Jens Brambach
Imponderabilien - Feinstofflichkeit in Transzendenz. Magnet-Arzneien & Plutonium nitricum
"Nicht die Verrückten sind verrückt, sondern die Welt, in der sie leben."
Die sogenannten Imponderabilien bilden die unstofflichste Arzneigruppe in der Homöopathie. Zu ihnen gehören beispielsweise die Magnet(pole), X-Ray (Röntgenstrahlung), Sol (Sonne) oder andere Strahlungsarten sowie hochradioaktive Substanzen wie Plutonium. Bereits Hahnemann prüfte und verwendete erstmals Imponderabilien, nämlich die Magnetpole, die er in seiner Reinen Arzneimittellehre umfassend dokumentierte.
An diesem Homöopathischen Sonntag widmet sich der Leiter der Reihe, Jens Brambach, zum einen den Magnetarzneien, zum anderen dem radioaktiven Plutonium mit seinem Salz Plutonium nitricum. Zunächst geht es um allgemeine Grundlagen: Was sind Imponderabilien überhaupt? Was ist ihre verbindende Thematik? Welche Arzneimittel dieser Gruppe stehen uns heute zur Verfügung? Wie werden diese "ungreifbaren Nicht-Substanzen" zu Arzneien? Bei wem können sie helfen?
Allgemein berühren Imponderabilien "transzendente" Themen, also Dimensionen und Kräfte jenseits der üblichen Vorstellungskraft. Sie reichen bis ins Magische und Göttliche hinein und zeigen damit die Relativität des dual Weltlichen und Zeitlichen, wo das irdisch gebundene Ich überschritten wird und sich in der Einheit auflöst.
Charakteristisch für Menschen, die einen Zugang dazu haben, sind Respekt, Wertschätzung (auch anderer Meinungen) und Toleranz. Leider gelten sie oft als Außenseiter und leiden unter ihren ungewöhnlichen Perspektiven und Visionen. Persönliche transzendentale Erfahrungen bzw. ein Gewahrsein für das Transzendente können zwar tief verwandelnd und heilsam sein, gehen in unserer rational geprägten Welt aber oft mit Angst und innerem Stress einher. Zudem besteht die Gefahr, von anderen für verrückt gehalten zu werden oder gar wegen "Psychose" in der Psychiatrie zu landen. Als offene und aufgeklärte Therapeuten können wir von den "Verrückten" jedoch viel lernen!
Dieser Homöopathische Sonntag macht die feinstofflichen Imponderabilien greifbarer. Sie verdienen mehr Aufmerksamkeit, denn ihre heilend unterstützenden Potenziale bei Patienten, deren innere Lebenswelt ins Transzendente reicht, ist beachtlich.
 
Hörprobe 2: Magnetis arcticus (Nordpol)
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- Artikel-Nr.: SO-322
- Abspieldauer (ca.): 3 Std. 27 Min.
- Edition: SO (Homöopathischer Sonntag Berlin)
- Schlüsselworte: Außenseiter Imponderabilien Magnet Magnetis artificialis Magnetis poli ambo Magnetis polus arcticus Magnetis polus australis Plutonium nitr. Transzendenz
"Nicht die Verrückten sind verrückt, sondern die Welt, in der sie leben."
Die sogenannten Imponderabilien bilden die unstofflichste Arzneigruppe in der Homöopathie. Zu ihnen gehören beispielsweise die Magnet(pole), X-Ray (Röntgenstrahlung), Sol (Sonne) oder andere Strahlungsarten sowie hochradioaktive Substanzen wie Plutonium. Bereits Hahnemann prüfte und verwendete erstmals Imponderabilien, nämlich die Magnetpole, die er in seiner Reinen Arzneimittellehre umfassend dokumentierte.
An diesem Homöopathischen Sonntag widmet sich der Leiter der Reihe, Jens Brambach, zum einen den Magnetarzneien, zum anderen dem radioaktiven Plutonium mit seinem Salz Plutonium nitricum. Zunächst geht es um allgemeine Grundlagen: Was sind Imponderabilien überhaupt? Was ist ihre verbindende Thematik? Welche Arzneimittel dieser Gruppe stehen uns heute zur Verfügung? Wie werden diese "ungreifbaren Nicht-Substanzen" zu Arzneien? Bei wem können sie helfen?
Allgemein berühren Imponderabilien "transzendente" Themen, also Dimensionen und Kräfte jenseits der üblichen Vorstellungskraft. Sie reichen bis ins Magische und Göttliche hinein und zeigen damit die Relativität des dual Weltlichen und Zeitlichen, wo das irdisch gebundene Ich überschritten wird und sich in der Einheit auflöst.
Charakteristisch für Menschen, die einen Zugang dazu haben, sind Respekt, Wertschätzung (auch anderer Meinungen) und Toleranz. Leider gelten sie oft als Außenseiter und leiden unter ihren ungewöhnlichen Perspektiven und Visionen. Persönliche transzendentale Erfahrungen bzw. ein Gewahrsein für das Transzendente können zwar tief verwandelnd und heilsam sein, gehen in unserer rational geprägten Welt aber oft mit Angst und innerem Stress einher. Zudem besteht die Gefahr, von anderen für verrückt gehalten zu werden oder gar wegen "Psychose" in der Psychiatrie zu landen. Als offene und aufgeklärte Therapeuten können wir von den "Verrückten" jedoch viel lernen!
Die homöopathischen Magnet-Arzneien sind seit Hahnemann leider etwas aus dem Blick geraten, obwohl sie sich zu seinen Zeiten vielfach bewährt haben. Jens Brambach möchte sie gerne wieder ins Bewusstsein holen und stellt die drei Magnetmittel hier ausführlich vor: Magnetis polis australis (Südpol), Magnetis polis arcticus (Nordpol) sowie Magnetis ambo (Magnetis artificialis), der beide Pole enthält. Wie werden diese Arzneien hergestellt? Worum geht es thematisch bei ihnen? Welche arzneispezifischen Symptome und Probleme finden wir bei Patienten, die ein Magnetmittel benötigen?
Exemplarisch schildert der Referent einen eigenen Praxisfall, bei dem Magnetis polis australis die Lösung brachte: eine Frau mit einem unangenehmen, ausstrahlenden Kältegefühl, Halsschmerzen, Steifheit im Rücken und Schmerzen beim Gehen, mit viel Mitgefühl für Außenseiter und einem gestörtes Verhältnis zum Essen, weswegen sie auch schon mit "Lichtnahrung" experimentiert hatte. Ätiologisch imponiert ein Unfall im Alter von 7 Jahren, mit einer Amnesie für die Jahre davor. Seither leidet sie unter Blackouts und Alpträumen. Ausgehend von einem markanten Traum weist die Repertorisation auf Magnetis polis australis, das ihr dann verschrieben wurde. Schon bis zum ersten Followup klangen die Halsschmerzen und Rückenprobleme ab, in den Folgemonaten verschwand auch das Kältegefühl in der Brust und die Patientin konnte sich insgesamt seelisch besser abgrenzen.
Im Weiteren werden die wichtigsten Arzneimittelcharakteristika und Leitsymptome der drei Magnetarzneien vorgestellt und differenziert: Bei allen finden wir einerseits Hastigkeit und Eile, andererseits Benommenheit und Schwäche, z. B. bei Magnetis ambo in Form von Hyperaktivität mit Erschöpfung. Typisch für Magnet-Patienten ist zudem, dass die Vergangenheit "weit entfernt" erscheint. Bewährte Indikationen beim Nordpol sind Schlafstörungen, gar Schlafwandel sowie Zahnschmerzen, beim Südpol u. a. eingewachsene Zehennägel. Während der Südpol der "zornigste" Magnet ist, zeigt sich der Nordpol eher "mild". Der doppelpolige Magnetis ambo liegt dazwischen.
Im letzten Teil dieses Homöopathischen Sonntags geht es um Plutonium nitricum, eine "Grenzimponderabilie", weil ihr salziger Ausgangsstoff noch etwas Materie enthält. Plutonium nitr. ähnelt Brambach zufolge einer "Wolfsmilch auf Steroiden": strotzend vor Kraft, stets kampfbereit, mit hoher Vitalität. In der Materia medica ist es das Mittel mit den meisten Traumrubriken: Zwitterwesen, "primitive" Sexualität, Maoris oder Aborigines, Schneelandschaften, Fledermäuse, Himmel, Krieg und Streit. Plutonium-nitr-Patienten leiden vermehrt unter Zwängen und Ängsten (beispielsweise Klaustrophobie), die oftmals auf ein Geburtstrauma zurückreichen. Weitere Themen sind der Verlust des eigenen Wegs, ein Rückzug aus der Wirklichkeit mit Verlangen nach Einsamkeit, möglicherweise Stimmenhören und die Wahnidee, Geist und Körper seien getrennt - eine sehr syphilitisches Arznei!
Dieser Homöopathische Sonntag macht die feinstofflichen Imponderabilien greifbarer. Sie verdienen mehr Aufmerksamkeit, denn ihre heilend unterstützenden Potenziale bei Patienten, deren innere Lebenswelt ins Transzendente reicht, ist beachtlich.
1. Nachtrag zum letzten HoSo zu Natrium / Der Helferkomplex bei Therapeut*innen / Das Annehmen der eigenen Hilflosigkeit (00:00)
2. Imponderabilien: ohne materielle Substanz / Transzendenz, Magie, Göttliches / Begleiterscheinungen von Transzendenz / Toleranz (07:24)
3. Wer braucht Imponderabilien? / Alles ist relativ / Respekt vor anderen Sichtweisen / Überschreiten des Ichs (15:46)
4. Das Wort "Außenseiter" / Über die Kurzgeschichte "Flachland" (1884) von Edwin Abbott / Besuche aus anderen Dimensionen (23:06)
5. Wer ist verrückt? / Imponderabilien: Neigung zum Außenseitertum / Leidende, nicht ernst genommene Visionäre (40:05)
6. Grundthema Transzendenz / Lernen von psychotischen Menschen / Ausbrechen aus dem Kreis und spiralförmige Erweiterung (56:29)
Teil 2 (52:22)
1. Feste Strukturen geben Kraft (00:00)
2. Magnet / M. polus australis (Südpol), M. polus arcticus (Nordpol) und zweipoliger M. artificialis / Herstellung der Arzneien / M. p. australis (09:41)
3. Fall (Frau): Kältegefühl der Brust, Halsschmerzen / Anamnese, biographische Themen / Alptraum / Schöne Gedanken ans Sterben / Mitgefühl für Außenseiter / Verlangen, Essstörung, Lichtnahrung / Repertorisation der Träume (17:38)
4. Erfahrung des Augenblicks / Nahe Vergangenheit weit entfernt / Zeit als Illusion (28:59)
5. Radionisches Einschwingen von Arzneien / Wolfsmilch bei Suchtdruck (34:54)
6. Followups zum Fall: Besserung / Handeln statt Abwarten (49:49)
Teil 3 (78:53)
1. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Magneten / Auszug aus der Materia medica von Bönninghausens / Indikationen der drei Magnete (00:00)
2. Magnetis poli ambo (artificialis): Brennen, Ulzerationen / Nordpol: Zaghaftigkeit, Frostigkeit, Unruhe / Südpol: am zornigsten, auffahrend, Unstetigkeit, Unruhe (10:46)
3. Transpersonale Psychologie / Überschreiten des Ich-Begriffs / Aufstellung: mit allem verbunden (20:03)
4. Plutonium nitricum - eine Grenzimponderabilie / Gefühl wie Wolfsmilch auf Steroiden: Kraft, Kampf, Vitalität / DD Wolfsmilch / Träume: Zwitter, primitive Sexualität / Aborigines, Neusteinzeit / Kollektives Unbewusstes nach Jung (34:41)
5. Plutonium nitr.: Häufung von Träumen / Gefallener Engel (49:29)
6. Stanislav Grof: LSD in der Psychotherapie / Plutonium nitr.: Klaustrophobie, F. v. Geburtstrauma, Zwänge / Thema: Verlust des eigenen Wegs / Rückzug aus der Wirklichkeit / Miasma: Syphilinie / Wahnideen (56:51)
Jens Brambach

Aus der eigenen Vita:
Ich bin seit über 15 Jahren Heilpraktiker in Berlin. In meiner Praxis in Kreuzberg arbeite ich schwerpunktmäßig mit Homöopathie, Psychotherapie und Familienaufstellungen Außerdem bin ich seit mehreren Jahren Dozent für Homöopathie und Aufstellungsarbeit u.a. an der Samuel-Hahnemann-Schule Berlin und in der Wochenendausbildung "Der Homöopathische Weg".
Schon seit meiner Jugend treibt mich die Frage an, wie wir Menschen funktionieren. Wie kommen wir in unsere Kraft, wie stehen wir uns selbst im Weg, wie nehmen wir wahr, haben wir eine über uns hinausweisende Aufgabe oder Funktion in dieser Welt und wenn ja welcher Art ist diese. Ganz besonders interessiert mich dabei wie wir Freiheit erlangen können und was wir mit der Freiheit anfangen.
Auf meinem persönlichen Lebensweg sind mir zahlreiche Verwundungen begegnet, seelische wie körperliche. In meiner Entwicklung und meiner Arbeit habe ich erlebt, dass diese Wunden heilen können, wenn man sich auf den Weg zu ihren Wurzeln macht. Es ist meine tiefe Überzeugung, dass jede Krankheit und jede Verletzung bei allem Leid auch einen Schatz birgt, eine Information, einen Wegweiser um zu den Wassern des Lebens zu finden, über uns hinaus zu wachsen und mit dieser unglaublichen Welt in Kontakt zu treten.

Jens Brambach im Vortrag "Nietzsche und die Syphilis" (Bestnr. HT-576)
(Foto: Martin Bomhardt)
3 Dateien/Teile als MP3-Download.
Schmuck-/CoverbildMagnet und Plutonium(bombe) (KI-Kreation von Pixlr.com)
Hersteller
Verlag Homöopathie + Symbol, Martin Bomhardt, Liebigstr. 36, 10247 Berlin, E-Mail: info@homsym.de
Produktabbildung
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Produktform
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Dieser Titel (Inhalt des Produkts) enthält fachkundliche Informationen für/über Heilberufe und heilkundliche Anwendungen, jedoch keine Werbung für bestimmte Heilmittel/-behandlungen. Er gibt ausschließlich die persönliche Meinung und subjektive Erfahrung des/der jeweiligen Autor*in*nen wieder. Keinesfalls können bestimmte Inhalte, insbesondere im Medium wiedergegebene Hinweise zu medizinischen Anwendungen (z. B. zur Einnahme bestimmer Arzneien) als konkreter Ratgeber oder gar Anleitung zur (Selbst-)Behandlung verstanden werden, insbesondere nicht von medizinischen Laien. Im Falle eines Behandlungsbedarfs halten Sie bitte Rücksprache mit professionellen Therapeut*innen, inbesondere Ihrem Hausarzt/Ärztin, um mögliche gesundheitliche Folgen und Schäden einer unprofessionellen Eigenanwendung zu vermeiden.
322. Homöopathischer Sonntag der Samuel-Hahnemann-Schule Berlin, 17. Dezember 2023 (Online-Stream via Zoom)
Zur Veranstaltung "Der Homöopathische Sonntag"
Die "Homöopathischen Sonntage" sind eine seit 1994 regelmäßig monatlich an der Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin stattfindende Veranstaltung, in denen ein halber Tag (fünf Stunden) einem einzigen Arzneimittel, einem theoretischen oder praktischen Thema umfassend gewidmet ist. Sie gehören zu den kontinuierlichsten und zugleich fortschrittlichsten homöopathischen Vorlesungen, da das jeweilige Thema aus der aktuellen Sicht und Erkenntnis der homöopathischen Empirie und Forschung vermittelt wird.
