Jens Brambach - Andreas Krüger
Wenn Menschen sich (nicht) mehr zuhören... Die Überwindung von Zwietracht mit Syphilinum, Pulsatilla und Lachesis
Das Einzige, was wir wissen, ist, dass wir nichts wissen. (Buddha)
Der heutige Zeitgeist ist, insbesondere seit der Corona-Pandemie, von konflikthafter Spaltung und trennender Unversöhnlichkeit geprägt. Menschen in unterschiedlichen "Blasen" hören sich oft kaum noch ernsthaft zu. Stattdessen wird aggressiv auf gegensätzlichen Überzeugungen und Meinungen beharrt. Auch Paarbeziehungen scheitern oft daran, dass die Partner sich nicht wirklich zuhören. Eine neue Kultur des Zuhörens, des Akzeptierens andersartiger Wahrnehmungen und Ansichten tut not. Wie können wir es, auch mithilfe von Homöopathie schaffen, dass wir einander wieder mehr zuhören?
Die erfahrenen Berliner Therapeuten Jens Brambach und Andreas Krüger widmen sich dem Thema dieses Homöopathischen Sonntags auch aus eigener Not und Leiderfahrung und untersuchen Gründe, aber auch Lösungsmöglichkeiten für die Unfähigkeit des Zuhörens. Verschiedene homöopathische Arzneien, bei denen Zwietracht zum Mittelbild gehört, bieten dafür sowohl einen Rahmen als auch begleitende individuelle und kollektive Hilfe: Syphilinum, Lachesis und Pulsatilla.
Ein bewusst zwieträchtiger und doch zugleich verbindender Homöopathischer Sonntag, der uns Ideen und Möglichkeiten vermittelt, einander mit Aufmerksamkeit und Verständnis zuzuhören. Auch dafür hält die Homöopathie manch passende Mittel als Begleithilfen bereit!
 
Hörprobe 2: Syphilinum (Andreas Krüger)
Hörprobe 3: Lachesis / Berührung (Andreas Krüger)
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- Artikel-Nr.: SO-323
- Abspieldauer (ca.): 3 Std. 32 Min.
- Edition: SO (Homöopathischer Sonntag Berlin)
- Schlüsselworte: Auseinandersetzung Konflikt Lachesis Luesinum Pulsatilla Schlangen Spaltung Syphilinum Trennung Versöhnung Zuhören Zweifel Zwietracht
Das Einzige, was wir wissen, ist, dass wir nichts wissen. (Buddha)
Der heutige Zeitgeist ist, insbesondere seit der Corona-Pandemie, von konflikthafter Spaltung und trennender Unversöhnlichkeit geprägt. Menschen in unterschiedlichen "Blasen" hören sich oft kaum noch ernsthaft zu. Stattdessen wird aggressiv auf gegensätzlichen Überzeugungen und Meinungen beharrt. Auch Paarbeziehungen scheitern oft daran, dass die Partner sich nicht wirklich zuhören. Eine neue Kultur des Zuhörens, des Akzeptierens andersartiger Wahrnehmungen und Ansichten tut not. Wie können wir es, auch mithilfe von Homöopathie schaffen, dass wir einander wieder mehr zuhören?
Die erfahrenen Berliner Therapeuten Jens Brambach und Andreas Krüger widmen sich dem Thema dieses Homöopathischen Sonntags auch aus eigener Not und Leiderfahrung und untersuchen Gründe, aber auch Lösungsmöglichkeiten für die Unfähigkeit des Zuhörens. Verschiedene homöopathische Arzneien, bei denen Zwietracht zum Mittelbild gehört, bieten dafür sowohl einen Rahmen als auch begleitende individuelle und kollektive Hilfe: Syphilinum, Lachesis und Pulsatilla.
Einleitend geht Jens Brambach auf die aktuelle sozialpolitische Lage ein und hebt hervor, dass es in einer gesunden Gesellschaft immer ein "sowohl als auch" geben sollte. Nur dann kann echte Kommunikation auf Augenhöhe gelingen. Während der Corona-Krise kam es zur Entzweiung, Standpunkte wurden oft extrem konträr und unversöhnlich, gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung seltener. Die Fronten der Meinungsgruppen (Maßnahmenbefürworter/gegner, Impfbefürworter/gegner) verhärteten sich manchmal bis zur Feindschaft.
Obwohl Globalisierung und digitale Vernetzung an sich einen schnellen, umfassenden und vielfältigen Informationsaustausch ermöglichen, entstehen dennoch - oder gerade deshalb - umso radikalere Meinungsblasen und werden durch Nachrichtenalgorithmen und Fake News, die von wahren Tatsachen oft kaum unterscheidbar sind, zusätzlich verstärkt.
Angesichts der Unmenge (negativer) Nachrichten fühlen sich viele Menschen offensichtlich hilflos und überfordert. Aus Selbstschutz reagieren sie oft mit Abgrenzung, Simplifizierung (Popularisierung) und Radikalisierung. Brambach beschreibt, wie Gruppen und Individuen sich durch verbindende Geschichten organisieren (lassen). Der menschliche Wunsch, sich zu verbinden, entspringt dem Grundbedürfnis nach Austausch und Zugehörigkeit. Allerdings neigen solche Narrative dazu, sich zu verfestigen und andere auszuschließen (Blasenbildung).
Andreas Krüger geht auf die Folgen ein, die sich aus dem gegenseitigen Absprechen von Redlichkeit während der Corona-Krise ergeben haben. Indem wir dem Anderen nicht mehr zuhören und die fremde Sichtweise von vorneherein als unredlich verunglimpfen, kommt es nicht nur zu trennender Spaltung, sondern wir verlieren eine Chance, eigene Irrtümer zu erkennen. Als einen möglichen Weg heraus stellt er das "Exquisite Zuhören" vor, das in Partnerschaften und auch therapeutisch nutzbar ist.
Im Weiteren beleuchten die beiden Referenten verschiedene Arzneien zur Thematik. So ist Syphilinum das herausragendste Arzneimittel, wenn es um Zerstörung, Trennung und Zwietracht geht: "Wenn du nicht für mich bist, dann bist du gegen mich!". Diese pathologische Form der Rechthaberei unterscheidet sich von anderen Rechthabereien (z. B. Lycopodium) durch Unbarmherzigkeit und Destruktivität. Der syphilitische "Zwietracht-Schatten" rührt meist von unbewältigten früheren schmerzhaften Verletzungen. Wie lässt er sich heilsam bearbeiten? Ein Gegenpol und typisches Opfer der Unbarmherzigkeit ist die harmoniebedürftige Pulsatilla.
Jens Brambach knüpft an das "wohlwollende Verstehen-Wollen" von Andreas Krüger an und hebt hervor, dass wir Menschen doch eigentlich wesensgleich sind, so dass es uns mit etwas gutem Willen leichter fallen müsste, Irrtümer zuzugeben. Buddha hat uns gelehrt, dass wir nicht unsere Überzeugungen sind und dass die Identifizierung mit bestimmten einseitigen Polen eigentlich Einschränkung bedeutet. Je weniger wir engen Identifikationen unterliegen, umso weniger müssen wir auf Angriffe aggressiv reagieren.
Der vierte Teil gebührt, ebenfalls passend zur Zwietracht, den Schlangenmitteln, insbesondere der Lachesis. Die misstrauischen, manipulatorischen und konkurrenzfreudigen Schlangen tragen den Zwei-fel und die Neigung zur Zwie-tracht in sich. Lachesis leidet unter der Vorstellung, unter einer fremden Macht zu stehen, was sogar zu paranoiden Zuständen führen kann. Aus ihrem Hang zum Dunklen und Bösen kann jedoch auch tiefe Heilung erwachsen. Erneut dient Pulsatilla als Gegenpol: Während Lachesis Wahrheitsverzerrungen als Manipulationswerkzeug faszinierend und interessant findet, belügt Pulsatilla sich selbst und andere, um Disharmonie, Konflikte und Zwietracht zu vermeiden.
Ein bewusst zwieträchtiger und doch zugleich verbindender Homöopathischer Sonntag, der uns Ideen und Möglichkeiten vermittelt, einander mit Aufmerksamkeit und Verständnis zuzuhören. Auch dafür hält die Homöopathie manch passende Mittel als Begleithilfen bereit!
1. Die aktuelle Weltlage - Krisen / Die Entwicklung der Gesellschaft: Zwietracht während der Corona-Pandemie / Geschichten verbinden (00:00)
2. Das Ende der Postmoderne / Globalisierung: Pluralismus, aber auch Zwietracht / Anfeindung zwischen Gruppen / Soziale Medien / Meinungsblase, Macht der Algorithmen / Hilflosigkeit, Radikalität, populistisch einfache Antworten (13:57)
3. Unmöglichkeit der Erfassung aller Zusammenhänge - einfache Erklärungsmuster / Menschen interessieren sich für andere / Identifikation mit (eigenen) Überzeugungen / Abwehr fremder Überzeugungen (25:39)
4. Rückblick auf die Pandemie / Radikalisierungsmechanismen / Selbsterfüllende Prophezeiungen / Was ist ein Wutbürger? (40:41)
Teil 2(58:40)
1. Das Absprechen der Redlichkeit / Irrtümer zugeben: Erasmisches und ganzheitliches Denken (00:00)
2. Exquisites Zuhören / Vereinsamung durch Materialismus / Syphilinum: Trennung und Zwietracht (14:29)
3. Syphilinum: Zerstörung und Abgrenzung / Pathologische Rechthaberei / Fremdes verstehen wollen / Wo liegt der Zwietracht-Schatten? (26:55)
4. Syphilinum: das unbarmherzigste Miasma / Ursachen für Unbarmherzigkeit / Pulsatilla: Angst vor Unbarmherzigkeit / Arsen: Angst vor Schulmedizin (35:59)
5. Erstarkung inquisitorischer Energien / Entstehung von Angst (53:25)
Teil 3(35:56)
1. Courage statt Trotz / Verständnis bekommen (00:00)
2. Jeden Mensch als gleichartiges Wesen betrachten / Zugeben von Fehlern (12:54)
3. Vermeintliche Identität / Buddha: "Du bist nicht deine Überzeugung" / "Ich weiß, dass ich nichts weiß" (22:41)
Teil 4(70:19)
1. Schlangenmittel / Archetypus der Schlange / Zwist, Misstrauen und Konkurrenz / Die Folgen negativen Zweifels / Zerstörerischer und manipulativer Zweifel / Lachesis: Zwietracht säen / Symbolik: Kundalini-Kraft, Sexualitätsbezug, Aspekt der Lust (00:00)
2. Lachesis: Stolz als Identifikation / QAnon / Druck loswerden durch Logorrhoe (10:25)
3. Ventil für Überreizung / Lachesis: Leitsymptome, Modalitäten / Eifersucht, Neid, Paranoia / Tiefe Heilung aus der Dunkelheit (20:36)
Andreas Krüger
4. Lachesis: Resonanz für Zwietracht / Berührung vermeidet Zwietracht / Wahnidee, sei allein auf der Welt / Pulsatilla: Leiden an Zwietracht (31:58)
5. Pulsatilla: Wahnidee, das Lebenswerk gehe den Bach runter / Erkältung seit Corona (55:04)
Jens Brambach

Aus der eigenen Vita:
Ich bin seit über 15 Jahren Heilpraktiker in Berlin. In meiner Praxis in Kreuzberg arbeite ich schwerpunktmäßig mit Homöopathie, Psychotherapie und Familienaufstellungen Außerdem bin ich seit mehreren Jahren Dozent für Homöopathie und Aufstellungsarbeit u.a. an der Samuel-Hahnemann-Schule Berlin und in der Wochenendausbildung "Der Homöopathische Weg".
Schon seit meiner Jugend treibt mich die Frage an, wie wir Menschen funktionieren. Wie kommen wir in unsere Kraft, wie stehen wir uns selbst im Weg, wie nehmen wir wahr, haben wir eine über uns hinausweisende Aufgabe oder Funktion in dieser Welt und wenn ja welcher Art ist diese. Ganz besonders interessiert mich dabei wie wir Freiheit erlangen können und was wir mit der Freiheit anfangen.
Auf meinem persönlichen Lebensweg sind mir zahlreiche Verwundungen begegnet, seelische wie körperliche. In meiner Entwicklung und meiner Arbeit habe ich erlebt, dass diese Wunden heilen können, wenn man sich auf den Weg zu ihren Wurzeln macht. Es ist meine tiefe Überzeugung, dass jede Krankheit und jede Verletzung bei allem Leid auch einen Schatz birgt, eine Information, einen Wegweiser um zu den Wassern des Lebens zu finden, über uns hinaus zu wachsen und mit dieser unglaublichen Welt in Kontakt zu treten.

Jens Brambach im Vortrag "Nietzsche und die Syphilis" (Bestnr. HT-576)
(Foto: Martin Bomhardt)
Andreas Krüger

Andreas Krüger, geboren 1954, ist seit 1988 Schulleiter der Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin und Mitbegründer der Prozessorientierten Homöopathie. Seit 1982 arbeitet er in eigener Praxis als Heiler, Aufsteller und Seelenreisender. Er ist Autor mehrerer Bücher und vieler Fachartikel. Seine Fähigkeit tiefes Wissen auf humorvolle und einprägsame Weise zu vermitteln zeichnen ihn als Lehrer aus.
Neben bundesweiten Vorträgen und Seminaren unterrichtet Andreas Krüger in Berlin Prozessorientierte Homöopathie, Trancetechniken, Leibtherapie, Meditation, homöopathisch-systemische Lösungs- und Strukturaufstellungsarbeit (Ikonen der Seele) und schamanistisches Reisen.
Biographischer Werdegang
- Jahrgang 1954
- Ausbildung zum Physiotherapeuten und langjährige Praxis im elterlichen Saunabetrieb, Klinik und Praxis.
- Seit 1982 als Heilpraktiker in Berlin tätig.
- 1982-1990 Dozent an der Heilpraktikerschule Schwarz
- seit 1983 Dozent an der Samuel-Hahnemann-Schule des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker (FDH), Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.
- Seit 1988 Schulleiter der Samuel-Hahnemann-Schule Berlin
- Entwicklung der Prozessorientierten Homöopathie (zusammen mit Hans-Jürgen Achtzehn).
- 1985-1995 Schüler von Jürgen Becker und Dozent der Boller Homöopathiewoche
- 1991 Gründer und 1. Vorsitzender der Arthur-Lutze-Gesellschaft zur Förderung der Homöopathie und Naturheilkunde in den neuen Bundesländern und in Berlin e.V.
- 2003 Rhetorikpreis der Stiftung Deutscher Heilpraktiker.
Lehrer und wichtige Einflüsse
Die Arbeit von Andreas Krüger wurde beeinflusst vom Denken und von den Werken von Karlfried Graf Dürckheim (Initiatische Therapie), Assagioli (Psychosynthese), Peter Orban (Symbolon-Therapie), Zalman Schachter (Chassidische Mystik), Bert Hellinger (Systemische Familientherapie), Wilhelm Reich (Orgon-Therapie), Paul Uccusic (Schamanismus) und Prof. Mathias Varga von Kibed und Insa Sparrer (Systemische Aufstellungen und lösungsfokussierte Kurzzeittherapie). Zusammenarbeit auf dem Gebiet des geistigen Heilens - Medialität/Sensitivität - Runenarbeit mit Dr. Rosina Sonnenschmidt und Harald Knauss. Entwicklung der Ikonenaufstellung-Ritualarbeit und Seelsorge (Weg und Wunder).
Nähere Informationen über unseren Autor Andreas Krüger (Webseite): https://www.andreaskruegerberlin.de
4 Dateien/Teile als MP3-Download.
Schmuck-/CoverbildBildcollage aus KI-generierter Komposition (ChatGPT)
Hersteller
Verlag Homöopathie + Symbol, Martin Bomhardt, Liebigstr. 36, 10247 Berlin, E-Mail: info@homsym.de
Produktabbildung
Digitales Produkt - keine Abbildung verfügbar. Die Abbildung oben links dient der symbolischen Dekoration dieser Seite
Produktform
Digitales Produkt: Eine/mehrere ZIP-Dateien als digitale(s) Paket zum Herunterladen via Email-Link / Kundenkonto. Die ZIP-Datei enthält alle zum Produkt gehörigen abspielbaren Medien (Format MP3 bei Audio oder MP4 bei Video), optional zusätzliche PDF-Dateien als visuelles Material, optional weitere TXT-Dateien oder andere marktübliche digitale Formate (Genaueres siehe Beschreibung unter "Details").
Angaben zur Produktsicherheit / Warnhinweise
Dieser Titel (Inhalt des Produkts) enthält fachkundliche Informationen für/über Heilberufe und heilkundliche Anwendungen, jedoch keine Werbung für bestimmte Heilmittel/-behandlungen. Er gibt ausschließlich die persönliche Meinung und subjektive Erfahrung des/der jeweiligen Autor*in*nen wieder. Keinesfalls können bestimmte Inhalte, insbesondere im Medium wiedergegebene Hinweise zu medizinischen Anwendungen (z. B. zur Einnahme bestimmer Arzneien) als konkreter Ratgeber oder gar Anleitung zur (Selbst-)Behandlung verstanden werden, insbesondere nicht von medizinischen Laien. Im Falle eines Behandlungsbedarfs halten Sie bitte Rücksprache mit professionellen Therapeut*innen, inbesondere Ihrem Hausarzt/Ärztin, um mögliche gesundheitliche Folgen und Schäden einer unprofessionellen Eigenanwendung zu vermeiden.
323. Homöopathischer Sonntag der Samuel-Hahnemann-Schule Berlin, 21. Januar 2024 (Online-Stream via Zoom)
Zur Veranstaltung "Der Homöopathische Sonntag"
Die "Homöopathischen Sonntage" sind eine seit 1994 regelmäßig monatlich an der Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin stattfindende Veranstaltung, in denen ein halber Tag (fünf Stunden) einem einzigen Arzneimittel, einem theoretischen oder praktischen Thema umfassend gewidmet ist. Sie gehören zu den kontinuierlichsten und zugleich fortschrittlichsten homöopathischen Vorlesungen, da das jeweilige Thema aus der aktuellen Sicht und Erkenntnis der homöopathischen Empirie und Forschung vermittelt wird.
