Stefan Reis
G. H. G. Jahrs Repertorium der Hautsymptome - ein wertvolles Werkzeug in der homöopathischen Praxis
Jetzt zum Einführungspreis (bis 30. Juni 2026)!
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Moderne Repertorisationsprogramme prägen heute den homöopathischen Alltag. Dabei geraten ältere Repertorien und historische Werkzeuge zunehmend in Vergessenheit - obwohl sie oft überraschend differenzierte Zugänge zur Fallanalyse bieten. Einer dieser heutzutage weitgehend unbekannten Schätze ist Georg Heinrich Gottlieb Jahrs Hautrepertorium aus dem 19. Jahrhundert.
Stefan Reis stellt Aufbau, Logik und praktische Anwendung dieses ungewöhnlichen Werkes vor. Im Mittelpunkt stehen Hautsymptome als charakteristische Krankheitszeichen sowie Jahrs Ansatz, Hauterscheinungen nach Form, Farbe, Verlauf, Empfindung und weiteren Merkmalen präzise zu beschreiben und repertorial nutzbar zu machen. Dabei erläutert Reis die besondere Zeichen- und Begriffssystematik des Repertoriums ebenso wie dessen phänomenologische und funktionale Ordnung.
Anhand praktischer Beispiele zeigt der Vortrag, wie sich Hautsymptome mithilfe des Hautrepertoriums analysieren und differenzieren lassen. Zugleich werden historische und moderne dermatologische Begriffe miteinander verglichen sowie die Entwicklung homöopathischer Repertorien von Jahr über Bönninghausen bis Kent nachgezeichnet.
Ein detailreicher und praxisnaher Beitrag über ein heutzutage leider nur wenig bekanntes Werkzeug der klassischen Homöopathie und die Frage, welche Erkenntnisse historische Repertorien auch für die heutige Praxis bereithalten.
Mit umfangreichem Seminarmaterial im PDF-Format!
Themen im Überblick
- Georg Heinrich Gottlieb Jahrs Hautrepertorium (veröffentlicht 1862)
- Historische Entwicklung homöopathischer Repertorien
- Hautsymptome als charakteristische Krankheitszeichen
- Form-, Farb- und Verlaufsbeschreibung dermatologischer Symptome
- Jahrs Zeichen- und Begriffssystematik
- Doppelindexierung und repertoriale Struktur
- Phänomenologische Ordnung von Hauterscheinungen
- Zeichenhomöopathie und Symptombeobachtung
- Historische und moderne dermatologische Begriffe
- Praktische Anwendung des Hautrepertoriums
- Unterschiede zwischen Jahr, Bönninghausen und Kent
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- Artikel-Nr.: SK-255
- Abspieldauer (ca.): 1 Std. 27 Min.
- Edition: SK (SiMILE-Kongress von VKHD & SHZ)
- Schlüsselworte: Dermatologie Drüsenleiden Haut Hautrepertorium Herpes Nosologie Psoriasis Repertorium Unterdrückung
Die homöopathische Repertorisation ist heute weitgehend durch moderne Computerprogramme geprägt. Dadurch geraten ältere repertoriale Werkzeuge und historische Arbeitsweisen leider zunehmend aus dem Blick obwohl sie nicht selten erstaunlich differenzierte fallanalytische Zugänge bieten. Stefan Reis möchte mit seinem Vortrag ein Repertorium neu beleben, das heute nur noch wenigen Homöopathen bekannt ist: Georg Heinrich Gottlieb Jahrs berühmtes Hautrepertorium.
Welche Möglichkeiten bietet das Hautrepertorium für die heutige Praxis? Weshalb arbeitete Jahr mit einer eigenen Zeichen- und Begriffssystematik? Welche Beobachtungen und welche diagnostischen sowie repertorialen Überlegungen stehen hinter dieser ungewöhnlichen Struktur? In seinem detailreichen und ausgesprochen praxisorientierten Vortrag zeigt Stefan Reis, langjähriger Homöopath und Kenner historischer Repertorien, die Anwendungsmöglichkeiten des Hautrepertoriums für homöopathische Fallanalysen. Dabei orientiert er sich eng an den historischen Quellen und verbindet medizinhistorische Einordnungen mit konkreter repertorialer Praxis.
Hautsymptome spielten in der Homöopathie traditionell eine besondere Rolle und bildeten für Jahr den Ausgangspunkt seines Werkes. Ziel war nicht allein, Diagnosen oder Lokalisationen von Hauterscheinungen möglichen Arzneien zuzuordnen, sondern die Hautphänomene auch selbst möglichst präzise nach Form, Farbe, Empfindung, Verlauf und Begleitphänomenen zu differenzieren. Welche konkreten Bedeutungen besitzen Begriffe wie Flecken, Bläschen, Knötchen, Schuppen oder nässende Prozesse? Weshalb entwickelte Jahr dafür ein komplexes Zeichensystem, das moderne Leser zunächst oft irritiert?
Schrittweise erläutert Reis die Struktur des Repertoriums und dessen besondere Doppelindexierung. Jahr ordnete Hautsymptome nicht allein anatomisch, sondern zugleich phänomenologisch und funktional, weil Hautveränderungen innerhalb der Homöopathie unmittelbar als Ausdruck bzw. Zeichen krankhafter Prozesse verstanden werden. Welche Vorteile ergeben sich daraus für die praktische Arzneifindung? Weshalb unterscheiden sich solche historischen Ansätze deutlich von modernen, stärker diagnostisch orientierten Hautklassifikationen?
Ein Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der praktischen Anwendung des Repertoriums. Anhand verschiedener Beispiele demonstriert Reis, wie sich Hauterscheinungen mithilfe von Jahrs Begriffssystem repertorial erfassen und differenzieren lassen. Dabei wird deutlich, dass solche historischen Repertorien keineswegs nur antiquarischen Wert besitzen, sondern oft überraschend präzise Beobachtungen enthalten. Zugleich erläutert Reis die Grenzen und Schwierigkeiten historischer Terminologie: Welche damaligen Begriffe entsprechen heutigen dermatologischen Vorstellungen (oder müssen anders gefasst werden) - und welche nicht?
Darüber hinaus beleuchtet der Dozent die medizinhistorische Entwicklung homöopathischer Repertorien insgesamt. Welche Unterschiede bestehen zwischen Jahr, Bönninghausen, Kent und späteren Repertorien? Wie veränderte sich das Verständnis von Hautsymptomen im Lauf der homöopathischen Geschichte? Und welche Aspekte historischer Beobachtungskunst könnten für die heutige Praxis erneut interessant werden?
Die Verbindung aus Quellenstudium, praktischer Repertorisation und medizinhistorischer Reflexion macht deutlich, welches praktische Potenzial auch heute noch in "alten" Repertorien verborgen liegt. Der Vortrag eröffnet damit einen ungewöhnlich praxisnahen Zugang zu Jahrs Hautrepertorium und zur historischen Zeichen- und Beobachtungslehre dermatologischer Symptome.
Mit umfangreichem Seminarmaterial im PDF-Format!
(Powerpointpräsentation mit 146 Folien!)1. Anmoderation Ralf Dissemond / Einführung in das Hautrepertorium von Jahr (00:00)
2. Nutzung bei einseitigen Krankheitsfällen / Stimmt das Konzept der Unterdrückung / Schwierigkeiten der sprachlichen Benennung {6} / Moderne Repertorien {7} (03:19)
3. Geschichte der Dermatologie {9} / Problematik der Nosologie / Prüfungsbasiertes Repertorium vs. pathologische Begriffe {13} / Probleme mit alten Begrifflichkeiten / Beispiel Herpes / Beispiel Psoriasis (10:54)
4. Varianten von Jahrs Hautrepertorium / Ausgaben, Reprints, Digitalisate etc. {14, 15 ff} (17:42)
5. Das Vorwort {23} / Einteilung und Aufbau der Rubriken {ca. 35 f} / Beispiel Jucken (21:43)
6. Ergänzungen und Nachträge / Vergleich der Hautrubriken im großen SAR und im JAHT / Alphabetische Übersicht der verschiedenen Benennungen {50} (30:55)
7. Kernstück Repertorium {63} / Beispiel Brennen / Orte des Brennens / Beispiel Drüsenleiden {76} / Orte für Drüsenleiden {77} (41:05)
8. Apropos Bedingungen (Modalitäten) {82} (53:02)
9. Besonderheiten des Repertoriums: Verbindende Ideen {93} / Interessante Rubriken, die man sonst nicht suchen würde {98} / Ausflüge in die Semiotik {132} (61:34)
10. Kasuistiken: Fall 1 (F, 62) Ausschläge an den Oberschenkeln / Fall 2: Frau (67) Hautveränderungen am äußeren Hals {140} (76:55)
11. Fazit {145} (84:35)
Stefan Reis

- Jahrgang 1961
- Seit 1987 homöopathische Praxis, seit 1994 in Mülheim an der Ruhr.
- Durch Kontakte mit Adolf Voegeli, Otto Eichelberger, Klunker, von Keller und Gypser z.a. Studium der Fachliteratur der homöopathischen Frühzeit (Hahnemann, Bönninghausen, Hering) und seitdem konsequente Umsetzung dieser "genuinen" Homöopathie in Praxis und Lehre.
- 1994 Gründung und Leitung der Dynamis-Schule für Homöopathie in Mülheim, Dozent der Dynamis-Schule Zürich von 1994-99.
- Seit 1995 umfangreiche Seminartätigkeit in Deutschland und im benachbarten Ausland.
- Von 1992-97 Mitherausgeber und -schriftleiter der Zeitschrift Archiv für Homöopathik, seit 2006 Neues Archiv für Homöopathik. Autor von "Homöopathische Behandlung von Verletzungen".
- Übersetzer und Herausgeber von Guernseys "Keynotes zur Materia medica" und Dunhams "Vorlesungen zur homöopathischen Materia medica".
- Mitherausgeber des "Kleinen Kwibus" 2007 und 2009.
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Schmuck-/CoverbildDie Wolfsburg in Mülheim/Ruhr © Steffen Schmitz (Carschten) / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0 (DE), Free Art License (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:M%C3%BClheim_an_der_Ruhr,_Wolfsburg,_2011-04_CN-02.jpg, Lizenz: CC BY SA 3.0de) Wir danken dem/der FotografIn herzlich für die Erlaubnis zur Nutzung dieses Bildes!
We thank the photographer very much for the permission to use this picture!
Hersteller
Verlag Homöopathie + Symbol, Martin Bomhardt, Liebigstr. 36, 10247 Berlin, E-Mail: info@homsym.de
Produktabbildung
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SiMILE-Kongress für Praxis und Wissenschaft in der Homöopathie, Mülheim/Ruhr, "Die Wolfsburg", 28./29. Juni 2025
Veranstalter des Kongresses
Verband Klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. (VKHD) und
Stiftung Homöopathiezertifikat (SHZ)
Informationen zum 3. SiMILE-Kongress 2027 hier!
Dieser Fachvortrag wurde beim 2. SiMILE-Kongress 2025 in Mülheim/Ruhr gehalten. Das Gesamtpaket der Kongressbeiträge besteht aus den 14 Fachvorträgen (als MP3-Audio) und allen visuellen Materialien, die von den Referent*innen verwendet wurden und Ihnen hier ebenfalls zur Verfügung gestellt werden (Powerpoint-Präsentationen, Skripte, Handouts etc., in nachbearbeiter PDF-Form). Alle 14 veröffentlichten Vorträge des Kongresses sind bei uns auch zu einem stark ermäßigten Preis als Gesamtpaket erhältlich:
SK-2
Nähere Informationen zu den einzelnen Fachvorträgen:
- SK-211:  Tipps und Tricks zur Diagnostik und homöopathischen Therapie. Langjährige Erfahrungen eines homöopathischen HNO-Arztes (Dr. Joachim Mayer-Brix)
- SK-212:  Die Sehgal-Methode - den Geist- und Gemütszustand des Patienten verstehen. (Ralf Dissemond)
- SK-213:  Die Lebenskraft und die moderne Wissenschaft (Renate Künne)
- SK-214:  Homöopathie in einer anthroposophischen Rehaklinik (Dr. Annika Breininger)
- SK-215:  Cyrus Maxwell Boger und die Balance von Semiotik und Diagnostik (Dr. Norbert Winter)
- SK-216:  Die Verborgenheit der Gesundheit (Bernhard Möller)
- SK-217:  Phänomenologie homöopathischer Arzneimittel bei Depressionen (Hildegard Klingberg)
- SK-251:  Akute schwere Krankheitssituationen. Effektiver Überblick und sichere Arzneiwahl mittels Boger-Analyse (Dr. Christoph Tils)
- SK-252:  Polaritätsanalyse und ADHS im Kindesalter (Christian Lucae)
- SK-253:  Wie gelingt eine selbstbewusste Kommunikation zur Homöopathie? (Karen Lutze)
- SK-254:  Selbstvertrauen in der Praxis. (Helmut Schnellrieder)
- SK-255:  G. H. G. Jahrs Repertorium der Hautsymptome - ein wertvolles Werkzeug in der homöopathischen Praxis (Stefan Reis)
- SK-256:  Predictive Homöopathie bei Autoimmunerkrankungen (Matthias Klünder, Matthias Strelow)
- SK-257:  Patientenführung, Individualität und eine Ethik der Freiheit (Carl Classen)
