Vera Kaesemann
Homöopathische Kindertypen auf den ersten Blick. Von der Kontaktaufnahme bis zur Verschreibung der häufigsten Arzneien
Mit über 30 Jahren Erfahrung in ihrer eigenen Praxis zählt Vera Kaesemann aus Hamburg zu den etabliertesten Expertinnen für die homöopathische Arbeit mit Kindern. Kinder machen etwa 80% ihrer Patient*innen aus! Das Wohlergehen der Kinder lag der Therapeutin schon immer besonders am Herzen.
In ihrem Vortrag zu den 71. Berliner Homöopathietagen berichtet sie über ihre tägliche praktische Arbeit, gibt fundierte Empfehlungen und viele wertvolle Tipps für die homöopathische Behandlung von Kindern, insbesondere zur Anamnese. Im zweiten Teil stellt die Referentin zudem die häufigsten Kinder-Arzneien vor.
Die von Vera Kaesemann vermittelten Arzneiaspekte sind echte Pointer, die so nicht in den Arzneimittellehren zu finden sind, sondern auf der langen praktischen Beobachtung und Erfahrung der Dozentin beruhen.
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- Artikel-Nr.: HT-7106
- Abspieldauer (ca.): 1 Std. 31 Min.
- Edition: HT (Berliner Homöopathietage)
- Schlüsselworte: Anamnese Beobachtung Calcium carb. Carcinosinum Erstanamnese Kinderanamnese Kinderheilkunde Kindertypen Lycopodium Natrium mur. Pädiatrie Phosphor Pulsatilla Silicea Spielverhalten Sulfur Untersuchung
Mit über 30 Jahren Erfahrung in ihrer eigenen Praxis zählt Vera Kaesemann aus Hamburg zu den etabliertesten Expertinnen für die homöopathische Arbeit mit Kindern. Kinder machen etwa 80% ihrer Patient*innen aus! Das Wohlergehen der Kinder lag der Therapeutin schon immer besonders am Herzen.
In ihrem Vortrag zu den 71. Berliner Homöopathietagen berichtet sie über ihre tägliche praktische Arbeit, gibt fundierte Empfehlungen und viele wertvolle Tipps für die homöopathische Behandlung von Kindern, insbesondere zur Anamnese. Im zweiten Teil stellt die Referentin zudem die häufigsten Kinder-Arzneien vor.
Bei der Anamnese sollten wir vor allem das Kind selbst, aber auch die begleitenden Angehörigen (meist die Mutter) aufmerksam beobachten (Spielverhalten, Kontaktaufnahme etc.). Kaesemann empfiehlt, dass nach Möglichkeit alle Kinder zur Anamnese mitkommen, um zu schauen, welche Rolle das Patientenkind einnimmt und wie die Interaktionen untereinander sind. Was wird spontan erzählt? Wie geht das Kind mit den Praxis-Spielsachen um, welches sucht es sich aus? Wie spielt das Kind: chaotisch, geordnet, vorsichtig oder destruktiv?
Spätestens beim Folgetermin sollte auch eine körperliche Untersuchung stattfinden, bei der sich neben pathologischen Befunden (z. B. Hauterscheinungen, auffälliger Geruch u. a.) auch der Umgang mit Nähe und körperlicher Berührung erkennen lässt. "Holt Euch so viele Informationen wie möglich über andere Wege als nur über die Aussagen der Mutter". Schließlich dürfen die Kinder selbst ein paar aussagekräftige Entscheidungen treffen, bei denen ihre persönlichen Präferenzen zum Vorschein kommen, z. B. die Farbe ihrer Patientenkarteikarte oder die Wahl eines Stickers (Aufkleber). Zur erweiterten Anamnese gehört auch die Frage nach drei Wünschen sowie nach dem schönsten, aber auch nach dem schlimmsten Erlebnis.
Im zweiten Teil stellt Kaesemann typische Anamnesephänomene häufiger Kindermittel vor, beginnend mit Calcium carbonicum. Calcium kann nur schwer mit spontanen Änderungen umgehen, braucht immer einen Vorlauf. Bei Carcinosinum hat die erfahrene Praktikerin in den letzten Jahren eine auffällige Häufung festgestellt. Carcinosin-Kinder sitzen meist auffällig brav auf dem Sessel, antworten korrekt und wohlerzogen auf Fragen. "Sie laufen wie an der Schnur."
Das schüchtern zurückhaltende, unentschlossene, kleine Lycopodium kann schon im jungen Alter durch Besserwisserei unangenehm auffallen. Natrium muriaticum stellt häufig die Füße auf den Stuhl, um sich einen Schutzraum zu schaffen. Das offene, strahlende, gesprächige Phosphor zieht hingegen viel Aufmerksamkeit auf sich und nimmt schnell Körperkontakt auf. Zum Schluss hören wir noch Markantes über Pulsatilla und Sulfur.
Die von Vera Kaesemann vermittelten Arzneiaspekte sind echte Pointer, die so nicht in den Arzneimittellehren zu finden sind, sondern auf der langen praktischen Beobachtung und Erfahrung der Dozentin beruhen.
1. Kinderpraxis / Die Anamnese: Spielverhalten beobachten / alle Kinder mitbringen / Welche Rolle übernimmt das Kind? (00:00)
2. Platz mit Kinderspielzeug: Was wählen Sie aus, wie gehen sie damit um? (07:45)
3. Wie spielt das Kind? / Körperliche Untersuchung beim Folgetermin / Nähe und körperliche Berührung / schlechte Erfahrungen im Krankenhaus / Wie ängstlich ist das Kind? / Geruch, Schweiß, Zähne, Mund, Zunge, Ohren (12:51)
4. Informationen nicht nur über Mutter / Farbe der Karteikarte aussuchen / Entschiedenheit vs. Zögerlichkeit / Aufkleber bei Silicea-Kindern / Erweiterte Anamnese / Drei Wünsche / Carcinosinum ohne Wünsche / Frage nach dem schönsten Erlebnis / Frage nach
dem schlimmsten Erlebnis / Was macht Dir Angst? / Umgang mit Taschengeld / Verhältnis zur Schule / Frage nach einem Idol oder Vorbild (18:35)
5. Calcium carbonicum: brauchen Sicherheit / spielt gerne alleine /"Buddha-Kinder" (Wonneproppen) / Anhänglich, wenn krank (DD Puls) (24:58)
6. Carcinosinum-Kinder: Zunahme in der Praxis / brav, macht Hausaufgaben, antwortet korrekt / Vernünftig, übernimmt viel zu früh Verantwortung (42:08)
7. Lycopodium: schüchtern, zurückhaltend, ausdruckslos / Umgang mit peinlichen Dingen (z. B. Enuresis) / Altes Aussehen schon bei jüngeren Kindern (50:16)
8. Natrium muriaticum: brauchen Schutz / wenig emotionale Kommunikation / Übernahme der Elternrolle gegenüber jüngeren Geschwistern / Was denken die anderen über mich? / Wenig Blickkontakt / Unangemessenes Lachen (62:05)
9. Phosphor: strahlend, gesprächig, ätherisch / schnell Sorgen, schnell beruhigt / neugierig, alles ausprobieren / sich Präsentieren (Kunststücke) / schnell Körperkontakt (69:21)
10. Pulsatilla: auf dem Schoß der Mutter, verschmust, kuschelig / kleine Geschenke mitbringen (DD Phos.) (78:52)
11. Sulfur: sprudelnd, offen, neugierig, chaotisch, unordentlich (84:16)
Vera Kaesemann

HEILPRAKTIKERIN, HOMÖOPATHIN, AUTORIN
- Geboren in Hamburg, drei erwachsene Kinder
- Ab 1984 Ausbildung in Klassischer Homöopathie und Kinderheilkunde im Paracelsus Lehrinstitut, bei Willibald Gawlik, Georgos Vithoulkas, Rajan Sankaran, Paul Herscu u.v.m.
- Ausbildung in Archetypischer Medizin, Schwerpunkt Psychosomatik, bei Dr. Ruediger Dahlke
- Assistenz u.a. bei Dr. Friedrich Graf in Plön
- seit 1995 Heilpraktikerin in eigener Praxis
- Ausbilderin für Homöopath(inn)en in Theorie und Praxis seit 1995
- Referentin zu Themen rund um die Homöopathie, Kindergesundheit und Psychosomatik
AUTORIN DER BÜCHER
- Krankheit als Sprache der Kinder-Seele zusammen mit Dr. Ruediger Dahlke (Bertelsmann 2009)
- Liebe - kälter als der Tod zusammen mit Andreas Heineke (Goldmann 2016)
Nähere Informationen über unsere Autorin Vera Kaesemann (Webseite): https://www.kinderhomoeopathie-hamburg.de/
1 Audio-Datei als MP3-Download
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Hersteller
Verlag Homöopathie + Symbol, Martin Bomhardt, Liebigstr. 36, 10247 Berlin, E-Mail: info@homsym.de
Produktabbildung
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Dieser Vortrag ist Teil der 71. Berliner Homöopathietage, einer zweitägigen Veranstaltung mit einer Vielzahl interessanter Vorträge. Alle verfügbaren Vorträge können Sie zum stark vergünstigten Paketpreis ebenfalls bei uns erhalten:
HT-71
