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Die Sehgal-Methode zählt zu den eigenständigsten Ansätzen innerhalb der klassischen Homöopathie. Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die körperliche Erkrankung, sondern vor allem die individuelle Art und Weise, wie ein Mensch auf seine Krankheits- und Lebenssituation reagiert. Welche Gedanken, Gefühle, Verhaltensweisen und inneren Haltungen stehen mit seinen Beschwerden in Verbindung? Und wie lassen sich solche oft unscheinbaren Reaktionen für die Arzneifindung nutzbar machen?
Ralf Dissemond, langjähriger homöopathischer Praktiker und Vorsitzender des VKHD e. V., führt praxisnah in die Grundlagen und Arbeitsweise der Sehgal-Methode ein. Ausgehend von Hahnemanns Organon erläutert er, weshalb der Geist- und Gemütszustand des Patienten für die homöopathische Fallanalyse eine so wichtige Rolle spielt. Anhand zahlreicher Beispiele zeigt er, wie alltägliche Aussagen, spontane Reaktionen und charakteristische Verhaltensmuster in die Sprache des Repertoriums übersetzt werden können.
Dabei bespricht Dissemond wichtige Geist- und Gemütsrubriken der Sehgal-Methode, darunter "Licht, Verlangen nach", "Licht meiden", "wissbegierig" oder "abergläubisch", und verdeutlicht deren differenzierte Bedeutung im konkreten Fall. Mehrere Kasuistiken aus seiner Praxis - unter anderem zu chronischen Schmerzen, Stress- und Überforderungserleben sowie akuten Erkrankungen - zeigen den Weg von der Beobachtung charakteristischer Reaktionsmuster bis zur Arzneiwahl mit Mitteln wie Lachesis, Carcinosinum oder Sulfur.
Eine anschauliche Einführung in Denkweise und Methodik der Sehgal-Schule, die theoretische Grundlagen, repertoriale Feinarbeit und praktische Fallanalyse miteinander verbindet.
Mit umfangreichem Seminarmaterial im PDF-Format!
(Powerpointpräsentation mit 75 Folien)Themen im Überblick
- Grundlagen und Organon-Bezug der Sehgal-Methode
- Der Geist- und Gemütszustand als Grundlage der Arzneiwahl
- Reaktionsmuster, Gedanken, Gefühle und Verhalten des Patienten
- Die drei "P": present, persisting, predominating
- Spontane Aussagen und Verhaltensweisen als Leitsymptome
- Übersetzung von Patientenaussagen in Repertoriumssprache
- Verständnis und Differenzierung zentraler Geist- und Gemütsrubriken wie "Licht, Verlangen nach", "Licht meiden" und "abergläubisch"
- Fallanalysen chronischer Schmerzen und Stresszustände
- Arzneimittelbeispiele: Lachesis, Carcinosinum und Sulfur
- Verlaufsbeurteilung und Reaktionen nach der Mittelgabe
- Praktische Anwendung der Sehgal-Methode im Praxisalltag
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- Artikel-Nr.: SK-212
- Abspieldauer (ca.): 1 Std. 29 Min.
- Edition: SK (SiMILE-Kongress von VKHD & SHZ)
- Schlüsselworte: abergläubisch Ausscheidung Carcinosinum Fallanalyse Geist und Gemüt Glaubenssatz Lachesis Licht, Verlangen nach Neugier Reaktionsmuster Repertorium Sehgal Sulfur Symptomauswahl Verschlechterung
Innerhalb der klassischen Homöopathie ist die Sehgal-Methode eine ungewöhnliche Anamnese- und Fallanalysemethode mit einzigartigen Perspektiven. Im Mittelpunkt steht hier nicht allein die körperliche Erkrankung, sondern vor allem die individuelle Reaktion des Menschen auf seine gegenwärtige Krankheits- und Lebensproblematik. Welche (insbesondere veränderten) Gedanken, Gefühle, Verhaltensweisen und inneren Haltungen stehen damit in Verbindung? Wie äußert sich der Geist- und Gemütszustand eines Patienten im konkreten Erleben? Und wie lassen sich - auch scheinbar ganz alltägliche - Aussagen oder Empfindungen homöopathisch verstehen und bei der Arzneifindung repertorial verwerten?
In seinem Vortrag führt Ralf Dissemond, langjähriger homöopathischer Praktiker und Vorsitzender des VKHD e. V., praxisnah und gut nachvollziehbar in die Grundlagen und die Arbeitsweise der Sehgal-Methode ein. Ausgehend von zentralen Postulaten Hahnemanns im Organon erläutert er, weshalb der "kranke Mensch" weit mehr ist als die Summe seiner Symptome. Entscheidend ist vielmehr die Art und Weise, wie der Patient im Allgemeinen, aber auch auf seine Krankheit im Besonderen reagiert - in Gedanken, Gefühlen, spontanen Äußerungen und Handlungen.
Dabei zeigt Dissemond, dass die arzneirelevanten Informationen häufig nicht in spektakulären Symptomen zu finden sind, sondern in scheinbar alltäglichen Reaktionen. Warum möchte jemand beispielsweise über jedes Detail seiner Erkrankung Bescheid wissen? Weshalb vermeidet ein anderer bestimmte Themen? Welche Bedeutung kann hinter Aussagen stecken wie "Keiner hört mir wirklich zu" oder "Ich habe wirklich alles versucht"? Schrittweise entwickelt Dissemond ein Verständnis dafür, welche tieferen Bedeutungsebenen sich hinter solchen Äußerungen verbergen und wie sie in die Repertoriumssprache übersetzt werden können. Gerade darin zeigt sich die eigentliche Stärke der Sehgal-Methode: das Erfassen charakteristischer Muster hinter alltäglichen Formulierungen.
Dazu bespricht der Dozent beispielhaft mehrere bewährte Geist- und Gemütsrubriken der Sehgal-Methode, darunter "Licht, Verlangen nach" vs. "Licht meiden", "wissbegierig" oder "abergläubisch", wobei das tiefere Verständnis und die feinere Differenzierung bei Sehgal über die rein wörtlichen Bedeutungen der Rubriken weit hinausgehen. Gerade diese feinen Unterscheidungen vermitteln einen lebendigen Eindruck davon, wie präzise und zugleich alltagsnah die Sehgal-Methode arbeitet. Entscheidend sind jedoch nicht isolierte Rubriken, sondern ihre Verbindung innerhalb der Gesamtheit des Patienten.
Den praktischen Schwerpunkt des Vortrags bilden mehrere Fallbeispiele aus Dissemonds eigener Praxis. Anhand der Kasuistiken einer Frau mit schweren Nacken- und Kopfschmerzen, einer Patientin mit ausgeprägtem Stress- und Überforderungserleben sowie eines akuten Fieberfalls zeigt der Dozent, wie sich aus Reaktionsmustern, Verhaltensweisen und wiederkehrenden Aussagen schrittweise charakteristische Rubriken und schließlich passende Arzneien wie Lachesis, Carcinosinum oder Sulfur herausarbeiten lassen. Fragen der Verlaufsbeurteilung, typischer Erstreaktionen nach der Mittelgabe und der Potenzwahl werden ebenfalls angesprochen.
Der Vortrag vermittelt nicht nur einen fundierten Überblick über die Denkweise und Methodik der Sehgal-Schule, sondern vor allem ein praktisches Gespür für die Wahrnehmung und Interpretation des Geist- und Gemütszustands im homöopathischen Alltag. Die Verbindung von Theorie, repertorialer Feinarbeit und konkreter Fallpraxis macht diese Einführung gleichermaßen theoretisch anregend wie unmittelbar auf die Praxis übertragbar.
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(Powerpointpräsentation mit 75 Folien)1. Anmoderation von Markus Dankesreiter / Selbstvorstellung / Vorurteile gegenüber der Sehgal-Methode (00:00)
2. Der kranke Mensch (§1 Organon) / Kranker Mensch: Mehr als die Krankheit - auch die Reaktion / Geistes- und Gemütszustand / Veränderungen während bzw. im Zuge der Krankheit (03:08)
3. §153 Auffallende, sonderliche, charakteristische Krankheitszeichen / Alltägliches / Heilung nur unter Einbeziehung des Geistes- und Gemütszustands / Reaktionsmuster, Glaubenssätze, Mindset / Wie übersetzen wir Symptome in die Sprache des Patienten? /
Veränderungen im Verhalten, Gedanken, Empfinden / Was stört ihn am meisten? / Auswahl der Symptome / PPP: Present, Persisting, Predominating / Was sagt der Patient und wie? (07:18)
4. Lassen sich meine Symptome bestätigen? Sagt oder tut er immer wieder das Gleiche? / Übersetzung in die Repertoriumssprache / Ausscheidungsreaktionen / Besserung und Verschlechterung / Gerade und ungerade Tage / Peak der Verschlechterung (13:04)
5. Rubriken des GGZ zu verstehen lernen / Rubriken in ihre Worte zerlegt / Beispiel Licht, Verlangen nach / DD Rubrik "Neugierig, wissbegierig" / DD Rubrik Meiden von Licht (19:16)
6. Rubrik Abergläubisch: Unlogische, unreale Ideen / Glaubenssätze (26:32)
7. Beispielfall Patientin (F, 61): Starke Nackenschmerzen Hinterkopf, Kopfschmerzen / Auffälligkeiten im Verhalten / Ausgewählte Rubriken / Ehrgeizig / Wahnidee, habe Unrecht erlitten / Verzweifelt während der Schmerzen / Lachesis / Follow-ups / Wahl der
Arzneipotenz / Welche Einstiegsrubrik? (29:59)
8. Fall 2: Frau (55) / Träume: stressige Situationen / Ideen zum Fall? / Ursache für diese Probleme? / Rubriken: Ruhelosigkeit, Geistige Ängstlichkeit, Beschwerden durch Grobheit, überfordert durch Stress / Carcinosinum 30 (43:44)
9. Fall 2: Follow-up / Nachbesprechung (56:40)
10. Fall 3: Mann (56): Erkältung, Schmerzen im ganzen Körper, Fieber, Schüttelfrost / Idee? Verlangen nach Rückzug, Überforderung, Will seine Ruhe haben, Wahnidee, sei arm / Sulfur (64:44)
11. Sulfur nach Sehgal / Gefühl, dünn zu werden / Mitfühlen, aber nicht mitleiden / Teilnehmerbeiträge / Sehgal und die alten Wörterbücher / Tipps zur Verwendung der Rubriken / Neues Repertorium homeopathicum (71:11)
12. Weitere TN-Fragen: Rubrik mit dem Licht / Potenzwahl / Was ist das zu Heilende? (82:11)
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Schmuck-/CoverbildDie Wolfsburg in Mülheim/Ruhr © Steffen Schmitz (Carschten) / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0 (DE), Free Art License (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:M%C3%BClheim_an_der_Ruhr,_Wolfsburg,_2011-04_CN-02.jpg, Lizenz: CC BY SA 3.0de) Wir danken dem/der FotografIn herzlich für die Erlaubnis zur Nutzung dieses Bildes!
We thank the photographer very much for the permission to use this picture!
Hersteller
Verlag Homöopathie + Symbol, Martin Bomhardt, Liebigstr. 36, 10247 Berlin, E-Mail: info@homsym.de
Produktabbildung
Digitales Produkt - keine Abbildung verfügbar. Die Abbildung oben links dient der symbolischen Dekoration dieser Seite
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SiMILE-Kongress für Praxis und Wissenschaft in der Homöopathie, Mülheim/Ruhr, "Die Wolfsburg", 28./29. Juni 2025
Veranstalter des Kongresses
Verband Klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. (VKHD) und
Stiftung Homöopathiezertifikat (SHZ)
Informationen zum 3. SiMILE-Kongress 2027 hier!
Dieser Fachvortrag wurde beim 2. SiMILE-Kongress 2025 in Mülheim/Ruhr gehalten. Das Gesamtpaket der Kongressbeiträge besteht aus den 14 Fachvorträgen (als MP3-Audio) und allen visuellen Materialien, die von den Referent*innen verwendet wurden und Ihnen hier ebenfalls zur Verfügung gestellt werden (Powerpoint-Präsentationen, Skripte, Handouts etc., in nachbearbeiter PDF-Form). Alle 14 veröffentlichten Vorträge des Kongresses sind bei uns auch zu einem stark ermäßigten Preis als Gesamtpaket erhältlich:
SK-2
Nähere Informationen zu den einzelnen Fachvorträgen:
- SK-211:  Tipps und Tricks zur Diagnostik und homöopathischen Therapie. Langjährige Erfahrungen eines homöopathischen HNO-Arztes (Dr. Joachim Mayer-Brix)
- SK-212:  Die Sehgal-Methode - den Geist- und Gemütszustand des Patienten verstehen. (Ralf Dissemond)
- SK-213:  Die Lebenskraft und die moderne Wissenschaft (Renate Künne)
- SK-214:  Homöopathie in einer anthroposophischen Rehaklinik (Dr. Annika Breininger)
- SK-215:  Cyrus Maxwell Boger und die Balance von Semiotik und Diagnostik (Dr. Norbert Winter)
- SK-216:  Die Verborgenheit der Gesundheit (Bernhard Möller)
- SK-217:  Phänomenologie homöopathischer Arzneimittel bei Depressionen (Hildegard Klingberg)
- SK-251:  Akute schwere Krankheitssituationen. Effektiver Überblick und sichere Arzneiwahl mittels Boger-Analyse (Dr. Christoph Tils)
- SK-252:  Polaritätsanalyse und ADHS im Kindesalter (Christian Lucae)
- SK-253:  Wie gelingt eine selbstbewusste Kommunikation zur Homöopathie? (Karen Lutze)
- SK-254:  Selbstvertrauen in der Praxis. (Helmut Schnellrieder)
- SK-255:  G. H. G. Jahrs Repertorium der Hautsymptome - ein wertvolles Werkzeug in der homöopathischen Praxis (Stefan Reis)
- SK-256:  Predictive Homöopathie bei Autoimmunerkrankungen (Matthias Klünder, Matthias Strelow)
- SK-257:  Patientenführung, Individualität und eine Ethik der Freiheit (Carl Classen)
