Kinderklinik Linz.
- 2001 bis heute: Selbständige Tätigkeit als Wahlarzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Altmünster
- seit Jänner 2006: Selbständige Tätigkeit als Wahlarzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Gmunden
- Seit 2012: Vorstandstätigkeit in der Ärztegesellschaft für Klassische Homöopathie (ÄKH, www.aekh.at). Seit 2018 Präsident der ÄKH und Ausbildungsleiter der ärztlichen Homöopathie-Ausbildung, seit 2019 gemeinsam mit Mag. Christian Thoma Leiter der Pharmazeuten-Ausbildung der ÄKH.
Homöopathische Ausbildung
Beschäftigung mit der Homöopathie seit dem 18. Lebensjahr. Seit Wechsel des Studienortes nach Wien (1992) regelmäßige Fortbildungen bei anerkannten Homöopathen aus dem In- und Ausland und regelmäßige Arbeitskreistätigkeit bis heute.
Meine wichtigsten Lehrer in der Homöopathie:
- Henny Heudens-Mast (Belgien)
- Dr. Alok Pareek (Indien)
- Dr. André Saine (Canada)
- Dr. W. Springer (München)
- Dr. P. König (Eisenstadt)
Lehrtätigkeit
- seit 2009 regelmäßige Lehrtätigkeit bei der ÄKH (Ärztegesellschaft für Klassische Homöopathie; www.aekh.at) in der Ausbildung und Fortbildung. Seit 2018 Ausbildungsleiter und Präsident der ÄKH.
- zahlreiche Seminare bei der StudentInneninitiative für Homöopathie (SIH; www.sih.at)
- (Bis zur sehr fragwürdigen Abschaffung des Wahlfachs 2018) Lehrtätigkeit an der Universität Wien im Zuge des Wahlfachs für Homöopathie
- Regelmäßige Seminartätigkeit in Deutschland (EUH in Traunstein, Berlin) und der Schweiz (Artis-Seminare)
Interessens-Schwerpunkte:
- Behandlung schwerer Krankheiten (s.u.)
- Langzeit-Behandlung von Patienten
- Chronische Folgen von Infektionskrankheiten (beim Patienten selbst und seinen Nachkommen)
- Behandlung von Infektionskrankheiten und Epidemien
- Erforschung von bisher weniger bekannten homöopathischen Arzneien (z.B. Conium maculatum)
Nähere Informationen über unseren Autor Dr. Christoph Abermann (Webseite): https://www.aefh.at/main/dr-christoph-abermann
7 MP3-Dateien plus Präsentations-PDF (406 Folien!) im Downloadpaket
Schmuck-/CoverbildA sickly young woman sits covered up on a balcony; death is standing next to her; representing tuberculosis. Watercolour by R. Cooper, ca. 1912 (Quelle: Wellcome Collection) (https://wellcomecollection.org/works/vktusgk3/items?canvas=3, Lizenz: Public Domain) Wir danken dem/der FotografIn herzlich für die Erlaubnis zur Nutzung dieses Bildes!
We thank the photographer very much for the permission to use this picture!
Hersteller
Verlag Homöopathie + Symbol, Martin Bomhardt, Liebigstr. 36, 10247 Berlin, E-Mail: info@homsym.de
Produktabbildung
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Digitales Produkt: Eine/mehrere ZIP-Dateien als digitale(s) Paket zum Herunterladen via Email-Link / Kundenkonto. Die ZIP-Datei enthält alle zum Produkt gehörigen abspielbaren Medien (Format MP3 bei Audio oder MP4 bei Video), optional zusätzliche PDF-Dateien als visuelles Material, optional weitere TXT-Dateien oder andere marktübliche digitale Formate (Genaueres siehe Beschreibung unter "Details").
Angaben zur Produktsicherheit / Warnhinweise
Dieser Titel (Inhalt des Produkts) enthält fachkundliche Informationen für/über Heilberufe und heilkundliche Anwendungen, jedoch keine Werbung für bestimmte Heilmittel/-behandlungen. Er gibt ausschließlich die persönliche Meinung und subjektive Erfahrung des/der jeweiligen Autor*in*nen wieder. Keinesfalls können bestimmte Inhalte, insbesondere im Medium wiedergegebene Hinweise zu medizinischen Anwendungen (z. B. zur Einnahme bestimmer Arzneien) als konkreter Ratgeber oder gar Anleitung zur (Selbst-)Behandlung verstanden werden, insbesondere nicht von medizinischen Laien. Im Falle eines Behandlungsbedarfs halten Sie bitte Rücksprache mit professionellen Therapeut*innen, inbesondere Ihrem Hausarzt/Ärztin, um mögliche gesundheitliche Folgen und Schäden einer unprofessionellen Eigenanwendung zu vermeiden.
Ärztegesellschaft für Klassische Homöopathie (AEKH), Gmunden, Österreich, Online-Seminar, 23./24. Juni 2023
Link zum Veranstalter und künftige Veranstaltungen: AEKH-Webseite
Aus akustischen Gründen sowie dialektbedingt sind die Fragen der Vorort-Teilnehmer trotz digitaler Nachverstärkung nicht immer gut verständlich, wurden jedoch vom Dozenten größtenteils wiederholt. Aus Gründen des Patientenschutzes wurden die Originalstimmen der Patient*innen (Anamnesevideos) erheblich verfremdet und sind auch dialektbedingt nicht durchweg einwandfrei verständlich. Auch hier wurden die entscheidenden Informationen vom Dozenten noch einmal wiederholt.
Am ersten Tag des Seminars kam es aufgrund suboptimaler Internetverbindung beim Referenten zu kleineren Störungen, kurzen Brüchen und digitalen Verzerrungen, die jedoch die Verständlichkeit nicht wesentlich beeinträchtigt haben (vgl. Hörproben 1 und 2). Am zweiten Tag wurde die Internetverbindung optimiert und ist daher weitgehend ungestört (vgl. Hörprobe 3).
Hinweis für Seminarteilnehmer*innen
Wenn Sie persönlich an diesem Seminar teilgenommen haben, können Sie die Aufzeichnung zum stark reduzierten Preis (nur) für Teilnehmer (= 30% Rabatt auf den regulären Preis) erhalten:
Download-Version: 62.30 statt regulär 89.00 €
Sofern Sie sich nicht bereits vorort auf unserer Interessentenliste eingetragen hatten, benötigen wir Ihre Teilnahmebestätigung. Bitte senden Sie uns diese per Emailscan, Post oder Fax (Faxnummer 030 85103930). Näheres zu den Bedingungen und zum Nachweis finden Sie hier.
Bitte nehmen Sie den Rabatt nur dann in Anspruch, wenn Sie tatsächlich beim Seminar angemeldet waren. Ansonsten sind wir berechtigt, die Preisdifferenz zzgl. 10 € Aufwandsentschädigung nachzufordern.
Den Teilnehmer-Rabatt erhalten Sie, indem Sie auf der Abschlussseite im Kassendurchgang unter "Weitere Optionen" den folgenden Gutschein-Code eingeben:
TN-AE-232
Der Gutschein wird dann automatisch mit dem aktuellen Preis verrechnet.
Hinweis: Der Rabatt kann pro Teilnehmer nur einmal genutzt werden.
Aus technischen Gründen ist jeweils nur ein Gutschein pro Bestellung einlösbar.
